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Brandenburg/Havel Das wohl letzte Leader-Auswahlverfahren läuft
Lokales Brandenburg/Havel Das wohl letzte Leader-Auswahlverfahren läuft
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14:03 27.11.2019
Heiko Bansen, Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel. Quelle: Michael Greulich
Trechwitz

Der Trechwitzer Ortsvorsteher Wolfgang Koßmehl hat am Dienstagnachmittag das frisch renovierte Informationszentrum für Natur- und Tourismus vorgestellt. Anlass war das Treffen der Regionalen Arbeitsgruppe „Rund um die Havel“. Dort stellten Antragsteller ihre Projektideen vor. Sie alle hoffen auf Fördermittel der EU.

Der Saal des Infozentrums wurde erst kürzlich in Eigeninitiative und mit Unterstützung der Lokalen Aktionsgruppe erweitert und modernisiert. So wird jetzt durch die neuen LED-Leuchten Strom gespart. Die Trechwitzer informieren ganze Busgruppen von Touristen über die Landschaft und Sehenswürdigkeiten in Kloster Lehnin und bieten Wanderungen ins Naturschutzgebiet und Touren zu regionalen Erzeugern an.

Marius Haberland, hier vor dem Lehniner Institut für Kunst und Kultur, war am Dienstag in Trechwitz mit dabei. Quelle: Marion von Imhoff

Regionalmanager Heiko Bansen von der Lokalen Aktionsgruppe gab zu Beginn einen Überblick über die bisherige Förderung. Seit 2015 werden Projekte der ländlichen Entwicklung in die Leader-Region Fläming/Havel gefördert. Bis 2023 werden mehr als 30 Millionen Euro dafür geflossen sein.

So wurden in Ferch ein Straßenbereich mit Platz zum Spielen und Verweilen, in Lehnin der Friedenssaal und Gästezimmer im Elisabethhaus des Evangelischen Diakonissenhauses und in Brandenburg-Wilhelmsdorf an der Neuen Mühle im Alten Wachturm ein Ausstellungsraum und eine Weinstube realisiert.

Bald wichtige Entscheidung

Derzeit läuft das zehnte und voraussichtlich letzte Projektauswahlverfahren dazu. Stichttag für die Abgabe der Vorschläge war der 30. Oktober. Zur Verfügung steht ein Budget von 2,6 Millionen Euro. Dem stehen 33 geplante Projekte in Höhe von 6,6 Millionen Euro gegenüber. Alle Vorhaben stellen sich einem Auswahlverfahren, das sicherstellen soll, dass sie einen Mehrwert für den ländlichen Raum bringen und von landesweiter Bedeutung sind. Die Projektträger rund um die Havel hatten am Dienstagnachmittag Gelegenheit, ihre Ideen vorzustellen, sich mit anderen Projektträgern auszutauschen und Fragen zum Antragsverfahren zu stellen.

Marius Haberland (l.), Geschäftsführer des Lehniner Kulturinstituts, stellt das Kunstdepot vor, für das er auf Fördergeld hofft. Neben ihm Heiko Bansen, Projektmanager der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel. Quelle: Petra Müller

Dreizehn Projekte aus dem Bereich der Regionalen Arbeitsgruppe wurden vorgestellt. Sie beinhalten Maßnahmen zum Geh- und Fahrradwegebau, zum Tourismus und zur Naherholung, zur Kirchensanierung, zur Gewerbeerweiterung und privaten Dorferneuerung.

Ein größerer Anteil könnte für regionales Catering und einen Regionalmarkt zur Landesgartenschau 2022 in Beelitz ausgegeben werden. Marius Haberland, Geschäftsführer des Lehniner Kulturinstituts, stellte die Planungen zur Umnutzung einer Lagerhalle zu einem Kunstdepot mit Fledermausturm vor. Im Strandbad Lehnin soll ein neuer Sanitärbereich entstehen und in Ferch ein 360 Meter langer Geh-und Radweg am Wohngebiet Sperlingslust.

Biobrauerrei will Jobs schaffen

Marc Genschorek von der Greenwood GmbH möchte mit Hilfe der Förderung seine Biobrauerei erweitern. Er könnte mit einer Mikrobrauanlage in seiner „Beetzseebrauerei“ die Kapazität erhöhen und den wachsenden Bedarf der regionalen Gastronomie an verschiedenen Biersorten in Bioqualität aus Brandenburger Gerste und teilweise wildem Hopfen decken. Zukünftig entstünden zwei Arbeitsplätze.

Die Entscheidung über Förderungen liegt beim Landesamt für ländliche Entwicklung. Welche Projekte dafür empfohlen werden, darüber fällt der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe Fläminghavel im Dezember das Votum.

Von Petra Müller

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