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Brandenburg/Havel Start ins Berufsleben: Erfolgreiche Azubis bekommen Gesellenbriefe
Lokales Brandenburg/Havel Start ins Berufsleben: Erfolgreiche Azubis bekommen Gesellenbriefe
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13:07 06.09.2018
Die Zimmerer Jonas Krause (v.l.), Jean-Paul Slemeyer und Philip Dittmann nehmen ihre Gesellenbriefe entgegen. Quelle: Christine Lummert
Götz

Wenn Maler, Tischler oder Fachverkäuferinnen ihren Gesellenbrief nach erfolgreich absolvierter Lehre entgegen nehmen, ist ihnen nicht unbedingt anzusehen, in welchem Gewerk sie tätig sind. Bei der aktuellen Freisprechungsveranstaltung im Götzer Handwerkerzentrum genügte der erste Blick und es war schnell klar, womit die frisch gebackenen Gesellen sich tagtäglich beschäftigen.

Neue Gesellen im Friseur- und Zimmererhandwerk durften bei der Freisprechungsveranstaltung im Götzer Handwerkerzentrum ihre Abschlusszeugnisse entgegen nehmen.

In ihrer traditionellen Kluft warteten acht Zimmerer zusammen mit ihren Familien und Vertretern ihrer Ausbildungsbetriebe auf die Übergabe ihrer Gesellenbriefe. Und die Qualität ihrer Handwerkskunst tragen die sechs neuen Friseurgesellinnen sowieso immer auf dem eigenen Kopf zur Schau.

Nur der neue Ausbaufacharbeiter Maximilian Wirth kam noch in Zivil. Da der junge Mann aber gerade in Wenzlow eine weitere Ausbildung zum Zimmerer macht, kann er sich bald in der Tracht seiner Zunft zeigen.

Überwiegend positive Prüfungsergebnisse

Bernd Elsner, der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Brandenburg/Belzig konnte überwiegend positive Prüfungsergebnisse vermelden. „Von den 14 zur Prüfung angetretenen Friseur-Azubis haben alle bestanden.“ In Götz wurden aber nur sechs Zeugnisse übergeben. „Die übrigen neuen Gesellen stammen aus dem Landkreis Oberhavel und erhalten beim Tag des Handwerks, der in diesem Jahr in Oranienburg stattfindet, ihre Gesellenbriefe auf großer Bühne“, sagte Elsner.

Bei den Zimmerern müssen drei von elf Auszubildenden noch einmal in die Prüfung gehen. Bei den Ausbaufacharbeitern war ein Prüfling den Aufgaben im ersten Anlauf noch nicht gewachsen.

Gesellenbrief als Einstieg in das Arbeitsleben

In ihrer Festrede an die erfolgreichen neuen Gesellen betonte Friseurmeisterin Brita Meißner, die Mitglied des Vorstandes der Handwerkskammer Potsdam ist, dass der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung nur der erste Schritt auf dem Weg in eine lange Karriere im Handwerk ist.

Neue Gesellen für die Region

In der Region der Kreishandwerkerschaft Brandenburg/H.-Belzig haben sechs Friseure ihre Gesellenbriefe erhalten:

Tessa Charlin Biedermann und Sinan Rahimi aus dem Salon „Haarprojekt“ von Petra Jauer in Brandenburg.

Laura Kowalski aus dem Salon „Hair Team“ von Monika Nowotny in Brandenburg.

Monique Strüber aus dem „Beauty-Salon Carmen“, von Carmen Wricke aus Bad Belzig im Ortsteil Ragösen.

Denise Fischer und Celine Weitland, die ihre Ausbildung im Friseur- und Kosmetik-Salon „Neue Linie“ in Brandenburg absolvierten.

„Sie sind jetzt Experten auf ihrem Gebiet und sollten ihre Arbeit nicht nur Pflicht und Mittel zum Gelderwerb sehen, denn der Gesellenbrief ist die Eintrittskarte in die vielfältige Welt des Handwerks.“

Meisterbrief oder Studium können die nächsten Stufen auf der Leiter sein, die am Ende zur Gründung eines eigenen Unternehmens führen. „Dort können sie dann selbst Auszubildende zum erfolgreichen Abschluss führen“, sagte Meißner.

Die Welt erkunden und in die Heimat zurückkehren

Natürlich sollen die jungen Profis ihre Flügel ausbreiten und gerne auch die Welt erkunden. „Wenn sie einen festen Lebensmittelpunkt suchen, eine Familie gründen und sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig machen wollen, führt ihr Weg aber hoffentlich wieder zurück ins Land Brandenburg, denn hier werden sie gebraucht“, so Meißner.

Bernd Elsner öffnete mit einem kleinen Ritual die imposante Innungslade der Kreishandwerkerschaft Brandenburg/Belzig, in der sich die Gesellenbriefe befanden. Tessa Charlin Biedermann, die im Brandenburger Salon Haarprojekt von Petra Jauer ihr Handwerk gelernt hat, durfte sich zusätzlich über die Auszeichnung als Jahrgangsbeste unter den Friseuren freuen.

Junge Friseurin hat klare Vorstellungen für die Zukunft

Klare Vorstellungen für ihre Zukunft hat die 22-Jährige ebenfalls. „Ich habe meinen absoluten Traumjob erlernt“, sagt Biedermann, die zuerst das Abitur ablegte. „Deshalb konnte ich meine Ausbildung auch um ein halbes Jahr verkürzen.“ Jetzt soll erst einmal der Meister folgen. „Das ist der traditionelle und sichere Weg im Handwerk, aber ein berufsbegleitendes Studium behalte ich für die Zukunft auch noch im Blick.“

Von Christine Lummert

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