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Brandenburg/Havel Das Brandenburger Theater macht Theater
Lokales Brandenburg/Havel Das Brandenburger Theater macht Theater
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17:21 30.07.2019
Häufig bleiben im Brandenburger Theater viele Plätze leer, wenn die Verbundpartner trotz großartiger Stücke gastieren. Ob sich das mit dem neuen Spielplan ändert, wird die nächste Saison zeigen. . Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Eigentlich hat das Brandenburger Theater (BT) doch alles, was es braucht: Mit Christine Flieger eine Geschäftsführerin, mit Frank Widmaier einen Künstlerischen Leiter und mehr Geld, jetzt, da die neue Spielsaison beginnt. So schreibt Kulturministerin Martina Münch: „Mit Hilfe des bundesweit einmaligen Theater- und Orchesterrahmenvertrages steht die Finanzierung des BT auf einem soliden Fundament.“ Das Land zahlt mehr, wodurch das BT „erstmalig langfristig Planungssicherheit und größere Gestaltungsspielräume“ bekommt.

Alles da, was man braucht

Viel zu sehen war davon bisher nicht. Erstmals seit Jahrzehnten ist mit dem Beginn der Spielzeit Anfang August das neue Programm nicht vorgestellt worden. „Leider ist es uns aus zeitlichen und organisatorischen Gründen nicht gelungen, eine Spielplan-Konferenz durchzuführen“, schreibt Christine Flieger. Auf Bitten der MAZ verschickte das BT aber eine PDF des Spielplans, der dann Mitte August auch gedruckt ist. Erst dann sind die Veranstaltungen auch buchbar.

Da die Stadt vom Land erheblich entlastet wird, kann das Rathaus der BT GmbH neben dem „normalen“ Jahreszuschuss von rund 1,5 Millionen Euro zusätzliche 2019 noch 700 000 Euro für Kultur wie die Wiederbelebung der Schauspielsparte und die Etablierung eines Sommerfestivals sowie 100 000 Euro für den Abbau des Instandhaltungsrückstaus geben, freut sich OB Steffen Scheller. Unerwähnt bleibt, dass unter Fliegers Vorgänger Klaus Deschner Hunderttausende, für die Kultur gedachte Gelder, nicht ausgegeben wurden. Und wofür fließt das Geld 2019/20? Zum größten Teil in Personalkosten.

14 Premieren angekündigt

Doch auch in zahlreiche Aufführungen und eingekaufte Produktionen aller Art. Widmaier will zudem „wieder mehr selbst produzieren.“ Er schreibt: „Insgesamt 14 Premieren – quer durch alle Sparten der Kunst – planen wir für 2019/20. Im April wurde ein Laien-Theaterchor gegründet, um in der Sparte Musiktheater in „Mein Freund Bunbury“ (Premiere 4. Oktober) „durch Akteure aus unseren eigenen Reihen zu besetzen.“ Ähnlich funktioniere die Eröffnung der Spielzeit: Das Open-Air-Schauspiel „Grete Minde“ (6. September) auf dem Marienberg führe Jugendtheater und Bürgerbühne mit professionellen Schauspielern zusammen. Mit einer Kinderoper „Cinderella“ (Premiere 7. Juni) würde das BT dutzende Kinder und Jugendliche mit einem professionellen Team vorbereiten.

Konzept: Laien und Profis machen Theater

Das Konzept von überregionalen Künstlerengagements und der Mitwirkung von lokalen Kräften in Schauspiel, Gesang, Tanz und Instrumentalmusik hält Widmaier für das „Geheimnis des Stadttheaters der Zukunft“. Mädelsabend“, eine Komödie von Ilja Hübner (7. September) hat Widmaier ebenso ins Programm genommen, wie „Aretha Franklin Abend“ (20. September) und „Die Hexenschule“, die das Kasmet-Ballett auf die Bühne bringen. Schauspiele wie „Verletzte Jugend“ von Falk Richter (18. April), „Hans im Glück“ von Peter Ensikat oder Goethes Faust werden in Studio-, Probebühne oder im Foyer zu sehen sein.

DDR-Stück als Hoffnungsträger des BT

Im großen Haus werden an Eigenproduktionen Cinderella, Ahead of Struwelpeter (Kammeroper in englischer Sprache – Uraufführung 30. Oktober) und „Mein Freund Bunbury“ zu erleben sein. Dieses Werk, 1964 in der DDR uraufgeführt wurde, ist ein Musical mit Musik von Gerd Natschinski. Acht Sinfoniekonzert-Programme, die mehrfach aufgeführt werden, wird es geben. Fünf davon wird Chefdirigent Peter Gülke dirigieren. Dazu kommen ein Vielzahl großer und kleiner Konzerte, Kammermusik und Gastspiele im Umland, Film- und Festkonzerte, Schlagermusical und der „Fliegende Holländer“ als Cottbusser Beitrag zum Verbund.

Gleiches gilt für das Schauspiel: Die Potsdamer und Senftenberger Bühne sind ebenso dabei wie freie Gruppen. Ein volles Haus versprechen die Auftritte von Anna Loos oder Katharina Frank, die Abba-Tribute-Show oder die Klamauk-Experten Ingo Appelt, Bernhard Hoecker, Bernd Stelter, Rüdiger Hoffmann oder Baumann und Clausen.

Die Saison steht unter dem Motto „Freiräume“.

Von Benno Rougk

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