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Brandenburg/Havel Nach Feuerwehreinsatz: So sollen Gäste des Marienbads evakuiert werden
Lokales Brandenburg/Havel Nach Feuerwehreinsatz: So sollen Gäste des Marienbads evakuiert werden
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20:59 29.03.2019
Rettungskräfte der Feuerwehr und Sanitäter wurden Donnerstagabend zum Einsatz ins Marienbad gerufen, weil dort Essen anbrannte. Quelle: privat
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Brandenburg/H

Weil im Bistro des Marienbads Essen verbrannte, rückten Donnerstagabend drei Feuerwehrfahrzeuge und ein Rettungswagen an. 100 bis 120 Gäste waren im Bad, als die Rauchmeldeanlage auslöste. Welche Speise verbrannte, ist noch unklar. Bad-Chef Jens Grosser bestätigte der MAZ, dass die Bistro-Betreiber Mitarbeitergespräche führen werden, will sich aber nicht weiter dazu äußern.

Evakuierung auf dem Sammelplatz

Bei einem Feuer sollen im Ernstfall alle Besucher des Bads nach draußen evakuiert werden und müssen sich auf einen Sammelplatz auf der Liegewiese am Volleyballplatz begeben. Besucher des Bistros und Gäste, die sich in der Garderobe befinden, sollten das Bad in Richtung Parkhaus verlassen. „Wichtig ist es, immer den schnellsten Weg nach draußen zu wählen“, sagt Grosser. Er betont, dass Gäste bei starker Rauchentwicklung in ihren Bereichen bleiben und den Anweisungen der Mitarbeiter folgen sollen.

Grosser schätzt, dass bei einigen Veranstaltungen bis zu 600 Gäste das Marienbad besuchen. Er ist froh, dass niemand verletzt wurde und betont, dass Mitarbeiter einmal pro Jahr zum Brandschutz geschult werden. Hier lernen sie den Umgang mit einem Feuerlöscher und erhalten Tipps, um Besucher zu beruhigen. Auch Saunagäste müssen diese umgehend verlassen und sich nach draußen begeben. „Dann zählt nur das Leib und Leben, entliehene Bademäntel können später noch zurückgegeben werden“, sagt Bad-Chef Jens Grosser.

Rauchmeldeanlage vor zwei Jahren erneuert

Er betont, dass die Rauchmeldeanlage des Marienbads vor zwei Jahren erneuert wurde und manchmal auch zu schnell auslöst. „Im Jahr kann das schon bis zu dreimal vorkommen“, sagt Grosser und erinnert sich an einen Fall. Vor ein paar Jahren wirbelten Mitarbeiter einer Baufirma im Keller Staub auf und lösten einen Alarm aus. „Die Rauchmeldeanlage hat bemerkt, dass etwas mit der Luft nicht stimmt und sich dann gemeldet“, sagt Grosser der MAZ. Auch als ein Nachbar wenige Meter vom Marienbad entfernt Holzabfälle verbrannte und der Wind ungünstig stand, wurde der Alarm ausgelöst. „Aber besser so als anders. Zum Glück hat es im Marienbad noch nicht gebrannt“, sagt Grosser.

Von André Großmann