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Brandenburg/Havel Studie sieht Brandenburg als dynamische Stadt
Lokales Brandenburg/Havel Studie sieht Brandenburg als dynamische Stadt
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11:04 02.05.2019
Dynamische Stadt Brandenburg: Luftbild des Industriegebietes in der Brandenburger Upstallstraße. Quelle: Ruediger Boehme
Brandenburg/H

Brandenburg an der Havel ist eine dynamische Stadt mit vielen Vorzügen und einigen Nachteilen. Zu diesem Schluss kommt die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung in ihrer jüngsten Studie zur Lebensqualität in allen Landkreisen und kreisfreien Städten der Bundesrepublik.

Gerade einmal 17 ostdeutsche Kommunen haben es unter die 78 bundesweit als „Dynamische Groß- und Mittelstädte mit Exklusionsgefahr“ geschafft. Exklusion bedeutet Ausgrenzung, das heißt, neben Wachstum und Lebensqualität besteht hier auch eine größere Gefahr von Kinder- oder Altersarmut durch beispielsweise höhere Lebenshaltungskosten.

Ein Riss durch Deutschland

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) wurde 1925 gegründet und ist die traditionsreichste politische Stiftung Deutschlands. Dem Vermächtnis ihres Namensgebers ist sie bis heute verpflichtet und setzt sich für die Grundwerte der Sozialen Demokratie ein: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Sie ist unter anderem aktiv in der politischen Bildungsarbeit zur Stärkung der Zivilgesellschaft, in der Politikberatung, in der internationalen Zusammenarbeit mit Auslandsbüros in mehr als 100 Ländern, in der Begabtenförderung sowie als kollektives Gedächtnis mit Archiv und Bibliothek.

Die vorliegende Studie „Ungleiches Deutschland“ soll zeigen, dass sich die sozioökonomische Ungleichheit in Deutschland sich in den vergangenen Jahren verfestigt hat. Während einzelne Städte boomen, drohen ganze Regionen langfristig abgehängt zu werden.

Die Havelstadt liegt im Vergleich der dynamischen Städte zwar nicht an der Spitze, ihr blieb aber ein Einklassifizieren in „Ländliche Räume mit dauerhafter Strukturkrise“ oder als „Stadt im dauerhaften Strukturwandel“ erspart. Schlusslicht ist sie nur in den Kategorien „Wahlbeteiligung“ (65,7 Prozent) und Internet-Breitbandanschlüsse (74 Prozent aller Haushalte).

>> HIER GEHT ES DIREKT ZUR STUDIE.

Doch gibt es laut den Forschungsergebnissen Hoffnung machende Zeichen: So stieg beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen innerhalb von nur fünf Jahren von 51.000 auf 56.222 Euro. Der Anteil der Kinder bis 15 Jahren in Hartz-IV-Haushalten sank in der gleichen Zeit von 30,9 auf 26 Prozent. Bedenklich bleibt, dass sich die Zahl der Menschen ohne Schulabschluss von 6,3 auf 8,7 Prozent verschlechtert hat.

Auch der Anteil der hoch qualifizierten Beschäftigten ist mit 11,9 Prozent eher unterdurchschnittlich, in anderen Städten hat jeder fünfte Einwohner einen Hochschulabschluss. Prognostiziert wird eine Entwicklung auf etwa 14,8 Prozent.

Ein paar Vergleichszahlen gegenüber den Nachbarn Potsdam-Mittelmark und Potsdam: Das Wanderungssaldo ist bei allen positiv. In der Landeshauptstadt ist es jährlich ein Plus von 833 neuen Einwohnern, gerechnet auf 100.000 Menschen. In Mittelmark sind es 855 und in Brandenburg an der Havel 198 Zuzügler. Betrachtet wurden hier nur die Jahre 2013 bis 2015, inzwischen sind es auch hier mehr.

Das Durchschnittsbruttogehalt liegt hier bei 2658 Euro im Monat, im Nachbarkreis sind es exakt 200 Euro mehr, die Potsdamer kommen gar auf 3038 Euro. Die Bestandsmieten in Brandenburg liegen im Durchschnitt bei 5,80 Euro je Quadratmeter, sind in den vergangenen acht Jahren um 1,40 Euro gestiegen. Mittelmärker zahlen durchschnittlich 8,10 und Potsdamer 8,80 Euro je Quadratmeter.

Interessant ist auch ein Vergleich der kommunalen Investitionen: Im Landkreis wurden 257 Euro je Einwohner von der öffentlichen Hand aufgewendet, in der Landeshauptstadt 131 Euro. In Brandenburg an der Havel ist man mit 133 Euro Investitionen je Einwohner sogar etwas besser.

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist mit 79,7 Jahren leicht unterdurchschnittlich, die Menschen in Mittelmark und Potsdam sind mit 81,6 beziehungsweise 81,7 Jahren etwas besser dran.

Der Wohlstand wird laut Prognosen der Friedrich-Ebert-Stiftung in Brandenburg an der Havel leicht unterdurchschnittlich bleiben, allerdings sehen sie steigende Löhne und Gehälter sowie sinkende kommunale Schulden.

Von André Wirsing

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