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Brandenburg/Havel Das Spielparadies in der Bergstraße
Lokales Brandenburg/Havel Das Spielparadies in der Bergstraße
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14:03 12.08.2019
Viel Freude herrscht über den neu gestalteten Spielplatz und den Hof in der Kita in der Bergstraße. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Noch vor ein paar Monaten schossen bei Regen die Sturzbäche über Spielplatz und Garten bis in den Hof der Kita Bergstraße an der Südostseite des Marienbergs. Jetzt haben die 40 Mädchen und Jungen in der von der Sankt-Gotthard und Christusgemeinde betriebenen Einrichtung eines der schönsten Spielparadiese in der Stadt.

„Unglaubliche Verwandlung“

Katrin Specht von der Kita in der Bergstraße und Martin Pieper vom Liegenschaftsbetrieb GLM. Quelle: Rüdiger Böhme

Katrin Specht ist die stellvertretende Leiterin, sie staunt selber: „Es ist eine unglaubliche Verwandlung. Ich hätte nie geglaubt, dass hier irgendwann etwas wächst.“ Das Schöne ist auch gleichzeitig das Nützliche: Die Fläche wurde am Berg etwas verkleinert von 2500 auf 2100 Quadratmeter. Zwischen den schützenden abgestuften Palisadenzäunen verstecken sich Schottermulden, die das Oberflächenwasser auffangen. Auch unter den Rasenflächen in der Mitte mit vielen verschiedenen Gräsern gibt es Rigolen als Wasserabläufe. Eine gepflasterte Schwelle am obersten Treppenabsatz lenkt den Rest des Regenwassers nunmehr in geordnete Bahnen, in der Hofecke zwischen den in U-Form angeordneten Gebäuden kommt kaum noch etwas an.

Bodenaustausch war notwendig

„Die alten Flächen waren immer bespielt und damit fest, so dass das Wasser nicht versickern konnte, sondern unkontrolliert ablief“, sagt Martin Pieper, er ist Projektleiter bei städtischen Liegenschaftsbetrieb GLM. Nach umfangreichen Bodenaustausch konnten Teilflächen nun auch bepflanzt werden.

Geld von Land und Bund

Es war auch ein Glück, dass wenigstens noch eine Teilförderung aus dem Kommunalinvestprogramm zustande kam, obwohl die Stadt schon mit dem Umbau begonnen hatte. Von den 380.000 Euro Kosten übernahmen Bund und Land 180.000 Euro, 200.000 steuerte die Kommune bei.

Plätze zum Spielen und Verstecken

Jetzt gibt es in der Bergstraße ganz viele unterschiedliche Flächen. Die riesige Sandgrube mit den Klettergerüsten wird umgeben von der nun durchgehenden Rollerbahn. Rutsche und Schaukel sind vorhanden, neu ist ebenfalls eine große Kletterspinne in Pyramidenform.

Es gibt für die Kinder Plätze zum gemeinsamen Spielen, aber auch Rückzugsorte oder Räume, die entdeckt werden wollen. Zur „Abenteuer-Party“ geht es auch einmal vor den Zaun, auf der nicht mehr so häufig genutzten Fläche steht noch eine „Ritterburg“ inmitten der wuchernden Natur. „Das ist ja gerade das Schöne, dass die Kinder frei Wahl haben, was sie gerade machen wollen“, fasst Katrin Specht die Vorzüge zusammen.

Bäume bieten genügend Schutz

Und noch einen gewaltigen Vorteil hat das Areal mit seinen alten Linden, Kastanien und Ahornbäumen. „Wir können fast immer draußen sein mit den Kleinen. Die Bäume bieten Schutz, wenn es mal ein paar Tropfen regnet. Sie spenden auch Kühle und Schatten, wenn es draußen sehr heiß ist“, sagt die Kindergärtnerin.

Kaum Firmen für die „Frickelei“

Für den GLM-Verantwortlichen Pieper war das Bauvorhaben auch kein ganz einfaches. Zwar hat er 2014 schon einmal die Einfahrt reparieren lassen, kannte also das Areal. Doch das Gartrendenkmal, auf dem früher ein Ausflugslokal stand, hat seine speziellen Erfordernisse. Zudem findet man ohnehin derzeit schwer Firmen. „Und wenn, dann wollen sie ,Strecke machen’, vielen ist das hier zu frickelig und kleinteilig.“ Nicht zuletzt erfolgten alle Arbeiten beim laufenden Betrieb. Das war allerdings kein Nachteil. Die Kleinen haben sich die Nasen am Fenster plattgedrückt, weil sie unbedingt den Bauleuten beim Arbeiten zusehen wollten. Und die Arbeiter wurden vom Kita-Team mit verpflegt.

Auch die GLM-Kollegen staunen

Selbst vor seinen GLM-Kollegen musste sich der Projektleiter rechtfertigen. „Mensch Pieoper, was machst du da eigentlich den ganzen tag, hhaben sie mich gefragt. Dann habe ich für meine Leute eine eigene Führung organisiert. Dabei staunten sie nicht schlecht.“ In der Tat liegen Kita mit Garten und Spielplatz einigermaßen gut versteckt. Aber das soll ja fürs Paradies auch zutreffen.

Von André Wirsing

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