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Brandenburg/Havel Städtisches Klinikum braucht mehr Betten und größere Notaufnahme
Lokales Brandenburg/Havel Städtisches Klinikum braucht mehr Betten und größere Notaufnahme
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12:10 08.02.2020
Die Rettungsstelle im Klinikum Brandenburg/Havel benötigt mehr Platz. Das städtische Krankenhaus hofft, dass der 2018 gestellte Antrag bewilligt wird. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Das städtische Klinikum ist zuversichtlich, dass es den gestiegenen Patientenandrang in absehbarer Zukunft besser bewältigen kann. „Wir haben beim Land wegen der gestiegenen Auslastung eine Erweiterung der Bettenzahl beantragt“, berichtet Geschäftsführerin Gabriele Wolter.

Die Brandenburger Krankenhaus-Chefin hat Signale aus Potsdam erhalten, dass das Land zusätzlich 27 Planbetten bewilligen wird. „Das entspricht immerhin einer ganzen Station“, erklärt Wolter.

Mehr als 85 Prozent Auslastung

Als Grundlage für die Anzahl von Stationsbetten in einem Krankenhaus nimmt das Gesundheitsministerium eine Auslastung von 85 Prozent der Stationsbetten. Das städtische Klinikum liegt inzwischen ständig deutlich über diesem Auslastungsgrad.

Seit 2015 verzeichnet die Geschäftsführerin eine Zunahme an stationäre Behandlungsfällen. Sie fällt nach ihren Worten zusammen mit der Etablierung der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB).

Die Patientenzahl ist zwischen 2015 und 2019 von grob gerechnet 22.000 auf 25.000 Patienten gestiegen. Die Brandenburger Kinderklinik, die mit Potsdam das eigenständige gemeinsame Klinikum Westbrandenburg bildet, ist in diese Zahl nicht einbezogen.

Mehr Patienten wegen Schließung in Lehnin

Bedarf an Krankenhausbetten im Brandenburger Klinikum entsteht zusätzlich, weil das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin am Standort Lehnin die Klinik für Innere Medizin mit 55 Betten zugunsten der geriatrischen Rehabilitation schließt.

Starke Auslastung melden besonders die Brandenburger Kliniken für Innere Medizin sowie für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Die 27 zusätzlichen Betten für das Brandenburger Klinikum würden daher in gewissem Umfang die Verlagerung nach Brandenburg/Havel ausgleichen, weil die Station in Lehnin nicht mehr zur Patientenversorgung zur Verfügung steht.

Immerhin aber würde das städtische Klinikum nach der Erweiterung auf gut 461 Betten (ohne Kinderklinik) beinahe den errechneten Bedarf von 480 Krankenhausbetten erreichen.

Erweiterungen im Asklepios-Fachklinikum

Die Auslastung der Stationsbetten im Asklepios-Fachklinikum Brandenburg ist im Vergleich zu 2017 gestiegen. 2018 und 2019 habe sie sich nicht verändert, teilt Geschäftsführerin Daniela Wolarz-Weigel mit. Sie bezieht sich auf die die Bereiche Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie, Erwachsenenpsychosomatik, Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie sowie Neurologie.

Die Klinik ist nach ihren Worten generell stark ausgelastet und hat in den Jahren davor Planbettenerweiterungen nach entsprechenden Anträgen an die Landesregierung erfahren.

Das Krankenhaus auf dem Görden hat in der Folge neue Tageskliniken eröffnet und mehr Planbetten in der Erwachsenenpsychiatrie im Landeskrankenhausplan zugeteilt bekommen.

Die Klinik für Psychosomatik mit einer Tagesklinik ist Wolarz-Weigel zufolge neuer Bestandteil des Krankenhausplanes des Landes Brandenburg.

Ungelöst ist noch immer das große Platzproblem in der Rettungsstelle des Klinikums in der Hochstraße. An etlichen Tagen müssten die Notfallpatienten, einige von ihnen auf Tragen, beengt auf ihre Versorgung warten, bedauert Gabriele Wolter.

Einen Antrag auf Vergrößerung habe das Klinikum bereits im Jahr 2018 beim Land gestellt. Doch in Potsdam wartet man zunächst darauf, wie das Bundesgesundheitsministerium die Reform der Notfallversorgung gestaltet und wie dabei die „integrierten Notfallzentren“, also die Rettungsstellen.

Bund schreibt an Gesetz für Notaufnahmen

Denn überlaufene Notaufnahmen sind überall in Deutschland ein Problem. Mit dem ersten Entwurf aus dem Hause des Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) hätte das Brandenburger Klinikum gut leben können, erklärt die Geschäftsführerin.

Doch die überarbeitete Fassung falle deutlich ungünstiger aus. Was das für das Jahresende angekündigte Gesetz genau bringen wird, sei also abzuwarten.

Von Jürgen Lauterbach

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