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Brandenburg/Havel Toleranz nicht nur predigen, sondern vorleben
Lokales Brandenburg/Havel Toleranz nicht nur predigen, sondern vorleben
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20:33 21.05.2018
Ute Schulz vom Bertolt-Brecht-Gymnasium ist für den Brandenburgischen Lehrerpreis 2018 nominiert. Quelle: Christine Lummert
Brandenburg/H

Ein bisschen wie bei der Oscar-Verleihung sei das Gefühl. So beschreibt es eine Kollegin vom Bertolt-Brecht-Gymnasium, die den seit 2012 jährlich ausgeschriebenen Brandenburgischen Lehrerpreis bereits gewonnen hat. Deutsch- und Psychologielehrerin Ute Schulz freut sich erst einmal über die Nominierung. „Da die ganze Schulkonferenz dahinter steht, ist das schon eine wirkliche Anerkennung meiner Arbeit.“

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wird zusammen mit Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), deren Ressort den Lehrerpreis auslobt, die Gewinner beglückwünschen. 18 werden es insgesamt sein, je eine Lehrkraft aus jedem Landkreis und den kreisfreien Städten.

Lehramt für Deutsch und Russisch

Der absolute Traumberuf war das Lehrerdasein bei der Auswahl des Studiums eigentlich nicht. „Ich wollte immer Psychologie studieren, aber diese Plätze waren nur schwer zu haben“, erinnert sich Schulz. So ist es dann erst einmal das Lehramt für Deutsch und Russisch geworden.

Für die Pädagogin, die nach einem kurzen Abstecher nach Berlin seit 1982 an verschiedenen Schulen in ihrer Heimatstadt Brandenburg gearbeitet hat, machte der Zeitenlauf aber doch noch Träume wahr. Anfang der Neunziger Jahre setze sich Ute Schulz noch einmal neben der Arbeit in den Hörsaal und schloss das lang ersehnte Psychologie-Studium ab.

Außerschulisches Engagement

„Am Friedrich-Grasow-Gymnasium war ich zuerst als Lehrerin in diesem Fach tätig und seit der Zusammenlegung der beiden Schulen jetzt am Brecht-Gymnasium“, berichtet die 61-Jährige. Der Deutschunterricht blieb über die Jahre eine Konstante und bietet auch Anschluss für das umfangreiche außerschulische Engagement, dass von Ute Schulz und weiteren Kollegen auf die Beine gestellt wird.

Unter anderem wäre da der Literaturwettbewerb zu nennen, der inzwischen acht Mal gemeinsam von Schülern des Brecht- und des von-Saldern-Gymnasiums mit selbst geschriebenen Texten gestaltet wurde.

Leidenschaft für die Psychologie

Das größere Feld nimmt aber die Leidenschaft für die Psychologie ein. Zum einen weil Ute Schulz als engagierte Lehrerin immer wieder einen Kurs in diesem Wahlpflichtfach, das ab der zehnten Klasse unterrichtet wird, bis zum erfolgreichen Abitur führen kann.

Zum anderen weil sie schon seit 20 Jahren die außergewöhnliche Arbeitsgemeinschaft (AG) „Soziale Kompetenz“ betreut. Bis zu 30 Schüler finden sich in jedem Schuljahr zusammen, die in dieser außerschulischen AG großen Einsatz zeigen. „Die Schüler bilden Teams und gehen dann zwei mal im Monat in verschiedene soziale Einrichtungen in der Stadt und helfen dort auf ganz unterschiedliche Weise“, erklärt Schulz.

Einsatz für Senioren

Im Seniorenheim Martha Piter wurden erst kürzlich die Balkonkästen neu bepflanzt. Sonst wird dort unter anderem regelmäßig mit den Bewohnern Bingo gespielt. „Das ist der Renner“, weiß Schulz. Ein Team geht in die Reha-Klinik Hohenstücken und bastelt dort mit den Kindern.

Die Kita Nordmännchen ist ebenfalls ein regelmäßiger Anlaufpunkt für einige AG-Teilnehmer. „Durch dieses besondere soziale Engagement haben sich schon Berufswünsche bei manchen Schülern entwickelt“, sagt Schulz, für die das Leitbild der Toleranz ganz oben steht. Vor allem gelte es, das große Wort nicht laut vor sich herzutragen, sondern danach zu leben.

Von Christine Lummert

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