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Brandenburg/Havel Brandenburg ist eine Stadt mit wenig Wohlstand und hohen Risiken
Lokales Brandenburg/Havel Brandenburg ist eine Stadt mit wenig Wohlstand und hohen Risiken
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12:34 14.07.2019
Mit Wohnungen sieht es in Brandenburg/Havel trotz der aktuellen Abrisse verhältnismäßig gut aus. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Die Zukunftsaussichten für Brandenburg/Havel sehen Wirtschaftsforscher so wenig rosig wie vor drei Jahren. Die Stadt scheint in deren Betrachtung zu stagnieren, nachdem es seit dem Jahr 2007 abwärts gegangen ist.

Im aktuellen „Zukunftsatlas Regionen 2019“ des schweizerischen Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos belegt Brandenburg/Havel Platz 370 von 401 kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland. Eine minimale Steigerung um fünf Plätze im Vergleich zum jüngsten Ranking aus dem Jahr 2016.

Einzelergebnisse für Brandenburg/Havel

Gesamtwertung: Rang 370 (2016: 375).

Dynamik: Rang 181 (2016: 268).

Stärke: Rang 378 (2016: 379).

Demografie: Rang 317 (2016: 186).

Arbeitsmarkt: Rang 339 (2016: 341).

Innovationskraft: Rang 311 (2016: 354).

Wohlstand: Rang 369 (2016: 380).

Brandenburg/Havel sieht das Institut keineswegs gut aufgestellt für die Zukunft. Sie bescheinigen der Havelstadt „hohe Zukunftsrisiken“. Prognos hat Deutschlands Städte und Kreise eingeteilt in acht Gruppen von denen mit „besten Chancen“ zu denen mit „sehr hohen Risiken“.

Brandenburg/Havel landet wie die nur ein wenig höher platzierten Städte Cottbus und Frankfurt/Oder in der zweitschlechtesten Gruppe.

In seinem Zukunftsatlas 2019 bewertet das Schweizer Institut alle 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland nach den Kriterien Dynamik, Stärke, demografische Entwicklung, Arbeitsmarkt, Innovationskraft und Wohlstand. Das geschieht seit 2004 im Abstand von immer drei Jahren.

Vor zwölf Jahren noch im Mittelfeld

Vor zwölf Jahren bescheinigte Prognos der Havelstadt noch „ausgeglichene Chancen und Risiken“. Mit Rang 247 erreichte Brandenburg/Havel damals das deutsche Mittelfeld unter den seinerzeit 439 Städten und Kreisen.

Doch von da an ging’s bergab in der Bewertung. Die Stadt rutschte nach und nach ab auf Rang 375, den sie in diesem Jahr nur unwesentlich verbessert hat.

Auffällig ist, dass die Wirtschaftsforscher Brandenburg/Havel seit 2007 eine vergleichsweise gute Dynamik bescheinigen. Auch in diesem Jahr erreicht die Stadt in der Hinsicht auf deutschlandweit Rang 181 eine passable Bewertung.

Dynamik schlägt nicht durch

Doch schlägt diese sich seit mehr als einem Jahrzehnt nicht nieder bei Bewertungsmaßstäben wie aktuelle wirtschaftliche Stärke, Wohlstand und Innovationskraft. Bei all diesen Kriterien ist Brandenburg/Havel weiterhin bundesweit im Schlussviertel zu finden.

Hinter Brandenburg/Havel rangieren im aktuellen Prognos-Zukunftsatlas noch die Brandenburger Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Uckermark, Elbe-Elster, Prignitz und Spree-Neiße.

Potsdam-Mittelmark und das Havelland sind auf den Plätzen 216 und 311 besser bewertet. Die Landeshauptstadt spielt ohnehin in einer anderen Liga.

Hohe Risiken statt Chancen

Wo Brandenburg/Havel auf Rang 370 „hohe Risiken“ haben soll, sieht Prognos bei Potsdam auf Rang 92 „hohe Chancen“.

Nur in einem Punkt schneidet Brandenburg/Havel besser ab. Im Prognos-Immobilienatlas. Der Wohnungsmarkt in der Wiege der Mark wird zwar als angespannt eingeschätzt, weise aber lediglich eine „durchschnittliche Wohnungsbaulücke“ auf.

Dagegen sehen die Schweitzer Wirtschaftsforscher die Versäumnisse im Wohnungsbau in Potsdam „stark überdurchschnittlich“.

Von Jürgen Lauterbach

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