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Brandenburg/Havel Auf zu neuen Ufern: Das wünschen sich die Brandenburger für ihren Silokanal
Lokales Brandenburg/Havel Auf zu neuen Ufern: Das wünschen sich die Brandenburger für ihren Silokanal
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15:20 14.11.2018
Aufwertung eines Stadtteils: Steffen Scheller stellt die Ergebnisse der bisherigen Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des Silokanal-Ufers vor. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Bauen für die Grünachse Nord: Seit 2012 erfolgt abschnittsweise die Gestaltung der „Grünachse Nord“ in Brandenburg an der Havel, die vom Fuß des Marienberges bis zum Silokanal führt. Nachdem 2015 bereits zwei Drittel der Strecke baulich abgeschlossen wurden, soll nun in den kommenden Jahren eine Neugestaltung des Uferbereichs zwischen Brielower Brücke und Eisenbahnbrücke im Stadtteil Nord erfolgen.

Originelle Gestaltungsvorschläge am Silokanal-Ufer sind gewünscht. Quelle: Stadtverwaltung

Am Dienstag fand in der Aula des Bertolt-Brecht-Gymnasiums das zweite Stadtteilforum zu diesem Gestaltungsabschnitt statt. Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) und Yvonne Stolzmann von der Stadtentwicklung stellten hier etwa 60 Gästen die Ergebnisse der bisherigen Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des Ufers am Silokanal vor.

„Es geht darum, diesen Stadtteil aufzuwerten“, sagt Scheller. „Die Planungen für den südlichen Teil des Silokanals sind wichtig für die Aufenthalts- und Freizeitqualität in Nord“. Grundlegende Zielstellung für den Uferbereich am Silokanal sei der Neubau einer durchgehenden Wegeverbindung von der Gördenbrücke bis zum Beetzseeufer/Grillendamm und damit eine Ergänzung des übergeordneten, innerstädtischen Geh- und Radwegenetzes.

Durch naturnahe Gestaltung und wenig Eingriffe in bisher gewachsene Strukturen soll der Bezug zum Wasser und der natürliche Charakter des Silokanal-Ufers erhalten bleiben.

Bisher schlechte Aufenthaltsqualität

„Wir planen ein Wohnquartier, das wohnlich und grün gestaltet ist, sowie einen barrierefreien Zugang zur Innenstadt ermöglicht“, sagt Yvonne Stolzmann, Leiterin der Fachgruppe für Stadtentwicklung. Laut Stolzmann liegt bisher vor Ort keine gute Aufenthaltsqualität vor: „In erster Linie lassen die Haupt die Rad- und Fußwege sehr zu wünschen übrig“, so die Leiterin.

Um diese Zustände zu verbessern, sind ein breiter Uferweg sowie insgesamt bessere und mehrere Wegeanbindungen an das Wohngebiet in Nord geplant. 2019 und 2020 sollen der Entwurf der Grünverbindung und bauvorbereitende Maßnahmen für die Gestaltung des Silokanal-Ufers erfolgen. Die bauliche Umsetzung ist abschnittsweise ab 2021 geplant.

Bürgerbeteiligung erwünscht

Hinsichtlich dieser Gestaltungskonzeption des Uferbereiches strebt die Stadt auch weiterhin eine rege Beteiligung insbesondere seitens der Stadtteilbewohner an. Dazu sammelt sie noch bis Ende diesen Jahres Ideen und Anregungen der Bevölkerung, um möglichst viele davon von Anfang an berücksichtigen zu können. Bisher wünschen sich die Anwohner vor allem Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsflächen für Spiel und Sport. Auch eine Feuerstelle wurde angeregt.

Bislang beteiligten sich etwa 150 Bürger mit Hilfe eines Fragebogens, der auf der Internetseite der Stadt heruntergeladen werden kann. Der Bogen soll mit Fragen unter anderem nach der Nutzungsdauer und den Gestaltungswünschen durch den Anwohner das bisherige und eventuelle zukünftige Nutzungsverhalten des Uferbereichs bestimmen.

Forderung sorgt für Kopfschütteln

Des weiteren wurden 20 Schüler eines Geografie-Kurses der 11. Klasse des Brecht-Gymnasiums im Rahmen eines Workshops sowie das Projekt Havelgarten in der Fläminstraße in die Planung einbezogen.

Entlang dem Silokanal führt zwischen der Gördenbrücke und der Quenzbrücke ein breiter Gehweg am Ufer entlang. Quelle: Rüdiger Böhme

Letzteres führte allerdings mit der Forderung nach dem Weglassen von Mülleimern in der zukünftigen Uferbebauung für allerhand Kopfschütteln bei den teilnehmenden Bürgern des Stadtteilforums. Die Aktiven des Havelgartens begründeten ihre Forderung damit, dass Besucher des Areals selbstständig die Müllentstehung vermeiden sollten.

Die Frage nach zusätzlichen Parkplätzen verneinte die Fachgruppenleiterin: „Ein zusätzlicher Parkbedarf wird nicht vermutet“, so Stolzmann. „Es sind keine Parkplätze geplant.“ Auch eine Verbesserung des Radfahrtourismus stehe hinten an. „Touristen kommen an zweiter Stelle“, so Scheller. „An erster Stelle planen wir die Ufergestaltung für die Bewohner des Stadtteils Nord.“

Von Tobias Wagner

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