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Brandenburg/Havel Tollkühner Waschbär will sich nicht von der Feuerwehr retten lassen
Lokales Brandenburg/Havel Tollkühner Waschbär will sich nicht von der Feuerwehr retten lassen
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19:24 30.07.2019
Ein Fall für die Feuerwehr. Doch wirklich retten lassen, wollte sich dieser Waschbär nicht. Quelle: Frank Bürstenbinder
Brandenburg/H

Aufregung in der Genthiner Straße! Weil ein Waschbär nicht mehr den Rückweg vom Dach eines Plauer Hauses fand, rückte am Dienstagabend die Berufsfeuerwehr mit einer Drehleiter an. „Wir haben ihn im Knick eines Fallrohres entdeckt, wo er wohl geschlafen hat“, berichtet Petra Waldes. Als ihr Sohn den Waschbären mit Futter auf den Boden locken wollte, hangelte sich das noch junge Pelztier bis zur höchsten Dachrinne am Hausgiebel hinauf.

Mit einem großen Kescher nähern sich die Feuerwehrleute dem Waschbären, der sich in die Dachrinne des Giebels zurückgezogen hat. Quelle: Frank Bürstenbinder

Von dort oben schien es für den schon sichtbar erschöpften Waschbären kein Zurück zu geben. Jetzt konnte nur noch die Feuerwehr helfen, war sich Familie Waldes, die mit drei Generationen unter einem Dach lebt, einig. Für ein Wildtier ist da kein Platz mehr. Zumal der Familienhund bereits am Montagabend lautstark anschlug. Vermutlich hatte er den Waschbären in die Höhe getrieben.

Alle Mühen in luftiger Höhe erwiesen sich als vergeblich. Quelle: Frank Bürstenbinder

Für die Berufsfeuerwehr scheinbar ein Routinefall. Zusammen mit einem Kollegen ließ sich Norbert Pietsch im Korb einer Drehleiter auf Augenhöhe mit dem Waschbären bringen. Mit einem großen Kescher sollte das Tier eingefangen werden. Doch der Waschbär in der Dachrinne dachte überhaupt nicht daran, sich retten zu lassen. Er sprang auf die Dachziegel, fast hätte ihn der Kescher erwischt. Doch der tollkühne Waschbär gab sich nicht geschlagen, flüchtete unter dem Bügel übers Dach zur Vorderseite des Hauses, von wo er sich nach einer kurzen Pause über den First auf und davon machte.

Der Waschbär ist der Feuerwehr entwischt. Quelle: Frank Bürstenbinder

„Wir brechen den Einsatz ab“, sagte Pietsch der MAZ. Die Feuerwehr hätte ihre Drehleiter noch dreimal umsetzen können, der Ausgang wäre wohl ebenso erfolglos geblieben. Hausbesitzer Alexander Waldes hofft, dass der ungebetene Besucher doch noch allein den Weg nach unten findet. „Einen Waschbären in der Dachkonstruktion möchte ich mir lieber nicht vorstellen“, so der Plauer.

Von Frank Bürstenbinder

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