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Brandenburg/Havel Schwerer Vorwurf
Lokales Brandenburg/Havel Schwerer Vorwurf
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20:30 18.02.2013
BRANDENBURG AN DER HAVEL

Es ist das übel zugerichtete Gesicht eines Mannes nach der Festnahme durch einen Beamten der Polizeiinspektion Brandenburg. Gegen ihn ermittelt das Landeskriminalamt wegen Körperverletzung im Amt.

Vor Richter Strauß stand gestern aber nicht dieser Polizist, sondern sein Widerpart – der Mann, den nun Gesichtsnarben an jene 3. Dezembernacht im Jahr 2011 erinnern. Es war kurz nach 21 Uhr, als Sven B. (34, Namen geändert) mit einem Kumpel in Brandenburg/H. in seinen neuen BMW stieg und losfuhr. Er hatte gerade drei Flaschen Bier kurz hintereinander getrunken. Die Polizei beschloss kurz darauf, den Fahrer zu kontrollieren. Doch gerade als Polizeimeister Hannes K. (24) zur Kontrolle auf den BMW zuging, trat Sven B. aufs Gas. „Es ging mit mir durch, ich wollte mich der Kontrolle entziehen“, gestand der Angeklagte und bereute dieses Fehlverhalten.

Doch die beiden jungen Beamten ließen sich nicht abschütteln. Sie erspähten den BMW. Und dann geschah etwas, was sich in der Version des flüchtigen Mannes, bei dem später ein Alkoholgehalt von 0,96 Promille festgestellt wurde, so anhört: Der Beamte sei auf ihn losgegangen, habe ihn an der Jacke gepackt und zusammengeschlagen. Immer wieder mit der Faust ins Gesicht und mit den Worten: „Ihr Schweine, rückt die Drogen raus.“ „Ich habe geschrieen, er soll aufhören, doch damit habe ich mir nur den nächsten eingefangen.“ Der Angeklagte spürte, wie das Blut lief, bekam Todesangst. Sven B.: „Ich dachte, er schlägt mich tot.“ Das geschah zwar nicht, doch Sven B. musste mit seinen erheblichen Gesichtsverletzungen zunächst in die Notaufnahme und dann in die Intensivstation des Städtischen Klinikums.

Der als Zeuge geladene Polizeimeister sagte aus, Sven B. habe die Fäuste erhoben, daher habe er sich gewährt. Die schweren Gesichtsverletzungen seines Widerparts wollte er nicht kommentieren. Sein Polizeikollege druckste im Gerichtssaal herum, er habe nur einen Schlag gesehen, verfing sich aber in Widersprüchen.

Den ganzen Vorfall nannte Richter Strauß „sehr nachdenkenswürdig“, zumal die Beamten das Auto von Sven B. ohne richterlichen Beschluss durchsuchten. Der Richter vermisste ein Wort der Entschuldigung des Polizisten. Er erwartet „ganz sicher ein Verfahren“ gegen den Beamten.

Sven B. wurde nicht verurteilt. Das Verfahren gegen ihn stellte der Richter gegen eine Zahlung von 100 Euro ein. (Von Jürgen Lauterbach)

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