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Brandenburg/Havel Strom aus der Zapfsäule wird kostenpflichtig
Lokales Brandenburg/Havel Strom aus der Zapfsäule wird kostenpflichtig
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16:27 29.12.2019
Die Stromtankstelle der Stadtwerke in der Packhofstraße lässt sich bisher noch kostenlos anzapfen. Damit ist bald Schluss. Die neue, eichrechtlich zugelassene Zapfsäule ist schon aufgebaut. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Neue Zapfsäule, neues Glück, könnte man meinen. Doch die Besitzer von Elektroautos in der Stadt Brandenburg/Havel werden das in absehbarer Zeit anders sehen. Denn die Stadtwerke Brandenburg/Havel möchten für ihre Leistungen an den eigenen E-Ladestationen demnächst bezahlt werden.

Aufladen zum Nulltarif wird es bald nicht mehr geben, bestätigt Stadtwerke-Geschäftsführer Uwe Müller auf Anfrage. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass der Strom aus der Steckdose Geld kosten wird.

„Das Bezahlmanagement wird demnächst kommen“, sagt der Geschäftsführer, nennt aber noch keinen Zeitpunkt und keine Tarife. Zum Jahreswechsel werden die E-Autofahrer der Stadt auf jeden Fall noch unbehelligt bleiben.

Eichrechtlich zugelassene Zähler

Vor etwa zwei Wochen haben die Stadtwerke ihre Ladestationen an der Werft in der Packhofstraße 31 abgebaut. Inzwischen stehen dort die neuen Zapfsäulen.

„Sie haben eichrechtlich zugelassene Zähler, sodass wir ein Bezahlsystem einführen können“, berichtet Uwe Müller. Am Brandenburger Hauptbahnhof stehen noch die alten Ladesäulen.

Diese alten Ladesäulen am Hauptbahnhof Brandenburg werden demnächst gegen eine eichgerechte Station ausgetauscht. Quelle: Jürgen Lauterbach

Der Stadtwerke-Chef rechnet damit, dass die Umstellung auf bezahlten Strom aus den Ladestationen im ersten Jahresquartal kommt. Müller kündigt an, dass die Stadtwerke rechtzeitig über alle Veränderungen informieren werden. Natürlich auch über die Modalitäten, wie genau das Stromzapfen abgerechnet wird.

Vermutlich wird es Ladekarten geben. In der Vergangenheit war auch von einer Flatrate die Rede.

17 Ladesäulen im Stadtgebiet

Zu den Veränderungen in Brandenburg/Havel wird ein deutlich größeres Netz an Ladestationen gehören. Den E-Autofahrern wird mehr geboten als bisher. Statt vier soll es im nächsten Jahr Strom aus 17 Ladesäulen im Stadtgebiet geben. Die meisten davon möchten die Stadtwerke selbst betreiben.

Das städtische Energieunternehmen reagiert mit der Ausweitung auf die gestiegene Nachfrage und rechnet mit einer weiteren Entwicklung der E-Mobilität in der Stadt. Mit den Zusatzangeboten sollte sich erst einmal der Wettstreit um eine der raren Ladestellen entspannen.

Seit einem Jahr geplant

Der Abschied vom seit Jahren verschenkten Strom für E-Auto- und E-Fahrradbesitzer ist übrigens schon seit längerer Zeit angekündigt. Erste Informationen dazu hatte es im Februar 2019 gegeben, als 65 Elektroautos durch Brandenburg rollten.

Ende 2018 war das städtische Unternehmen, das vor mehr als fünf Jahren die ersten Stromsäulen in der Stadt aufgestellt hatte, dem Verbund Ladenetz.de beigetreten, dem viele andere Stadtwerke angehören.

30 Steckdosen in Potsdam-Mittelmark

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark lässt sich an ungefähr 30 öffentlichen Steckdosen Strom tanken.

Dort kostet der Strom bislang pauschal sieben Euro pro Aufladevorgang. Im nächsten Jahr sollen es nach Angaben der EMB Mark Brandenburg für einen Kleinwagen um die acht Euro sein, für ein großes Fahrzeug wie den Tesla 40 bis 45 Euro pro Vollladung.

Von Jürgen Lauterbach

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