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Brandenburg/Havel Trauer am Von-Saldern-Gymnasium: Hausmeister Hans-Jürgen Hocke ist tot
Lokales Brandenburg/Havel

Trauer am Von-Saldern-Gymnasium: Hausmeister Hans-Jürgen Hocke ist tot

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12:12 29.09.2020
Hans-Jürgen Hocke war Hausmeister am Von-Saldern-Gymnasium. Quelle: André Großmann
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Brandenburg/H

Mit Humor, Hoffnung und Charme ging Hans-Jürgen Hocke durchs Leben. Jetzt ist der Hausmeister des Von-Saldern-Gymnasiums im Alter von 63 Jahren an einer Herzkrankheit verstorben.

Schulleiter schätzt ehrliche Art

„Er hat den Laden im Griff gehabt, war immer zuvorkommend, ehrlich und nie um einen Spruch verlegen. Wir sind in kurzer Zeit sofort Freunde geworden. Mehrere Schüler hielten ihn sogar für einen coolen Lehrer und wollten bei ihm Unterricht haben, doch das war ja nicht möglich. Trotzdem haben wir immer wieder über diese Geschichte geschmunzelt. Er hat andere nie von oben herab behandelt und hinterlässt eine große Lücke“, sagt Schulleiter Frank Brandt.

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Seit 1999 am Von-Saldern-Gymnasium

Hans-Jürgen Hocke war seit 1981 Hausmeister an verschiedenen Brandenburger Schulen, seit 1999 am Von-Saldern-Gymnasium.

Hans-Jürgen Hocke (links) und Torsten Möller waren Kollegen und Freunde. Quelle: privat

Sekretärin Simone Brieseck hat fünfeinhalb Jahre mit ihm zusammengearbeitet und erinnert sich an mehrere Geschichten, die sie begeistern.

Fußballfan aus Leidenschaft

So war Hans-Jürgen Hocke leidenschaftlicher Fan des FC Bayern München und deshalb vor den Spielen aufgeregt. „Wir haben nach den Partien auch mal schwarz-gelbe Sachen angezogen, was ihm als großen Fußballfan natürlich sofort aufgefallen ist. Auch blau-weiße Farben hat er nicht so gern gesehen“, sagt die 56-Jährige.

Sie und Lehrer Robert Langer sahen ihren Hausmeister nicht nur in der Schule, sie feierten auch gemeinsam, sprachen über das Leben und lachten. „Ein schönes Ritual war unser gemeinsames Frühstück. Wir haben uns auch Whatsapp-Nachrichten gesendet, darunter Grüße aus Australien“.

„Er hat dann gesagt, dass er mich vermisst, aber immer nur als Spaß“, sagt Simone Brieseck. Während Hans-Jürgen Hocke ihr den Spitznamen „Mönchen“ verpasst, nannte sie ihn „Hockilein“. Vor wenigen Wochen sprachen sie noch über seine Kur, am 3. Oktober wäre er 64 Jahre alt geworden.

Kollegen sammeln für Trauerfeier

„Er freute sich schon auf seinen wohlverdienten Ruhestand und hatte Pläne. Wir sind jetzt traurig, haben aber immer ein gutes Gefühl, wenn wir an ihn denken. Denn er war ein beeindruckender Mensch und das bleibt in der Erinnerung. Alle mochten ihn“, sagt Simone Brieseck.

Kollegen sammeln aktuell für die Trauerfeier, bei der auch Schüler dabei sein wollen. Schulleiter Frank Brandt schreibt auf der Homepage vom Von-Saldern-Gymnasium „Hocki-Wir werden dich vermissen“.

Von André Großmann