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Brandenburg/Havel Seepavillon Gränert: Das einstige Ausflugslokal wird bald bewohnt
Lokales Brandenburg/Havel Seepavillon Gränert: Das einstige Ausflugslokal wird bald bewohnt
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09:22 06.01.2020
So sieht das einstige Restaurant „Seepavillon Gränert“ inzwischen aus. Außen sind die Bauherren fast fertig. Quelle: Jaqueline Steiner
Brandenburg/H

Wer ans südliche Ende der Gränertstraße in Kirchmöser erreicht, kann entdecken, was sich in den vergangenen Monaten getan hat rund um die einstige Ausflugsgaststätte, dem „Restaurant Seepavillon Gränert“. Die Familie Tautenhahn steckt mitten in den Umbauarbeiten.

Das lange Jahre leer stehende Gebäude am Möserschen See soll wieder genutzt werden. Nicht wie früher als Gaststätte und Ausflugsziel, sondern als Wohnhaus. Vier Wohnungen werden nach den Worten von Bauleiter Michael Tautenhahn entstehen in dem Haus, das seinem Sohn Christian gehört.

Mietwohnungen am Möserschen See

Kein Wohneigentum, sondern Mietwohnungen werden in dem mehr als hundert Jahre alten Gebäude hergerichtet. Nach der Baugenehmigung hatte die Familie aus Wusterwitz im Sommer 2018 mit den Arbeiten am Haus und Grundstück begonnen. „Außen sind wir fast fertig“, sagt der Bauleiter.

Auch der Saal mit den Rundbögen-Fenstern wird zu einer Wohnung umgebaut. Mit der Fertigstellung ihres Bauprojekts rechnen die Bauherren bis zu diesem Frühjahr oder Sommer.

Lange Jahre hatte es nicht nach einer positiven Veränderung auf dem Grundstück des einstigen Ausflugslokals ausgesehen. Umso erfreuter ist Kirchmösers Ortsvorsteher Carsten Eichmüller über die Initiative auf diesem Grundstück.

Vor mehr als 15 Jahren hatte ein Berliner Privatmann das Grundstück gekauft und versucht, es zu entwickeln. Die Gaststätte wollte er vom Wasser her erschließen. Das Herzstück sollte die Marina werden. Der Wasserwanderstützpunkt mit Gästezimmern, Biergarten, Marina und kleiner Werft sollte ursprünglich im Jahr 2005 öffnen.

Rund 80 Jahre als Restaurant

Ein Architekt arbeitete seinerzeit an dem Vorhaben und legte vielversprechende Pläne vor, die der damalige Investor am Ende aber nicht umsetzte.

Das Restaurant und Hotel „Seepavillon Gränert” war 1904 eröffnet worden und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem beliebten Ausflugsziel, das die Weiße Flotte regelmäßig ansteuerte. Mitte der 1980er-Jahre wurde das Restaurant geschlossen. Nach der Wende wartete das verfallende Gebäude auf seine Sanierung.

Gebremst wurde die Entwicklung war unter anderem, weil das Anwesen nicht ans Abwassernetz angeschlossen war.

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