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Brandenburg/Havel Trotz 1400 Unterschriften: Investor will Linde fällen
Lokales Brandenburg/Havel Trotz 1400 Unterschriften: Investor will Linde fällen
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20:01 31.10.2019
Die Linde auf dem Altstädtischen Markt ist nicht in Gefahr. Sie steht unter Naturschutz. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Das Schicksal der Winterlinde in der Lindenstraße ist wohl besiegelt: Die Fraktionen CDU, Freie Wähler, FDP und AfD haben einen gemeinsamen Antrag eingebracht, mit dem die von Andrea Martin und 1412 Mitunterzeichnern eingebrachte Petition zum Retten des Baumes abgeschmettert wurde. Am Ende stimmten 24 Stadtverordnete für diesen Antrag, 16 waren dagegen.

Drohung des Investors

Der etwa 140 Jahre alte Baum muss einem Bauprojekt der SD Invest Havel GmbH weichen. Die Investoren Wilhelm Schomaker und Eike Beitz kümmern sich um das Sanieren und Ergänzen des Ensembles von Flakowski-Haus und Kaufhalle-Mitte an der Hauptstraße, an der Rückseite an der Lindenstraße entstehen Wohnhäuser. Die Bauherren hatten jüngst mit Rückzug gedroht, sollten sie wegen des Baumes umplanen müssen, dabei Zeit und potentielle Mieter verlieren.

Entscheidung im Rathaus

Die Stadtverordneten könnten gar nicht das Fällen des Baumes mittels Beschluss verhindern, heißt es aus der Rathausspitze. Die Fällgenehmigung sei reines Verwaltungshandeln, am Ende entscheide Behördenleiter Steffen Scheller (CDU) nach Abwägen aller Argumente aus den Ressorts Umwelt/Naturschutz, Verkehr, Bauen und Wirtschaftsförderung.

Martina Marx (Bündnisgrüne) hatte in der emotional geführten Diskussion zuvor darauf verwiesen, dass sich Naturschutzbeirat und auch die Untere Naturschutzbehörde gegen das Fällen der Linde gestellt hätten. Sie kündigte an, weitere Schritte einzuleiten, um den Baum zu retten, sagte aber nichts Konkretes.

Antrag auf Naturschutz

Noch nicht entschieden sei über einen Antrag des Nabu, den Baum unter Naturschutz zu stellen, bescheidet Scheller der Nabu-Aktivistin Monika Schilling.

Projekt war lange bekannt

Der Chef des Stadtentwicklungsausschusses Georg Riethmüller (CDU) hatte in einem ausführlichen Statement dargelegt, dass das Bauvorhaben seit langem bekannt und in verschiedenen Gremien mehrfach vorgestellt worden sei. Damals hätte man möglicherweise das Planverfahren noch ändern können. Allerdings nicht mehr jetzt, kurz vor der Baugenehmigung.

Von André Wirsing

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