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Brandenburg/Havel Vandalen zerstören Lichterbäume
Lokales Brandenburg/Havel Vandalen zerstören Lichterbäume
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15:45 08.01.2019
Einige Kugeln und Teile der Lichterkette an der Tanne am Neust. Markt wurden zerstört. Beim Abbau wird jede Kette auf Funktion überprüft. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Nicht einmal die Weihnachtsbaumbeleuchtung ist vor den Vandalen sicher. In der Neustadt und in Kirchmöser haben sie den Festschmuck ziemlich ramponiert.

Die traurigen Reste der Lichterketten. Quelle: Thomas Krüger

An der großen Tanne neben der Postsäule vor der Katharinenkirche ist bis in eine Höhe von etwa 3,50 Metern ziemlicher Schaden angerichtet worden, hat Thomas Krüger festgestellt. „Es wurden LED-Ketten abgerissen und Kugeln gestohlen“, sagt der Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft STG.

„Das genaue Ausmaß des Schaden haben wir erst nach der Inventur, doch sicher scheint bereits jetzt zu sein, dass wir den Baumschmuck in seinem jetzigen Zustand nicht wieder verwenden können.“ Das bedeutet, es muss „nachgerüstet“, fehlende Teile neu beschafft werden. Ganz preiswert dürfte das nicht sein.

Der Weihnachtsschmuck ist im Herbst 2013 für rund 19.000 Euro angeschafft worden, den größten Teil der Summe brachten die Stadtwerke Brandenburg auf. 75 Lichtgirlanden mit Leuchtdioden im 20-Zentimeter-Abstand sowie 85 bis zu 40 Zentimer große „Organic“-Kugeln, die aus einem rattanähnlichen Material gepresst wurden, sollen einen Kegel über den Baum spannen. 3000 Euro Ersparnis pro Jahr sollten die LED-Leuchten bringen, 90 Prozent der bisherigen Stromkosten.

Die Anlage ging ins Eigentum der STG über, in einem Sponsoringvertrag mit den Stadtwerken verpflichtete sich die Gesellschaft, die Beleuchtung zu unterhalten und zu pflegen. „Es geht mir nicht in erster Linie ums Geld, ich finde nur diesen respektlosen Umgang traurig, die meisten Menschen finden unsere Baumbeleuchtung nämlich klasse. Und dann kommen einige und zerstören sie mutwillig“, sagt Krüger. Offensichtlich sind die Vandalen auch ein Stückchen im Baum hochgeklettert, zum Glück aber nicht weiter gekommen.

Im Ortsteil Kirchmöser ist der materielle Schaden etwas geringer, doch wurde hier eine von zwei Beleuchtungen komplett

Auch die Beleuchtung in Kirchmöser wurde teilweise zerstört. Quelle: Carsten Eichmüller

zerstört. Der SPD-Ortsverein Kirchmöser/Plaue hatte gemeinsam mit Kindern aus dem Ortsteil zwei Tannen am Nordtor gleich hinterm Kreisverkehr festlich illuminiert. Die Gäste des Mehrgenerationenhauses „Die Stube“ hatten entsprechend Baumschmuck gebastelt.

„Die Lichterketten hatte einst der Gewerbeverein Kirchmöser angeschafft und bei seiner Auflösung vor einigen Jahren uns anvertraut. Wir hatten versprochen, die Tradition fortzuführen“, sagt Ortsvereinschef Carsten Eichmüller. Man habe die Beleuchtung gehegt und gepflegt, auch wenn sie nicht mehr ganz auf dem neusten Stand der Technik war. Nun ist eine Anlage komplett zerstört, Eichmüller hat Anzeige erstattet. Er hat es ja nicht so weit, im Berufsleben ist er Polizist.

Auf der Plattform Facebook hat der Ortsverein gepostet, dass die Anzeigen gestellt wurden. Gleichzeitig gibt es ein Angebot. Wenn die Täter reuig sind, können sie sich melden und beim nächsten großen Arbeitseinsatz im Ortsteil einen Teil des Schadens wiedergutmachen. „Ich denke, das ist ein gutes Angebot. Die wohl jugendlichen Täter sind bei ihrem Tun beobachtet worden.

Weil der Zeuge aber nicht gleich die Polizei gerufen hat, kamen die Beamten nicht rechtzeitig. Doch die Täter dürften zu ermitteln sein. Wenn sie sich vorher melden und tätige Reue zeigen, werden wird das als eine Art ,Täter-Opfer-Ausgleich’ werten, der Polizei so zur Kenntnis geben und die Anzeige zurückziehen“, beschreibt Eichmüller das weitere Vorgehen.

Er finde es ebenfalls schade, dass solche Symbole, die bei vielen Menschen gute Gefühle auslösen, von wenigen anderen zerstört werden. „Es ist ja nicht nur die Lichterkette kaputt, sondern auch der aufwendig gestaltete Baumschmuck, an dem die ,Stuben’-Kinder mit den Erwachsenen ziemlich lange gebastelt haben.“

Von André Wirsing

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