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Brandenburg/Havel Sturm „Ignatz“: Brandenburger Feuerwehr koordiniert 650 Einsätze – Dank an Kameraden
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Sturm „Ignatz“: Brandenburger Feuerwehr koordiniert 650 Einsätze – Dank an Kameraden

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13:42 22.10.2021
Blick in die Leitstelle der Feuerwehr in Brandenburg.
Blick in die Leitstelle der Feuerwehr in Brandenburg. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Einen arbeitsreichen Donnerstag hatten die Mitarbeiter in der Regionalleitstelle der Feuerwehr in Brandenburg an der Havel. Auch wenn die Stadt selbst von größeren Schäden durch Sturm „Ignatz“ verschont blieb, hatten die Retter alle Hände voll zu tun. Die Leitstelle ist auch für die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming zuständig.

Alle Lampen leuchten rot

An den Arbeitsplätzen leuchten so genannte ’Platzbelegt-Anzeigen“, die bei einem Notruf rot und bei freier Leitung grün leuchten. So erkennt der Schichtleiter die Auslastung der Kollegen und kann entsprechend eingreifen. Die Platzlampen waren am Donnerstag fast durchgängig rot.

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„Die Mitarbeiter der Regionalleitstelle arbeiteten aufgrund des stark Sturms bis 12 Uhr bereits 450 Notrufe ab, mehr als sonst in 24 Stunden“, heißt es dazu von der Brandenburger Feuerwehr. Insgesamt seien 650 Einsätze im Regionalleitstellenbereich für Brandenburg an der Havel und den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow Fläming abgearbeitet worden. Verletzte habe es am Donnerstag keine gegeben. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark gab es 144 und in Teltow-Fläming 143 Sturmeinsätze.

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Im Stadtgebiet von Brandenburg an der Havel selbst war es am Vormittag ruhig, am Nachmittag stieg die Zahl der Einsätze. Insgesamt zählten die Einsatzkräfte 21 Sturmeinsätze. Die Berufsfeuerwehr wurde von den Freiwilligen Feuerwehren Gollwitz, Göttin, Wust und Mahlenzien unterstützt. „Gerade bei solch Unwetterlagen ist der Einsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr enorm wichtig. Wir danken allen Kameradinnen und Kameraden, die im Einsatz waren“, heißt es von der Feuerwehr.

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Neben den Sturmeinsätzen hatten die Kollegen der Berufsfeuerwehr auch andere Einsätze abzuarbeiten – unter anderem eine Türnotöffnung, eine Tragehilfe und eine ausgelöste Brandmeldeanlage.

Feuerwehr: Spaziergänge im Wald vermeiden

„Alle haben Hand in Hand gearbeitet und hatten den ersten Herbststurm des Jahres bestens im Griff“, loben die Berufs-Feuerwehrleute ihre Kameraden. Nach wie vor sollten die Menschen jedoch achtsam sein. Viele Äste seien geknickt und könnten immer noch herabstürzen. Spaziergänge im Wald sollten weiter vermieden werden.

Von Philip Rißling