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Brandenburg/Havel Tag des offenen Denkmals in Brandenburg an der Havel
Lokales Brandenburg/Havel

Tag des offenen Denkmals in Brandenburg an der Havel am 12 September 2021

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18:30 09.09.2021
Zum Tag des offenen Denkmals wartet die Jakobskapelle auf Besucher.
Zum Tag des offenen Denkmals wartet die Jakobskapelle auf Besucher. Quelle: Stefan Melchior
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Brandenburg/H

Unter dem bundesweiten Motto „Sein & Schein in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“des diesjährigen Tages des offenen Denkmals öffnen am Sonntag, 12. September, in der Stadt Brandenburg an der Havel viele spannende Denkmale ihre Türen. Dank zahlreicher engagierter Mitstreitender erwartet die Gäste in diesem Jahr ein Programm, das noch umfangreicher, interessanter, vielseitiger und musikalischer ist, als in den vergangenen Jahren.

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Nicht nur die großen Kirchen St. Katharinen (11.30 bis 18 Uhr), St. Gotthardt (12 bis 17 Uhr) und der Dom (12 bis 17 Uhr) laden zu Führungen und Orgelkonzerten ein, sondern auch die Dorfkirchen in Wust (14 bis 16 Uhr) und in Gollwitz (10 bis 16 Uhr), wo die Innenraumrestaurierung gerade abgeschlossen wurde sowie die frisch sanierte Christuskirche (13 bis 16 Uhr) in der Walzwerksiedlung.

Der Förderverein der Saaringer Dorfkirche ermöglicht es am Sonntag Besuchern in der Zeit von 12 bis 17 Uhr den Kirchturm zu erklimmen sowie die Besichtigung der Ausstellung in der Kirche „GartenVielfalt – ArtenVielfalt“. Um 16 Uhr spielen die „Orgelnauten“ aus Brandenburg ein Konzert.

Spannende Ausblicke

Spannende Baubefunde bietet die Jakobskapelle (13 bis 17 Uhr) und einen traumhaften Ausblick der Wasserturm Kirchmöser (10 bis 18 Uhr).

Die Einblicke in das Klubhaus und die Hauptverwaltung der ehemaligen Königlichen Pulverfabrik (10 bis 16 Uhr) dürften ebenso viele Interessierte locken, wie die spannenden Führungen und Vorträge im Plauer Schlosspark (14 bis 18 Uhr) oder auf dem Neustädtischen Friedhof (8 bis 21 Uhr).

Bei vielen Denkmalen dürfen sich die Besucher und Besucherinnen zudem auf ein attraktives Begleitprogramm mit Lesungen, Mitmachaktionen, Musik und kleinen kulinarischen Angeboten freuen.

„Anbaden“ im Stadtbad

Schon am Samstag, 11. September, und am Sonntag öffnet der neu gegründete „Stadtbad e.V.“ mit dem Projekt „Anbaden“ täglich von 10 bis 18 Uhr die sonst noch verschlossenen Türen des Stadtbades und wirbt unter dem Motto „Vom Sprung ins Wasser - zum Sprung in die Kultur“ für die Entwicklung dieses bedeutenden Denkmals im Stil des Neuen Bauens als Kultur- und Kunstzentrum.

Auch hier werden die angebotenen Führungen durch ein buntes, künstlerisches bis sportliches Rahmenprogramm ergänzt.

Privathäuser gewähren Einblicke

Bürgermeister Michael Müller freut sich ganz besonders, dass mit den Denkmalen Rotdornweg 8 (10 bis 17 Uhr) und dem Alten Gördenbahnhof, Mendelssohnstraße 25, (10 bis 17 Uhr) auch zwei private Wohnhäuser geöffnet werden.

„Das kleine Bahnhofsgebäude an der 1904 eröffneten Brandenburgischen Städtebahn, das 2017-2019 als Einfamilienhaus umgebaut und erweitert wurde, passt ganz wunderbar zum diesjährigen bundesweiten Motto ’Sein & Schein’ und lohnt unbedingt einen Besuch. Dies gilt aber natürlich auch für alle anderen Denkmale im Programm, überzeugen Sie sich am besten selbst davon“, wirbt Müller für den Tag des offenen Denkmals.

Viel Programm im Stadtmuseum

Ein breites Programm bietet auch das Brandenburger Stadtmuseum im Frey-Haus. Mit Führungen durch die aktuellen Ausstellungen und einem Konzert des Duos „Inuso“ beteiligt sich das Team des Stadtmuseums von 12 bis 18 Uhr am bundesweiten Programm.

Die Ausstellung „1945“ wird am Sonntag ihren Abschluss finden, daher bieten die kuratorengeführten Rundgänge um 15 Uhr und um 17 Uhr letztmalig die Chance auf einen Blick in die Zeit, als der 2. Weltkrieg in der Havelstadt zu Ende ging.

Neue Schau im Stadtmuseum

Noch ganz frisch und gerade eröffnet ist die Ausstellung „StoffWechsel“ im Obergeschoss des barocken Frey-Hauses, Ritterstraße 69.

Besucher erfahren hier einiges über den Wandel von zunftgeprägten Handwerk hin zur neuzeitlichen Industrieentwicklung mit ihren Hochs und Tiefs bis zu ihrem Ende Mitte der 1990er Jahre. Und heute? Was ist geblieben? Diese Frage beantworten die Kuratoren in den Führungen um 14 Uhr und um 16 Uhr. Der „StoffWechsel“ findet sich auch im Mitmachprogramm wieder: Mit Recyclingmaterial können kleine Kunstwerk aus Stoff und Fäden gezaubert werden, natürlich zum Mitnehmen.

Ein Highlight wird aber um 15 Uhr das Konzert des Acoustic-Duos „Inuso“ aus Wusterwitz. Anja und Kevin Sauer spielen im Hof des Stadtmuseums vor barocker Kulisse ihre aktuellen Songs und laden zum Zuhören und Genießen ein. Der Eintritt in das Stadtmuseum im Frey-Haus ist an diesem Tag frei.

Gitarrenmusik in der Johanniskirche

Und auch in der Brandenburger Johanniskirche gibt es am Sonntag Programm. Ab 18 Uhr lädt das Gitarrenensemble Brandenburg zu einem Konzert ein.

Das dritte Konzertprogramm, nach eingelegter Coronaprobenpause, beinhaltet bekannte Werke der Barockmusik, so den Kanon in D von Johann Pachelbel und Musik von Johann Sebastian Bach.

Ergänzt wird das Programm durch die Ensemble-Erstaufführung von „Fanfare e Canon“ von Olivier Bensa und „Triston“ von Astor Piazolla. Modern Pop Stücke des Franzosen Patrice Durand und lateinamerikanische Musik runden das Konzertprogramm ab. Das Ensemble gründete sich 2018 bei einem Generationstreffen ehemaliger Schüler der Musikschule „Vicco von Bülow“ der Stadt Brandenburg unter der Leitung von Angelika Eckelmann. Der Eintritt ist auch hier frei.

Viel zu Entdecken

Es gibt also viel zu entdecken. Besucher und Besucherinnen erleben spannende Geschichte sowie kulturelle, musikalische und kulinarische Freuden.

Es gelten die aktuellen Corona-Regeln, die von Besuchern zu beachten sind. Es kann kurzfristig zu Programmänderungen am Tag des Denkmals kommen.

Von MAZ