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Brandenburg/Havel Sommermusiken: 40 Texaner begeistern im Dom
Lokales Brandenburg/Havel Sommermusiken: 40 Texaner begeistern im Dom
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10:45 14.06.2019
Der Dom bildete eine ganz besondere Kulisse für den amerikanischen Chor. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

„Spirit moving over Chaos“ – passender hätte der Titel des A-capella-Programms der „Houston Symphony Chamber Singers“ nicht gewählt sein können. Nach chaotischem Wetter brachten die 40 Sänger aus der texanischen Hauptstadt Houston in den USA am Mittwochabend im Rahmen der Sommermusiken eine ganze Menge Spirit in den Dom in Brandenburg an der Havel.

40 Texaner beweisen bei den Sommermusiken im Dom, dass Kirchenmusik auch Spaß machen kann.

Unter Leitung von Betsy Cook Weber, Professorin für Musik und Leiterin der Choralen Studienkurse an der Moores School of Music der Universität Houston, startete der Chor mit dem namensgebenden Titelstück „Spirit moving over chaos“ des Komponisten David Ashley White. Dieser ist Kollege Webers und unterrichtet Komposition und Musiktheorie, ebenfalls an der Universität Houston.

Ein außergewöhnlicher Beginn

Bereits hier zeichnete sich ein ganz besonderer Konzertabend ab, denn die Sänger begannen nicht auf der Bühne, die extra im Dom aufgebaut wurde, sondern eröffneten das Konzert, indem sie singend den Gang zur Bühne vorbei an etwa 50 Gästen entlang schritten.

Weiter ging es mit dem Stück „In the beginning“ des als wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne geltenden US-amerikanischen Komponisten Aaron Copland, in dem die Solisten Grace Roman, Enrique Barerra, Elizabeth Chrisman Shurtz und Anna Diemer, jeder mit seiner eigenen Stimme herausstechend, das Gesamtensemble eindrucksvoll unterstützten.

Ausflug in die US-Kirchenmusik

Nach der Komposition „Missa Brevis“ der Komponistenlegende Leonard Bernstein, der vor allem mit seinem Bühnenwerk West Side Story Weltruhm erlangte, ging es in eine kurzen Pause, in dem die Sänger verschnauften und sich die historische Wagner-Orgel des Domes imposant Gehör verschaffte.

Daraufhin folgte ein Ausflug in die einzigartige US-Kirchenmusik mit den Titeln „Lord, if I got my ticket can I ride“, „I want two wings“, „Deep river“ und „I got shoes“ des Komponistenduos Alice Parker und Robert Shaw.

Nicht nur eine gesangliche Lobpreisung an den Herrn, sondern an den Gesang an sich, denn abseits eintöniger Sakralmusik erfreuten die Texaner mit abwechslungsreichen Wechselgesängen und purer Freude an ihrer Kunst. Ein akustischer Genuss, der perfekt in das Dom-Programm der Sommermusiken passte.

Doch nicht nur die Gästen machte das Zuhören Spaß. Auch Dirigentin Betsy Cook Weber zeigte mittlerweile vollen Körpereinsatz beim Dirigieren. Beim letzten Stück des Abends beendeten die Sänger ihren Auftritt, in dem sie, Pawel Lukaszewskis „Nunc dimittis“ zum Besten gebend, einen Kreis um die Gäste bildeten. Diese würdigten den Auftritt mit stehenden Ovationen und einem Lächeln im Gesicht, das noch eine ganze Weile anhalten sollte.

Persönlicher Abschied der Gäste

Ein außergewöhnliches Konzerterlebnis, welches zudem besonders abgerundet wurde: vor dem Dom verabschiedeten die 40 Chormitglieder jeden Gast persönlich per Handschlag und bedankten sich für den Besuch. Wobei das „Danke schön“ im gebrochenen Deutsch sicherlich etwas mehr Übung brauch als der Gesang, der an diesem Abend den Dom erfüllte. „Ein unvergessliches Erlebnis“, sagt Bertram Richter, der gemeinsam mit seiner Frau das Konzert besuchte. „Von uns aus hätte es ewig so weiter gehen können.“

Von Tobias Wagner

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