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Brandenburg/Havel Die Capri-Fischer zieht es an die Havel
Lokales Brandenburg/Havel Die Capri-Fischer zieht es an die Havel
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10:25 25.01.2019
Rudi Schuricke (Capri-Fischer), hier in den 50er Jahren, ist 1913 in der Flutstraße in Brandenburg an der Havel geboren worden. Quelle: Repro: MAZ
Brandenburg/H

Die Capri-Fischer an der Havel: Auf diese Idee kamen die beiden SPD-Stadtverordneten Renate Deschner und Carsten Eichmüller. Sie wollen eine künftige Straße in einem der entstehenden Baugebiete im Ortsteil Kirchmöser nach dem Schlagersänger Rudi Schuricke benennen. Dieser wurde am 16. März 1913 in der Flutstraße in Brandenburg an der Havel geboren, er starb 1973 in München. Weltruhm erlangte er 1949 mit dem von Konrad Winkler geschriebenen Lied „Capri-Fischer“. Weitere Erfolge hatte er unter anderem mit „O mia bella Napoli“, „Laß uns träumen am Lago Maggiore“ und dem selbst komponierten „Tarantella“.

Doch so einfach geht das nicht mit der Straßenbenennung. Dafür gibt es in der Stadt eigens eine Satzung, eine Verwaltungsvorschrift und eine Kommission, die nur aus Verwaltungsmitarbeitern besteht: Kataster- und Vermessungsamt, Ordnungsamt und Tiefbauamt.

„Grundsätzlich gibt es zwei Wege, um Straßennamen auszwählen: Entweder der Vorschlag kommt aus der Verwaltung selbst oder er kommt von den Fraktionen, dann sollte er praktischerweise gleich über die Stadtverordnetenversammlung eingebracht werden“, sagt Kommissionschef Stephan Heydenreich vom Katasteramt. Es werde ohnehin immer schwieriger, Straßen nach Persönlichkeiten zu benennen. Heydenreich hatte versucht, die Straße zu dem Eigenheimgebiet hinter der Grünen Aue nach dem Stadtbaudirektor und Schöpfer des Wohlfahrtssforums Karl Erbs zu benennen, dies dann aber verworfen, weil er keine lückenlose Biographie Erbs’ zusammenrecherchiert bekam und nicht wusste, ob es darin „dunkle Flecken“ gab. Nun heißt die neue Straße eben „Märkische Aue“.

„Es ist leichter, Straßen nach Blumen, Tieren oder Bäumen zu benennen.“ Zudem haben auch noch andere ein Mitspracherecht, etwa Ortsvorsteher und Bürgerbeiräte. Auf der eigenen Scholle hat der Bürgerbeirat eigene Vorschläge denen der Verwaltung entgegen- und sich durchgesetzt. Das Ordnungsamt beispielsweise müsse prüfen, ob zwingend Hausnummern zu vergeben sind und beispielsweise eine bestehende Straße einfach verlängert werden kann.

Eichmüller ist schon einmal gescheitert mit einem Vorstoß – aus diesen formalen Gründen. Er wollte einen „Barbaraweg“ in Kirchmöser, nach dem erfolgreichen Film, der dort gedreht wurde. Aber an dem vorgeschlagenen Weg wohnt niemand, deshalb muss er nicht formal benannt werden. Er könne ein Foto aufhängen und sich das Schild selbst malen, wurde ihm beschieden.

Von André Wirsing

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