Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel So heftig diskutieren Leser die 24-Stunden-Kita
Lokales Brandenburg/Havel So heftig diskutieren Leser die 24-Stunden-Kita
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:37 28.02.2018
Betreutes Spielen. Quelle: dpa
Anzeige
Brandenburg an der Havel


In Brandenburg an der Havel soll eine Kita mit 24-Stunden-Betreuung entstehen. Das meldete MAZonline am Mittag. Innerhalb von zwei Stunden wurde diese Nachricht mehr als 360 Mal bewertet und mehr als 50 Mal auf der MAZ-Facebook-Seite kommentiert. Die Nutzer diskutieren energisch, wie sich Beruf – und da vor allem Schichtdienst – und Familie gut vereinbaren lassen, welche Abstriche hinnehmbar sind und welche Stellschrauben beim Thema Kinderbetreuung außerdem gedreht werden müssten.

Viele Kommentatoren begrüßen die Pläne für die neue Kita, die rund um die Uhr geöffnet und Schlafplätze für bis zu sechs Kinder haben soll. Zum Beispiel schreibt Karo Lin: „Find ich klasse. Gib es woanders ja auch.“ Birgitta Schiller: „Wird höchste Zeit!“ Carola Hempel schreibt differenziert: „Die Idee ist gut. Aber es darf nicht die Lösung sein, es macht mich traurig, denn ein Kind gehört abends ins eigene Bettchen zu Hause.“ Die Nutzerin mahnt, die eigenen Kleinen nicht in fremde Hände zu geben.

Anzeige

„Wozu Kinder kriegen, wenn man sie die meiste Zeit parken muss?“

Andere Leser sehen bei zu viel Fremdbetreuung das Kindeswohl gefährdet, etwa Sa Ri: „Traurig für die Kinder. Auch ich muss beruflich Abstriche machen und habe mich unter Anderem aufgrund von Arbeitszeiten, die ich nicht mit meinem Kind vereinbaren kann, komplett neu umorientiert im Berufsleben. Kinder gehören nach einem langen Tag Abends in ihr Bett und nicht in eine Kita! Furchtbar diese leistungsorientierte Gesellschaft unter der die Kinder leiden.“

Dschen Dschaa schreibt: „Traurig. Wozu Kinder kriegen, wenn man sie doch die meiste Zeit in diesen stressigen Keimschleudern parken muss?“ Und Bianca Lutschick: „Die armen Kinder, dann sollte man sich keine anschaffen.“ Jenny Miehe findet: „Arbeite selbst im Krankenhaus und das wäre für mich die aller aller letzte Option. Aber erstmal sollte sich Brandenburg gedanken darüber machen das jeder berufstätige überhaupt ein Krippen/Kitaplatz bekommt. Denn das ist leider nicht der Fall“. Ähnlich El Li: „weder als Erzieherin noch als Mutter kann ich das für gutheißen.anstatt daran gearbeitet wird das das Berufsleben für Familien einfacher zu managen ist wird eine kita aufgemacht wo Kindern von Erziehern ins Bett gebracht werden?“

„Irgendwo muss ja das Geld schließlich her kommen“

Facebook-Nutzerin Nancy Seipold kennt die Idee der 24-Stunden-Betreuung noch aus alten Zeiten: „Das gab es doch früher schon wo ich noch Kleinkind war! Manchmal ist es nun mal nicht anders möglich wenn es nur Mama oder Papa gibt und Nachts gearbeitet werden muss. Irgendwo muss ja das Geld schließlich her kommen! Man bleibt ja da nicht 24h, man kann dann dort schlafen und den Tag trotzdem zu Hause verbringen.“

Von MAZonline/grm

13.01.2017
13.01.2017