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Brandenburg/Havel Sonnenhut macht gute Laune
Lokales Brandenburg/Havel Sonnenhut macht gute Laune
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14:36 25.07.2017
Dagmar und Klaus Kaatz sind bei Regen gut behütet. Quelle: Frank Bürstenbinder
Jeserig

Über Hortensien, Funkien und Rhododendren dampft die Luft. Immer neue Schauer wässern das sattgrüne Laubwerk. Die Pflanzen bedanken sich für den Landregen mit einem üppigen Wachstum. Wer in diesen Tagen bei Dagmar und Klaus Kaaz im Gartenpavillon sitzt, erlebt einen Hauch von Regenwald. Der feuchtwarme Sommer bringt die Natur zum Aufblühen.

Doch ausgerechnet die Lieblinge von Familie Kaaz schwächeln. Den eingetopften Fuchsien steckt noch das unterkühlte Frühjahr in den Blättern. „Vor allem die Altpflanzen hinken der Vegetation in diesem Jahr ein bis zwei Wochen hinterher“, berichtet der Hausherr. Dagegen haben sich die im Januar abgenommenen Stecklinge prächtig entwickelt. Besucher, die an diesem Sonntag der Einladung zum Tag des offenen Gartens folgen, müssen also auf Blütenvielfalt nicht verzichten.

Überall blüht es bei Familie Kaaz in Jeserig. Quelle: Frank Bürstenbinder

Verluste haben die hartnäckigen Spätfroste auch im Jeseriger Weißbirkenweg angerichtet. Magnolie, Feige und Rhododendron sind zum Teil abgefroren. Die anschließende Trockenheit bedeutete zusätzlichen Stress für die geschädigten Pflanzen. „Dann lieber Regenwetter“, findet Dagmar Kaaz, die sich mit ihrem Gatten an über 100 Fuchsiensorten. Einmal im Jahr teilen die Jeseriger ihren blühenden Reichtum mit interessierten Gartenfreunden. Dann kann bei einem Kaffee nach Herzenslust über die Schönheiten dieser mediterranen Art gefachsimpelt werden.

Die Fuchsiensorte „Windhapper“ ist besonders eindrucksvoll. Quelle: Frank Bürstenbinder

An die 100 Besucher werden über den Sonntag verteilt erwartet. Mit 2500 Quadratmeter ist der Privatgarten samt Wohnhaus groß genug, um den Besucheransturm bewältigen zu können. Mehrere hundert eingetopfte Fuchsien sind unter Schatten spendenden Bäumen verteilt. Die Sortenvielfalt reicht von Mini-Fuchsien, deren Blüten nur wenige Millimeter lang sind, bis hin zu den XXL-Versionen, bei denen die zurückgebogenen Kelchblätter mehrere Zentimeter lang sind. Den Winter verbringen die Kübelpflanzen im Keller, wo der Platz knapp wird.

Natürlich dreht sich beim „Tag des offenen Gartens“ nicht alles um Fuchsien, die so tolle Namen wie „Foxy Lady“ und „Red Spider“ haben. Als Mitglieder der Deutschen Fuchsiengesellschaft erfreuen sich Dagmar und Klaus Kaaz auch an anderen Arten, wie bei einem Rund gang durch den Garten unübersehbar ist. Das leuchtende Gelb des Sonnenhuts dominiert auch bei schlechtem Wetter das große Staudenbeet auf der Sonnenseite des Grundstücks, wo sich keine großen Bäume dem Sonnenlicht entgegenstellen. Taglilien in allen Farben sind in ihrer Spätphase immer noch schön anzusehen. Sonnenblumen blühen neben Indianernessel und Hibiskus. Bald schon kommen die ersten Dahlien, gefolgt von Herbstastern und Chrysanthemen. Was auffällt, sind die vielen Pelargonien, die vor allem Dagmar Kaaz in ihr Herz geschlossen hat.

Über 100 Fuchsiensorten sind am Sonntag beim „Tag des offenen Gartens“ in Jeserig zu sehen. Quelle: Frank Bürstenbinder

Bevor Familie Kaaz zum 14. Mal ihr Grundstück von 10 bis 16 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich macht, besucht das Ehepaar am Freitag und Sonnabend die Vollversammlung der Fuchsienfreunde auf der IGA in Berlin. Dann wird nämlich wie bei der BUGA 2015 in der Brandenburger Johanniskirche eine Fuchsienhalle eröffnet. Am Sonntag stehen sie dann ihrer Fangemeinde zur Verfügung. Wer aus Richtung Brandenburg nach Jeserig in den Weißbirkenweg 5 will, sollte Zeit für die Umleitung über Lehnin einplanen, weil die Bundesstraße 1 bei Wust voll gesperrt ist.

Ihre Liebe zu den Fuchsien haben die beiden Jeseriger auf der Landesgartenschau 2000 in Luckau entdeckt. Seitdem sind Besucher der Bundes- und Landesgartenschauen ein Muss. Das Schöne an ihrer Lieblingspflanze sei ihre Vielfalt und die lange Blüte bis zum ersten Frost.

Von Frank Bürstenbinder

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