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Brandenburg/Havel Verfahren gegen Budick eingestellt
Lokales Brandenburg/Havel Verfahren gegen Budick eingestellt
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16:27 17.05.2013
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BRANDENBURG/ H.

. Budicks Anwalt Dirk Stieger zeigte sich erfreut über die Verfahrenseinstellung. Es habe sich kein einziger Hinweis auf ein strafbares Verhalten gezeigt. Auch Ines Budick war die Erleichterung gestern in einer ersten Stellungnahme gegenüber der MAZ anzumerken: „Ich habe es immer gewusst und gesagt.“

Im August 2011 hatten 13 Beamte des Landeskriminalamtes Büros im Kindergarten Wusterauer Anger und in der Berufsorientierten Schule Kirchmöser, wo Budick als Lehrerin arbeitet, durchsucht. Sie beschlagnahmten 73 Akten und eine Computer-Festplatte. Es ging um Untreueverdacht gegen Budick als Vorstandsvorsitzende des Fördervereins „Zukunft für Kinder“ (Zukufi). Der Verein sollte angeblich Schulungen für MAE-Kräfte (Mehraufwandsentschädigungskräfte) zu hoch abgerechnet haben. Es ging um angebliche 10 000 Euro, die der Verein behalten haben solle.

Ursache des Ermittlungsverfahrens war eine Anzeige von Edeltraud Wazda, formuliert von ihrem Rechtsanwalt Christian Sieg’l. Wazda wiederum war die Vorgängerin von Budick im Vereinsvorstand und Kita-Leiterin im Förderverein. Beteiligte sprachen damals von einem Racheakt Wazdas, weil diese einen Tag vor ihrem 60. Geburtstag nach Querelen in einer Vorstandssitzung abgewählt worden war. Sie hatte den Förderverein mit aufgebaut. Ihr Anwalt Sieg’l war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Budick sagte gestern, dass es psychisch belastend gewesen sei, dass sich das Verfahren so lange hingezogen habe. „Wenn es dann aber mit einer Verfahrenseinstellung endet, ist es o. k.“ Ihr tue „die Gegenseite leid“.

Offen ließ die Kommunalpolitikerin, ob sie nun ihrerseits rechtliche Schritte gegen Wazda einleiten werde. „Dazu kann ich jetzt noch nichts sagen, dafür ist alles noch viel zu frisch.“

Offen ist indes, ob noch gegen die Zukufi-Geschäftsführerin Carola Haack ermittelt wird. Die Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam begründeten das lange Verfahren stets damit, dass der Verdacht auf Wirtschaftsstrafsachen langwierige Ermittlungen mit sich brächten. Rechtsanwalt Stieger betonte gestern, seine Mandantin Budick habe die Staatsanwaltschaft davon überzeugt, dass keine Veranlassung zu einer Anklageerhebung bestand. (Von Marion von Imhoff)

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