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Brandenburg/Havel Stadtverwaltung lobt Projekt zur Laubentsorgung
Lokales Brandenburg/Havel Stadtverwaltung lobt Projekt zur Laubentsorgung
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13:10 26.11.2018
Keine Bedenken zum Projekt: Fachgruppenleiterin Kristin Ohme und Verwaltungsmitarbeiter Christian Förster vor einem Laubcontainer.
Keine Bedenken zum Projekt: Fachgruppenleiterin Kristin Ohme und Verwaltungsmitarbeiter Christian Förster vor einem Laubcontainer. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Bis Montag standen die fünf Laubcontainer noch, die von den Freien Wählern in einem Pilotprojekt in Brandenburg an der Havel aufgestellt wurden. Die Behälter sollten Grundstücksbesitzer entlasten, die von der Laubbeseitigungspflicht betroffen sind.

Die Fortführung des Projekts in den Folgejahren hängt von der ordnungsgemäßen Nutzung der Behälter ab. Neben Herbstlaub ließ sich jedoch auch Gartenabfälle in den Containern finden (die MAZ berichtete). Das sei jedoch kein Problem, schätzt die Stadt ein.

Die Pflichten der Anlieger

„Das Projekt ist aus unserer Sicht nicht schief gelaufen“, sagt Kirstin Ohme, Fachgruppenleiterin für Umwelt und Natur. „80 Prozent des bisher vorgefundenen Inhalts der Container ist Laub, der Rest ist Grünschnitt, der dort nicht hinein gehört.“ Gemäß der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung der Stadt müssen Anlieger, die für die Reinigung von Gehwegen zuständig sind, das anfallende Herbstlaub beseitigen. Die gilt auch für das Blattwerk städtischer Bäume.

„Es lässt sich schwer feststellen, ob es sich bei dem entsorgten Laub um Blätter von der Straße oder aus einem Garten handelt“, erläuterte Ohme. Das bestätigt auch Verwaltungsmitarbeiter Christian Förster, der die fünf Container regelmäßig kontrollierte, und ebenfalls keine groben Verstöße feststellte. Das Unternehmen, das die Container regelmäßig leerte, hätte ebenfalls keine Probleme bei der Entsorgung gemeldet.

Keine gefährlichen Abfälle

Auch konnten bislang keine gefährlichen Abfälle in den Laubcontainern nachgewiesen werden. Bei einem ähnlichen Projekt der Stadt sei dies jedoch anders gewesen. „Wir hatten vor etwa 15 Jahren bereits in der Otto-Gartz-Straße einen öffentlichen Behälter zur kostenlosen Laubentsorgung aufgestellt“, erinnert sich Kristin Ohme.

„In diesem Container sind sogar ganze Waschmaschinen gelandet.“ Daraufhin verabschiedete sich die Stadt vorerst von solchen Projekten, und bot stattdessen kostenpflichtige Laubsäcke an. „Denn kostenlose Angebote werden häufig missbraucht“, bedauert Ohme.

Jetzt steht die Auswertung an

Sollte es zu einer Fortführung des Projektes kommen, müsse man eine zukünftige Müllentwicklung in den Containern genau beobachtet werden. „Eine Auswertung des Pilotprojektes mit den Stadtverordneten steht als nächstes auf dem Plan“, sagt Umweltexpertin Kristin Ohme. „Ob es zu einem flächendeckenden Einsatz der Container im nächsten Jahr kommt, ist natürlich eine Finanzierungsfrage.“

Für Ohme sei es nur gerecht, wenn die Behälter dann überall dort stehen könnten, wo Bürger für die Entsorgung des Laubes öffentlicher Bäume in der Pflicht stehen. „Dann auch länger als die bisherigen zwei Wochen“, versichert Ohme. „Das Interesse der Bürger besteht auf jeden Fall.“

Von Tobias Wagner

25.11.2018
25.11.2018