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Brandenburg/Havel Thriller: Die Lieder aus der Gruft
Lokales Brandenburg/Havel Thriller: Die Lieder aus der Gruft
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17:23 02.12.2018
Volles Haus im Pauli-Kloster:  Die „Michael-Jackson-Tribute-Show“   am Samstag.
Volles Haus im Pauli-Kloster: Die „Michael-Jackson-Tribute-Show“   am Samstag. Quelle: Foto: Jast
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Brandenburg/H

Er war der King of Pop, ein begnadeter Tänzer, eine geheimnisvolle, tragische Figur: Michael Jackson, unvergessen wie seine Lieder. Die Legende lebe wieder auf, hatten die Brandenburger Stadtwerke ihrem Publikum versprochen und ihre Kunden für 12 Euro (sonst 20 Euro) zum alljährlichen Weihnachts-Rock ins Pauliklloster eingeladen.

Mit der Michael-Jackson-Tribute-Show ist dem Publikum im Brandenburger Paulikloster etwas Tolles geboten worden – eine schöne Erinnerung an den King of Pop.

Noch bevor der fast zweistündige Auftritt mit Liveband, Bühnenshow mit Tanzchoreografien, bekannten Kostümen, alten Hits und einem Sänger, der Jackson zumindest ähnlich sah, endete, hagelte es schon Kritik. Vor dem Paulikloster wurde diskutiert und auch geschimpft. Im Internet entlud sich der Groll. Aber was hatten die Gäste erwartet? Seit Jahren ist die Tribute-Show mit unterschiedlichen Reaktionen im deutschsprachigen Raum auf Tour. Und natürlich steht dort nicht Jackson auf der Bühne! Die Akustik ist nicht mit der Anlage im Olympiastadion zu vergleichen, der Gesang klingt anders, als man ihn ungezählte Male hörte und dabei selber „Dirty Diana“ gekrächzt hat.

Ja, die Bühne ist klein, Lichtshow und Animation sind so, wie man es von Stadtfesten kennt und selbst für Menschen, die laute Musik lieben, war es manchmal zu laut. Aber es machte trotzdem Spaß. All die Lieder, vor der Pause viele alte Jackson-Five-Hits, später die Mega-Hits der Solokarriere – ließen Erinnerungen wach werden. Das Gros der Besucher hat Spaß, tanzte mit, feiert mit. Fazit: Tontechnik und Ausstattung sind mäßig, das ganze Drumherum könnte wertiger sein. Aber die Musik ist nicht totzukriegen und deshalb ist es gut, wenn es MJ-Tribute-Shows gibt.

Für den Preis war das eine gute Veranstaltung an einem großartigen Ort. Und es gab 2018 in Brandenburg viele Abende, an denen man sich schlechter unterhalten gefühlt haben dürfte.

Von Benno Rougk