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Brandenburg/Havel So saniert die TAG ihre Wohnungen auf dem Görden in Brandenburg/Havel
Lokales Brandenburg/Havel So saniert die TAG ihre Wohnungen auf dem Görden in Brandenburg/Havel
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10:39 11.07.2019
Wohnung im Musteraufganges in der Gördenallee 168. Hier werden Wohnungen durch die TAG Wohnen saniert. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

180 Briefe mit Einladungen hat Julia Döpke von TAG Wohnen verschickt. Fast alle Empfänger sind am Mittwoch gekommen, um vier Musterwohnungen in der Gördenallee 168 zu besichtigen. Die Brandenburger stehen alle auf einer Reservierungs- und Wunschliste für eine neue Wohnung. Nun konnten sie sich ein eigenes Bild machen.

An einem Wochentag morgens um 10 Uhr ist das schon ein ungewöhnlicher Zulauf: Mehr als 150 Menschen interessieren sich für die Musterwohnungen der TAG, die mit dem Sanieren an der Gördenallee beginnt.

Die Aktion ist gleichzeitig Auftakt für eine komplexe Sanierung. In sieben Häusern entlang der Gördenallee zwischen Beethoven- und Mozartstraße werden aus 138 Wohnungen 104. Die alten Bestände waren zu klein, zu dunkel, teilweise mit Ofenheizung sowie ohne Balkone und Fenster. Nun soll es zeitgemäße Grundrisse geben, geplant sind Ein- bis Vierraumwohnungen in Größen zwischen 32 und 100 Quadratmetern. Für die größeren Einheiten werden 13 Maisonette-Wohnungen hergerichtet.

Baustart im August

Baustart soll im August sein, der Bauabschnitt soll bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein. Noch laufen letzte Verhandlungen mit dem Bauamt, für die ersten drei Aufg#änge gibt es schon Genehmigungen. Das Bonbon-Rosa am Musterhaus hat sich aber nicht durchgesetzt, jetzt wird es wieder eine freundliche Sandfarbe.

Claudia Hoyer vom Vorstand der TAG Immobilien AG Berlin, die in der Gördenallee Wohnungen saniert. Quelle: Rüdiger Böhme

„Es hat zugegebenermaßen drei Jahre gedauert, doch wir wollten uns erst einen Überblick verschaffen, was in Brandenburg an der Havel gewünscht ist. Schließlich investieren wir neun Millionen Euro in diesen Abschnitt, nicht nur in die Wohnungen, sondern auch ins Umfeld, wir bauen einen Spielplatz und schaffen Stellplätze“, sagt Claudia Hoyer, sie ist Vorstand bei der TAG Immobilien AG. Zudem könne man noch flexibel auf Wünsche reagieren. „Wir hatten schon Bitten um Fünfraumwohnungen für größere Familien, unsere Techniker haben gesagt, das ist möglich. Also werden wir – wo es geht – die Planungen anpassen.“

2900 Wohnungen

Seit 2016 ist TAG Wohnen in Brandenburg an der Havel, mittlerweile besitzt das Unternehmen 2900 Wohnungen. Es ist damit der drittgrößte Vermieter nach der WBG und der Wobra.

Vor drei Jahren erwarb sie 1770 Wohnungen aus den Beständen der Fordinvest, davor gehörten sie zur Wofü. Davon gibt es 1562 Wohnungen allein auf dem Görden.

Entlang der Gördenallee sind es 303 Wohnungen, von denen zeitweise mehr als 200 leer standen.

Wohnungsbestände hat das Unternehmen auch in Hohenstücken sowie rings um den Marienberg, etwa in der Bergstraße oder in der Venise-Gosnat-Straße.

Die Firma, welche die vier Musterwohnungen gebaut hat, habe sich nicht an Verträge gehalten und nicht in dem gewünschten Tempo gearbeitet. Doch nun habe man fürs Sanieren einen der Großen in der Branche binden können, die B&O-Gruppe aus dem bayerischen Bad Aibling, die deutschlandweit 2500 Mitarbeiter beschäftigt und große Erfahrungen mit dem Sanieren von Wohnungen hat.

Alles in Eigenregie

Die TAG habe sich in Brandenburg an der Havel von allen externen Dienstleistern getrennt und betreibe nun alle Hausmeister-, Reinigungs- und Grünpflegedienste in Eiugenregie, „damit wir unsere Standards besser durchsetzen können“, sagt Claudia Hoyer. Knapp 60 Mitarbeiter gebe es nun in der Stadt. Das Mieterbüro in der Schubertstraße 15 habe man bereits erweitern müssen. Derzeit werden durchschnittlich Mietpreise um fünf Euro verlangt, in den sanierten Wohnungen sollen es 6,80 Euro je Quadratmeter sein, die kleinste 32-Quadratmeter-Wohnung kostet dann 345 Euro warm.

Leerstand ist gesunken

Der Görden ist ein attraktiver Standort zum Leben und Wohnen, sagt der regionale TAG-Immobilien-Chef Marcus Nudow. „Hier gibt es Öffentlichen Personennahverkehr, Einzelhandel, Ärzte, Kindereinrichtungen, Schule, den Silokanal und großzügige grüne Innenhöfe.“ Es sei deshalb gelungen, den Leerstand in den gut vermietbaren Wohnungen von zwölf Prozent im Jahr 2016 auf nunmehr zwei Prozent zu senken.

Großes Interesse bei Mietern

Dass viele Menschen auf den Görden wollen, beweist das große Interesse am ersten Tag der geöffneten Musterwohnungen. Vier von acht geplanten Wohnungstypen sind zu besichtigen. An jeweils zwei Tagen in der Woche werden sie auch künftig zu sehen sein. Eine Interessentin erzählt, dass sie zwar eine schöne Wohnung in Hohenstücken habe, doch liege diese in der fünften Etage, das werde langsam beschwerlich. Eine andere Frau erzählt, dass sie aus Hohenstücken weg wolle und das Bauschild an der Straße gelesen habe. Bereits im Februar habe sie sich als Interessentin registrieren lassen. Vanessa Schwoche ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kleinkindern seit eineinhalb Jahren auf der Suche nach einer passenden Wohnung. „Wir leben von Hartz IV, wünschen uns eine Vierraumwohnung, bisher war noch nichts Passendes dabei. Vielleicht haben wir ja Glück.“

Von André Wirsing

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