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Brandenburg/Havel Ein Hauch von Hillbilly
Lokales Brandenburg/Havel Ein Hauch von Hillbilly
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14:56 27.01.2019
Die Drunkabillys spielten in der überfüllten Umweltpyramide im Krugpark. Quelle: Ann Brünink
Brandenburg/H

80 Stühle reichten für den Andrang nicht. 90 auch nicht, aber mehr Stühle gab es in der Umweltpyramide nicht. Wer später kam, musste stehen. Der Bürgerbeirat Eigene Scholle / Wilhelmsdorf hatte am Freitagabend zu einem Konzert mit dem Brandenburger Duo „The Drunkabillys“ eingeladen, und alle, alle kamen. Vor allem Senioren hatten dem Winterwetter getrotzt und waren der Einladung gefolgt.

Sie wurden nicht enttäuscht und hatten einen Riesenspaß. Gleich der erste Titel, der MTA-Song, klingt so mitreißend, dass die Zuschauer begeistert mit klatschen. Die Abkürzung MTA steht dabei nicht für die deutsche Berufsbezeichnung medizinisch-technische Assistentin (MTA), sondern für „Metropolitan Transit Authority“, wie die Verkehrsbetriebe in Boston/USA bis 1964 hießen. Bei dem Lied handelt es sich um einen Protestsong gegen damals in Boston geplante Fahrpreiserhöhungen.

Die Drunkabillys, das sind die Musiker Dennis Köhn, Kontrabass, und Christoph Mangelsdorf, Gesang und Gitarre. Die Beiden haben vor vier Jahren zufällig entdeckt, dass sie sich beide für Rockabilly-Musik und Irish Folk interessieren. Dennis, der bis dahin noch nie Kontrabass gespielt hatte, machte sich mit Feuereifer daran, dieses Instrument spielen zu lernen. Und auch Christoph hatte nur wenig Ahnung vom Gitarre spielen. Ihre Motivation: „Wir beide lieben diese Musik leidenschaftlich“, gesteht Christoph, der von Beruf Krankenpfleger auf einer Intensivstation ist und in Berlin arbeitet. Dennis ist Mitarbeiter bei der Weißen Flotte in Potsdam, er ist Anlagen-Monteur.

Inzwischen haben die beiden Jungs ihr Repertoire voll drauf. Sie waren in Irland und haben sich die Songs dort in den Kneipen live angehört. Die haben sie dann nach gespielt, wenn sie ihnen gefielen. „Wobei wir unseren eigenen Stil entwickelt haben. Wir wollten nichts kopieren“, erklärt Christoph, der sich mit seiner rauen Stimme wie ein alter irischer Seebär anhört. Und auf seiner Gitarre ist Christoph ein richtiger Hillbilly-Virtuose geworden.

Der Kontrabass von Dennis sieht zünftig aus mit seinem hellen Zierstreifen rings um das gesamte Instrument. „Den habe ich mir extra so anfertigen lassen, es gibt in Frankfurt am Main eine Firma, die so etwas macht“, sagt Dennis. Ob das Kontrabassspielen nicht ziemlich schwierig sei? „Nein, das ist leichter als Gitarre“, meint Dennis, der auch Mundharmonika spielt, wie er mit seinem „Train Blues“ Solo bewiesen hat.

Hillbilly in der Umweltpyramide - irgendwie passt diese Musik gut hierher in den Wald. Inzwischen wird die Stimmung beim Publikum immer ausgelassener. Das liegt nicht nur an der fetzigen Musik, sondern auch daran, dass die beiden Musiker die Zuhörer richtig aufstacheln. „Wer klatscht stärker? Das Publikum auf der rechten Seite oder auf der linken?“ „Also hier rechts wird doch sehr leise geklatscht,“ stellt Christoph fest. „Die Klatscher sind eben mehr auf meiner Seite“, antwortet ihm Dennis. „One, two, three“, zählt Christoph und wieder geht die wilde Post ab, diesmal mit „Stubborn Love“ (Unverbrüchliche Liebe).

Von Ann Brünink

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