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Brandenburg/Havel Hoffnungstaler Stiftung baut Wohnprojekt
Lokales Brandenburg/Havel Hoffnungstaler Stiftung baut Wohnprojekt
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12:25 30.01.2019
Das neue Wohnprojekt der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal entsteht in einem 50 Meter langen Riegel an der Krakauer Straße. Quelle: Kirsten Parmakerli
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Brandenburg/H

Das größte Projekt auf der Osthalbinsel wird gebaut. In diesen Tagen sind die Einladungen zum ersten Spatenstich am 25. Februar versandt worden: „Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal plant auf der Ostmühlenhalbinsel an der Krakauer Straße der Stadt Brandenburg an der Havel für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner der ehemaligen Landesklinik eine Wohnstätte, damit diese ein Leben so selbstständig wie möglich führen können. In diesem Haus sollen Menschen mit und ohne Einschränkungen ab dem Jahr 2020 nachbarschaftlich zusammenleben“, heißt es darin.

Die Stiftung hat im Jahr 2017 ein 2500 Quadratmeter großes Areal am Rande des lukrativen Wohngebietes auf der Halbinsel von Projektentwickler Bernd Jansen erworben und errichtet hier einen dreigeschossigen Riegelbau von 50 Metern Länge mit knapp 3000 Quadratmetern Nutzfläche.

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In den beiden unteren Etagen sollen 26 Menschen in Wohnungen und Wohngruppen unterkommen, die bislang in einem Heim auf dem Areal der Asklepios Fachklinik wohnten. Sie sind teilweise geistig behindert und haben psychische Erkrankungen. Im Obergeschoss soll es 13 frei vermietbare Wohnungen geben.

Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal wolle mit ihren Einrichtungen und Diensten dezentral vertreten sein, in möglichst kleinen Einheiten, sagt Stiftungschef Martin Wulff.

Es sei auch nichts Besonderes, in sehr gute Wohnlagen zu gehen, im Berliner Nobelquartier Alt-Stralau gebe es ähnliche Einrichtungen wie sie auf der Osthalbinsel geplant ist.

Die Planungen hätten einige Zeit in Anspruch genommen, es sei aber zu keiner Zeit daran gedacht worden, das Projekt aufzugeben, sagt Stiftungssprecher Wolfgang Kern. „Wir haben auch noch nicht mit irgendwelchen Beräumungen und vorbereitenden Arbeiten auf dem Areal begonnen.“

Das geschehe unmittelbar nach dem Spatenstich, jetzt habe man in erster Linie die künftigen Nachbarn auf der Halbinsel sowie die beteiligten Behörden informieren wollen.

Von André Wirsing