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Brandenburg/Havel Tanz die Ironie: „Hasenscheiße“ spielen im Fonte
Lokales Brandenburg/Havel Tanz die Ironie: „Hasenscheiße“ spielen im Fonte
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17:53 14.01.2018
Das bunt gemischte Publikum hatte im übervollen Fonte seinen Spaß gemeinsam mit der Potsdamer Band „Hasenscheiße“. Quelle: Tobias Wagner
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Brandenburg/H

Hasenscheiße im Fontane-Klub. Was sich im ersten Moment nach einem Besuch von Meister Lampe anhört, bedeutet für Musikliebhaber einen Abend voller Spaß, Tanz und Gesang. So auch am Freitag. Die Potsdamer Combo spielte ihr erstes Konzert 2018 vor einem ausverkauften und bis zum Platzen gefüllten Haus und begeisterte durch lustige und ironische Texte.

Hank Teufer, künstlerischer Leiter des Fontane-Klubs, plant bereits ein komplettes Wochenende mit Auftritten der Combo für 2019. Doch bevor die von den Sängern Christian Näthe und Matthias Mengert noch als Comedy-Duo Mitte der 90er Jahre in Potsdam gegründete Band die Bühne enterten, sollte zuerst die Singer/Songwriterin Johanna Zeul aus Filderstadt der Menge einheizen. Und das gelang ihr mit ihrer quirligen und authentischen Art ganz vortrefflich. Ihre Lieder über Liebe, Demonstrationsbesuche und den Sandmann zauberten ein Lächeln in viele Gesichter und ließ hier und da auch das Tanzbein zucken.

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„Unsere Musik steht jedermann offen, egal ob Kleinkind oder Rentner“, sagt Näthe. „Das Wichtigste ist, dass man Spaß daran hat“. Das Publikum war ein Querschnitt – vom Punk über den Hippie bis zum Normalo, von jung bis alt, war alles vertreten.

„Unsere Karten haben wir bereits im Sommer 2017 reserviert“, sagt Clara Wießner. Sie sei mit Mann extra aus Potsdam angereist. Auch Tanzwütige aus Werder oder gar aus Lübeck waren auf der Tanzfläche zu finden. Eine Brandenburger Hochzeitsgesellschaft ließ obendrein den Song „Roter Mohn“ einem frisch vermählten Paar widmen. Das bekannteste Lied von Hasenscheiße lautet schlicht „Bernd“ und handelt von dessen Grillfreuden. Der Hit wurde sogar 2010 von De Randfichten gecovert.

Die Songs scheinen zwar wegen der Titel wie „Der tapfere Igel“, „Schlüppapilot“ und „Eierkuchen“ beim ersten Hinhören dem Ulk verschrieben zu sein, offenbaren aber beim genaueren Hinhören eine Menge Ironie und Gesellschaftskritik. Es geht darum, Geschichten zu erzählen, aber immer tanzbar zu bleiben.

Von Tobias Wagner

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