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Brandenburg/Havel Tempo-Blitzer: hohe Trefferquoten auf der Scholle und dem Görden
Lokales Brandenburg/Havel Tempo-Blitzer: hohe Trefferquoten auf der Scholle und dem Görden
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17:56 07.01.2020
Der Blitzer an der Homeyenbrücke in Brandenburg an der Havel ist den meisten bekannt, auch wenn er sich hinter großen Verkehrsschildern versteckt. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Es ist relativ einfach. Dort wo in der Stadt Brandenburg/Havel Blitzer fest installiert sind, verhalten sich die Verkehrsteilnehmer überwiegend diszipliniert – besser jedenfalls als dort, wo sie nicht stehen.

Stationäre Anlagen zur Geschwindigkeitsüberwachung bewirken, dass sich dort Geschwindigkeitsverstöße massiv senken lassen. Um mehr als 95 Prozent, wie der Beigeordnete Michael Brandt (CDU) berichtet.

Elf feste Messgeräte

Im Stadtgebiet stehen nach Verwaltungsangaben elf stationäre Blitzer, bevorzugt dort wo Gefahren lauern, wie vor Grundschulen, oder Unfälle sich häufen. Dass sie ihren Zweck erfüllen, zeigt sich an den Zahlen.

Seit 2011 ist der Rückgang der Tempoverstöße in der Nähe der Blitzerautomaten oder -säulen registriert. Waren im Jahr 2011 an solchen Messstellen statistisch noch 7,4 von 1000 Fahrzeugen um mehr als zehn Stundenkilometer unterwegs gewesen, so waren es Mitte/Ende 2019 nur noch 2,4.

Solche recht geringen Quoten von nur 0,24 Prozent werden an mobilen Überwachungsgeräten nicht erreicht. Auf diese meist unangekündigt aufgestellten können sich Autofahrer schwer einstellen. Daher tappt dort konstant in etwa jeder zwanzigste Kraftfahrer in die Messfalle.

5 Prozent um mehr als 10 km/h zu schnell

Die Quote der Verstöße mit Überschreitungen um mehr als zehn Stundenkilometer schwankt seit Jahren zwischen 4,5 und 5 Prozent, heißt es. Damit liegt sie etwa 20 Mal so hoch wie an Stellen mit festem Blitzer.

Der Einsatz der drei mobilen Geräten soll nach der Philosophie städtischer Verkehrspolitik zu einer breiten Reduzierung der Geschwindigkeitsverstöße führen. Zeitweise gelingt das offenbar.

Zum Stichtag 30. September hatte die Verwaltung im vergangenen Jahr bei mehr als 180 000 mobilen Tempokontrollen fast 11 000 Verstöße festgestellt.

7,2 Prozent auf der Scholle

Zu den meisten Geschwindigkeitsverstößen ließen sich Kraftfahrer im Gebiet Wilhelmsdorf/Eigene Scholle hinreißen. Die Stadtverwaltung meldet dort eine Quote von 7,2 Prozent, die zu schnell unterwegs waren und prompt geblitzt wurden.

Ebenso schlecht war das Verkehrsverhalten bei allerdings nicht so umfangreichen mobilen Messungen in Hohenstücken und auf dem Görden. Auch dort eine Quote von 7,2 Prozent.

Außerhalb der Stadt wurde ebenfalls mit mobiler Technik gemessen. Die Entwicklung ist den Angaben zufolge nicht erfreulich. Im Jahr 2018 raste nur etwa jeder 50. Kraftfahrer. Zwischen Juli und September 2019 waren es fast dreimal so viele.

Technik verhinderte Messungen

Bei mehreren Messungen hat die Technik den Tempokontrolleuren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unvorhergesehen sind Messplätze mit Fahrbahnsensoren ausgefallen – Verschleiß.

Als es im Sommer 2019 sehr heiß war, wurden Messergebnisse unbrauchbar. Die Techniker stellten Verwerfungen im Asphalt der Messfelder fest. Daraus resultierten Abweichungen beim Sensor.

Wegen der nicht näher bezifferten Ausfallzeiten bleibt die tatsächliche Zahl der Verfahren aufgrund von Geschwindigkeitsüberwachungen hinter den Prognosen zurück, teilt Brandt mit. Auch Bauarbeiten hätten geplante Messungen verhindert.

Von Jürgen Lauterbach

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