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Brandenburg/Havel Trechwitzer Osterfeuer plötzlich in der Kritik
Lokales Brandenburg/Havel Trechwitzer Osterfeuer plötzlich in der Kritik
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16:19 05.04.2018
Hoch schlagen die Flammen beim Trechwitzer Osterfeuer. Quelle: JAST
Kloster Lehnin

Es ist das größte Osterfeuer in der Region. Tausende Schaulustige lassen sich das jährliche Spektakel des Trechwitzer Jugend- und Freizeitvereins nicht entgehen. Doch plötzlich sind die kunstvoll aufgeschichteten Kiefernstämme Gegenstand öffentlicher Kritik . Und das ausgerechnet im Nachbarort Damsdorf.

Aus der Gästeschar der Ortsbeiratssitzung am Mittwoch wurde die Frage aufgeworfen, warum das Trechwitzer Osterfeuer über 600 Kubikmeter Holz umfassen muss. „Alle reden über Umweltschutz. Die Hälfte der Menge würde reichen“, befand eine Dame. Ein anderer Damsdorfer machte den Vorschlag, dass die Trechwitzer ihr Osterfeuer auf einen zweijährigen Rhythmus beschränken sollten – abwechselnd zum Treckertreffen.

In diesem Jahr schichtete der Jugend- und Freizeitverein Trechwitz zahlreiche Kiefernstämme zu einem römischen Kolosseum auf. Quelle: JACQUELINE STEINER

Dagegen mokierten sich Befürworter des Osterfeuers über die Kritik: „Zum Glück gibt es Leute, die etwas auf die Beine stellen. Und dann wird auch das schlecht gemacht.“ Ohne sich auf eine Seite stellen zu wollen, nahm Damsdorfs Ortsvorsteher Kevin Bolz die Bedenken zur Kenntnis und verwies auf die Trechwitzer Zuständigkeiten. Ortsbeiratsvorsitzender Ronald Andersen empfahl der Beschwerdeführerin ihre Bedenken dem Ausschuss für Bauen, öffentliche Sicherheit und Ordnung vorzutragen. Dieses Gremium der Gemeindevertretung tagt am 9. April um 19 Uhr im Rathaus.

Kloster Lehnins Vize-Bürgermeister Berthold Satzky zeigte sich erstaunt über die Diskussion in Damsdorf. „Traditionsfeuer haben eine hohe Akzeptanz. Bisher gab es keine Probleme mit dem Trechwitzer Osterfeuer. Die Veranstaltung wird mit Auflagen genehmigt. Wie an anderen Standorten in der Gemeinde auch. Sollte es nun Kritik geben, werden wir uns damit beschäftigen müssen“, sagte Satzky der MAZ.

Wochenlang arbeiteten Mitglieder des Trechwitzer Freizeit- und Jugendvereins am Kolosseum für das diesjährige Osterfeuer. Quelle: Christine Lummert

Sebastian Gaidecka vom Jugend- und Freizeitverein Trechwitz führt die aktuelle Diskussion vor allem auf Unwissenheit zurück. Manche Leute würden dem „schönen Holz“ nachtrauern. Doch in Wahrheit handele es sich zum größten Teil um Totholz und Windbruch, das die Waldbesitzer gerne zur Verfügung stellen würden. „Außerdem finanzieren die 35 Mitglieder mit dem Osterfeuer das Vereinsleben“, so Gaidecka.

Von Frank Bürstenbinder

Strenge Umweltauflagen können für künftige Bauvorhaben in Damsdorf eine hohe Hürde bedeuten. Die Schutzzone um das Wasserwerk soll nämlich deutlich erweitert werden. Die Restriktionen treffen selbst Teile des Festgeländes zur 750-Jahr-Feier. Am 8. Mai gibt es für die Öffentlichkeit eine letzte Möglichkeit, um Einwände vorzutragen.

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