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Brandenburg/Havel 124 Wohnungen entstehen auf dem Areal der alten Stärkefabrik
Lokales Brandenburg/Havel 124 Wohnungen entstehen auf dem Areal der alten Stärkefabrik
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20:57 28.10.2019
13 Häuser mit 124 Wohnungen errichtet die Semmelhaack-Gruppe derzeit an der Neuendorfer Straße. Quelle: Stefan Krüger Computergrafik
Brandenburg/H

Geschäftiges Bau-Treiben an der Neuendorfer Straße: Neben dem neuen Rewe-Center wächst auch noch eine ganze Wohnsiedlung aus dem Boden. „13 Häuser, 124 Wohnungen und 25 Millionen Investitionssumme“, fasst Axel Witt in einem Halbsatz zusammen. Er ist Chef der Unternehmenskommunikation der Semmelhaack Wohnungsunternehmen in Elmshorn.

Bekannt für Projekte in Potsdam

Die Firmengruppe engagiert sich erstmals in der Havelstadt. In der Region bekannt ist sie durch Projekte in Potsdam nahe des Hauptbahnhofs sowie in Eiche mit Wohnen für Studenten und Senioren.

Lars Weigelt ist Vertriebschef für die Wohnungen in der Neuendorfer Straße. Quelle: Jaqueline Steiner

„In Potsdam gibt es zwar einen Wohnungsbedarf, aber kaum noch bezahlbare Grundstücke. Deswegen haben wir uns im Umkreis umgeschaut und sind auf Brandenburg an der Havel gekommen“, sagt der regionale Vertriebschef Lars Weigelt.

Die Stadt habe eine Super-Verkehrsanbindung, vom Wohngebiet aus seien es nur zwei Kilometer zum Hauptbahnhof. Zudem sei Brandenburg durch viele Sanierungen und Neubauten attraktiv geworden, hinzu komme der Wasserreichtum.

Beinahe lautlos wächst die Baustelle für eine neue Siedlung an der Neuendorfer Straße unweit des Zentrumsrings. Die MAZ hat sich schon einmal bei den Arbeiten umgeschaut.

Erwerbs-Chance schnell genutzt

Zu Jahresbeginn gab es die Chance: Der Erwerber der ehemaligen Stärkefabrik Stephan Skalda verkaufte das Wohngebiet an die Firmengruppe von Theodor Semmelhaack. „Wir haben auch die Planungen von Salmann und Partner gleich mit erworben, um schnell zum Bauen zu kommen“, sagt Weigelt.

Die ersten Wohnungen sollen im Sommer 2020 bezugsfertig sein, fast parallel zum Rewe-Center. Zum Jahresende wird das Projekt abgeschlossen. Ab März/April gibt es eine Musterwohnung zu sehen. Derzeit wird noch an den Exposés geschrieben.

Erste Bewerbungen liegen schon vor

Der Vertrieb wird von Potsdam aus gesteuert, erste Bewerbungen sind schon eingegangen. „Wir sammeln auch nicht und suchen uns dann die besten Bewerbungen raus. Unser Prinzip ist es, in der Reihenfolge des Eingangs zu vergeben, sobald die nötigen Unterlagen vorliegen. Das ist in der Regel der Einkommensnachweis“, sagt Weigelt.

Es gebe keine Zweckbindungs- oder Sozialwohnungsvorgaben, das Projekt ist ohne Förderung frei finanziert. Immerhin errichtet Semmelhaack nun fast gleichzeitig 4500 Wohnungen deutschlandweit, wie Witt aus der Zentrale sagt.

Kaltmiete bis zu elf Euro pro Quadratmeter

Die Kaltmiete in den Brandenburger Wohnungen liegt bei neun bis elf Euro je Quadratmeter. Zur Straße hin ist es preiswerter als direkt am Wasser, wo das Unternehmen extra eine lange Spundwand neu einziehen musste.

Die Wohnungen haben jeweils zwei bis vier Zimmer, die Wohnfläche reicht von 53 bis zu reichlich 150 Quadratmetern, unter anderem gibt es zwei Penthouse-Wohnungen am Wasser. Die Wohnungen sind barrierearm gestaltet, das heißt, es gibt so gut wie keine Schwellen, Aufzüge sind in jedem Haus und bodentiefe Duschen in jeder Wohnung.

Die Bäder sind teilweise innen liegend mit Abzugsanlagen, alle Küchen sind mit Einbauküchen samt Geräten ausgestattet. Die Zimmerhöhen liegen bei 2,50 Meter. Zu jeder Wohnung gehört ein Balkon beziehungsweise eine Loggia oder Mini-Terrasse. Geheizt wird über Fernwärme. Die Wohnungen werden nach dem Energie-Sparstandard KfW 55 hergerichtet.

Mehr Stellplätze als Wohnungen

„Wir errichten auch mehr Stellplätze als Wohnungen. Wenn eine Mietpartei mehrere Autos hat, kann sie entsprechend Stellplätze anmieten“, sagt Weigelt. Das Mieterbüro wird in Potsdam sein, jeder Mieter hat aber von Montag bis Freitag seinen direkten Ansprechpartner, „da versandet niemand in irgendeiner Telefon-Hotline“. Instandhaltungs- und Reparaturservice soll über lokale Hausmeisterservices beziehungsweise Handwerksfirmen organisiert werden.

Es ist wahrscheinlich, dass das Immobilienunternehmen noch mehr Projekte hier realisiert. Erst jüngst wurde ein Grundstück an der Alten Krakauer Straße erworben, sagt Weigelt. Bei einem weiteren Grundstück sei man noch in Verhandlungen.

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Von André Wirsing

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