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Brandenburg/Havel Beetzsee-Feuerwehren gehören zu den Digitalfunkern
Lokales Brandenburg/Havel Beetzsee-Feuerwehren gehören zu den Digitalfunkern
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18:04 07.03.2014
Hertz-Monteur Georg Fischer im Auto aus Hohenferchesar. Quelle: J. Steiner
Brandenburg an der Havel

Endgerät einschalten – funktioniert. Audioprüfung bei laufenden Motor – o.k. Funkentstörung im Leerlauf und bei hoher Drehzahl – in Ordnung. So geht es eine ganze Weile weiter. Jens Mühlenberg arbeitet eine zwölfseitige Checkliste ab. Auch die Fahrzeugelektrik darf nach der Umrüstung nicht verrückt spielen. Deshalb werden Blaulicht und Martinshorn ausprobiert. Am Ende kann der Funkwart aus dem Amt Beetzsee das Abnahmeprotokoll mit ruhigem Gewissen unterschreiben.
Ab sofort gehören die Pritzerber Feuerwehrleute zu den Digitalfunkern. Maschinist Steffen Zweig greift zum neuen Handmikrofon und findet: „Das ist handlicher geworden.“ Das Pritzerber Tanklöschfahrzeug verließ in dieser Woche als erstes umgerüstetes Auto die Fahrzeughalle der Brandenburger Berufsfeuerwehr. Dort haben sich für die nächsten Tage Monteure der Firma Hertz Elektronik aus Rüdersdorf einquartiert. Als regionaler Partner des Ausrüsters Motorola wird das Unternehmen bis Ende März alle 28 Einsatzautos aus dem Amt Beetzsee mit neuen Funkgeräten ausstatten. Dazu kommen die Brandenburger Fahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.
Der Einstieg in das Digitalfunkzeitalter klappte unkomplizierter als befürchtet. Vor allem der Einbau der zunächst umstrittenen Geräteträger hatte für Diskussionsstoff gesorgt (MAZ berichtete). „Wir sprechen im Vorfeld mit den Technikern die optimalen Einbauplätze ab. Ich denke, es ist für jedes Fahrzeug eine gute Lösung gefunden worden“, meint Amtswehrführer Jan Lehnhardt. Die Pritzerber finden ihr 12-Volt-Funkgerät hinter dem Beifahrersitz. Montiert zusammen mit Spannungswandler und Entstörfilter auf einer grau-weiß lackierten Alu-Platte. Ein standardisiertes Modul, wie es in allen Fahrzeugtypen zum Einsatz kommt. Geschützt wird die Hardware durch eine Abdeckhaube. Zum Entfernen reicht ein Schraubenzieher. Die Bedienteile für die Nutzer finden sich fast an gewohnter Stelle wieder.
Um Platz für die Digitaltechnik zu gewinnen, werden zuvor die Analoggeräte ausgebaut. Doch für eine Übergangsphase gibt es Ausnahmen. Im Amt Beetzsee behalten zunächst vier Fahrzeuge eine Doppelfunkanlage. Dabei handelt es sich um die Mannschaftstransportwagen in Brielow, Lünow und Fohrde sowie um den Einsatzleitwagen des Amtswehrführers. Diese rücken je nach Aufteilung zu jedem Einsatz mit aus, um nötigenfalls eine analoge Funkverbindung herzustellen. „Das ist für die Kameraden eine zusätzliche Belastung, aber in der Phase der Umstellung eine notwendige Maßnahme“, erklärt Amtswehrführer Lehnhardt. Denn die Aufrüstung der Brandenburger Leitstelle auf Digitalfunk steht erst noch bevor.
Die Umrüstung aller Feuerwehren ist eine organisatorische Meisterleistung. Jeden Tag bis zum 28. März werden nach einem genauen Plan, der die Einsatzbereitschaft im Amt Beetzsee berücksichtigt, zwei Fahrzeuge gebracht und abgeholt. Die Kützkower sind als letzte an der Reihe. Die Monteure brauchen ständige Ansprechpartner. Mitunter sind kurzfristige Entscheidungen zu fällen. Von der Anfahrt bis zur technischen Abnahme sind es freiwillige Feuerwehrleute, die ihre Freizeit für den Digitalfunk aufbringen. Dazu kommen Schulungen. „Eine Leistung, die man nicht hoch genug würdigen kann“, findet Amtswehrführer Lehnhardt.
In ganz Potsdam-Mittelmark sind 450 Fahrzeuge umzurüsten. Sie rollen zu den anderen Einbaustandorten in Golzow, Ziesar, Werder, Beelitz-Heilstätten und Treuenbrietzen.

Von Frank Bürstenbinder

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