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Brandenburg/Havel Stadtwerke investieren 12,7 Millionen Euro
Lokales Brandenburg/Havel Stadtwerke investieren 12,7 Millionen Euro
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20:04 26.02.2015
Benno Felsch (links) hat Großes vor. Quelle: Archiv
Brandenburg an der Havel

Das Vorhaben hat der Aufsichtsrat jetzt einstimmig bewilligt. Für elf Millionen wird eine Turbine komplett ausgetauscht, die andere generalüberholt, also komplett zerlegt und alle Verschleißteile erneuert. Das soll im nächsten Jahr passieren, das Unternehmen braucht den entsprechenden Vorlauf, sagt der technische Geschäftsführer Benno Felsch. „Wir müssen europaweit ausschreiben und die Aktionen gut vorbereiten, weil uns nur ein relativ geringes Zeitfenster bleibt.“

Nur von Mai bis Oktober kann der Austausch gelingen, alles andere wäre unwirtschaftlich. In der kühleren Jahreszeit werden beide Turbinen gebraucht. Eine sorgt für die so genannte Grundlast, das ist der Wärme- und Energiebedarf, der sowieso gebraucht wird. Das übernimmt die neue Turbine, weil das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Bafa, die ersten 30.000 Betriebsstunden mit erklecklichen KWK-Vergütungen fördert. Die Buchstaben stehen für „Kraft-Wärme-Kopplung“.

Die zweite Turbine übernimmt die so genannte Spitzenauslastung – wenn irgendwo am Markt Energie knapp wird, weil Windräder still stehen und die Sonne die Kollektoren nicht antreibt, wird zusätzliche Energie ins Netz gedrückt – das lassen sich die Stadtwerke dann entsprechend gut entlohnen.

Seit 18 Jahren in Betrieb

Seit 1997 sind die beiden Gasturbinen der Stadtwerke in Betrieb.
Jede der beiden bringt 18,5 Megawatt elektrischer Leistung und 25Megawatt Wärmeleistung.
Regelbrennstoff ist Erdgas, ersatzweise extraleichtes Heizöl.
Das Funktionsprinzip basiert auf den beiden Turbinen und zwei Abhitzkesseln, in denen Dampf mit 130 Grad Temperatur und bis elf Bar Druck erzeugt wird.
Fernwärme-Spitzenlast wird abgefedert durch vier Heißwassererzeuger mit einer Feuerungswärmeleistung von jeweils 20 Megawatt.
Sinkt der Wärmebedarf unter die technische Mindestlast, werden nacheinander die beiden Gasturbinen abgeschaltet und Wärme aus den entsprechenden Speichern entnommen.
Davon gibt es ebenfalls vier Stück mit jeweils 16 Gigawattstunden Speicherkapazität.

Noch in diesem Jahr wird die komplette Software erneuert, über eine kluge Ansteuerung lassen sich bessere Effizienzgrade erreichen. „Das ist aber auch nicht so ganz einfach, weil wir im laufenden Betrieb die Programme anpassen und wir durchgängig beispielsweise Heißwasser bereitstellen müssen“, sagt Felsch. Überlegt worden sie auch, auf kleinere Aggregate umzurüsten, weil die großen Turbinen nur ganz selten auf Volllast gefahren werden, „doch sehen die Wirtschaftsberechnungen darin keinen nennenswerten Vorteil“.

In diesem und im nächsten Jahr werden für insgesamt 1,7 Millionen Euro zusätzlich die beiden dezentralen Blockheizkraftwerke in der Warschauer- und in der Zauchestraße erneuert – auch dies, weil bald die Grenzlaufzeiten erreicht sind. Der Stadtwerkekunde wird von alldem nichts merken, er hat immer Strom und Fernwärme.

Von André Wirsing

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