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Brandenburg/Havel Unsere Existenzgründer: Die Schattenspielerin
Lokales Brandenburg/Havel Unsere Existenzgründer: Die Schattenspielerin
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07:28 17.10.2014
Es muss nicht immer schwarz-weiß sein: Anne Diestelkamp agiert hinter der Bühne mit bunten Figuren für ein Adventsstück. Quelle: F. Bürstenbinder
Wilhelmshorst

Eigentlich wollte die gebürtige Potsdamerin in ihrer alten Heimatstadt ein Café eröffnen. Während der Vorbereitungen absolvierte sie einen Existenzgründerkurs am Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) in Bad Belzig. Es gab ein konkretes Projekt. Doch am Ende hätte die Investition die finanziellen Möglichkeiten der Existenzgründerin deutlich überschritten. „Ich habe rechtzeitig die Notbremse gezogen und mich auf eine alte, fast vergessene Kunst besonnen“, berichtet Anne Diestelkamp. Schon in ihrer Schulzeit baute sie erste Schattentheater. Eine faszinierende Erfahrung, die ihr jetzt zugute kommt.

Lange Tradition

Beim Schattentheater wird eine Geschichte erzählt, indem Schatten auf eine beleuchtete Fläche geworfen werden. Das Publikum sitzt vor der Projektionsfläche. Für die Erzeugung der Schatten sorgen Figuren, die vom hinter der Projektionsfläche befindlichen Spieler bedient werden.
In Asien hat das Schattentheater eine jahrhundertealte Tradition. Mehr über Anne Diestelkamps Neugründung im Internet: www.scato-mime.de

Vom Café zum Schattentheater – das war eine Entscheidung, zwischen denen Welten liegen. Doch der Lotsendienst des TGZ nahm ihre jähe Wende ernst, knüpfte Kontakte zur Szene und half so beim Aufbau der Selbstständigkeit. Bis heute begleitet ein Coach die Theatermacherin durch die ersten schweren Monate. Statt in Kaffeeautomaten, Geschirr und Mobilar steckt nun ein Bruchteil des ursprünglich veranschlagten Kapitals in einer Sperrholzkiste.

Das aufklappbare Theater ist selbst gebaut, so wie die Figuren aus Pappe, Folien und Papier. Kulissen und Bühne entstanden ebenfalls in Heimarbeit. Auch die Beleuchtungsanlage mit der dimmbaren Glühlampe und den mehrfarbigen Leuchtdioden hat Anne Diestelkamp selbst verdrahtet.

Auf ihre erste Tournee geht die Wilhelmshorsterin mit einem Adventsstück, das insbesondere für Kinder gedacht ist. „Wenn der Raum abgedunkelt ist und das Lampenlicht die Schatten der Figuren auf die Projektionsfläche wirft, kommen die Kinder ungewöhnlich schnell zur Ruhe. Für sie ist die Aufführung eine neue optische Erfahrung“, weiß Anne Diestelkamp.

Die Geschichte vom revoltierenden Weihnachtsbaumschmuck, der noch nicht zum alten Eisen gehören will, dauert etwa 45 Minuten. So wie das einstudierte Grimm-Märchen „Die goldene Gans“, mit denen die Existenzgründerin Senioren- und Pflegeheime besuchen will. „Die alten Menschen werden sich auf diesem Weg an ihre Kindheit erinnern“, sagt Anne Diestelkamp. Sie ist Theaterdirektorin, Regisseurin, Schauspielerin und Erzählerin in einer Person. Ihre Pläne gehen schon weiter. Afrikanische Märchen will sie zeigen. Und die Kinder sind mittendrin. Sie dürfen zum Schattenspiel trommeln.

Von Frank Bürstenbinder

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