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Brandenburg/Havel Packhof-Verkehr soll nur über die Augustastraße rollen
Lokales Brandenburg/Havel Packhof-Verkehr soll nur über die Augustastraße rollen
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13:46 30.09.2019
Die Augustastraße wird als Durchfahrtsstraße geplant, ist aber nach langer Öffnung nun eilends wieder verpollert worden. Quelle: jast
Brandenburg/H

Das Öffnen und der Ausbau der Augustastraße in Brandenburg für den Zweirichtungsverkehr wird derzeit in der Verwaltung vorbereitet. Damit dürfte rathausintern die Entscheidung darüber gefallen sein, wie künftig der Verkehr zum und vom Packhof-Quartier geführt wird.

Abstimmung mit Behörden

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) sagt zwar, es werden noch alle Varianten gerade überprüft. Gleichzeitig bestätigt er, dass bereits Abstimmungen mit anderen Behörden wie beispielsweise mit der Polizei geführt werden.

Machbarkeitsstudie liegt vor

Vor einem knappen Jahr bereits hatten Ingenieure vom Dresdner Verkehrsplanungsbüro Ivas eine Machbarkeitsstudie geschrieben, in der eine Frage zu beantworten war: Soll es die von der Verwaltung damals favorisierte Einbahnstraßenlösung mit Einfahrt über Kleine Münzenstraße und Ausfahrt über Augustastraße sein oder lässt sich der ganze Verkehr über die Augustastraße leiten?

Beide Lösungen gleich gut

Die Einbahnstraßen-Variante mit der Blockumfahrung hätte zur Folge gehabt , dass die Anwohner auf der Nordseite der Kleinen Münzenstraße von vorn und von hinten Verkehr, Gestank und Lärm hätten. Die Verkehrsplaner kamen zu einem überraschenden Schluss: Verkehrstechnisch sind beide Lösungen gleich gut, der Ausbau der Augustastraße wäre allerdings um 300.000 Euro teurer als das reine Ertüchtigen der Kleinen Münzenstraße.

Diese Zahl relativiert Scheller inzwischen: „Ich denke, es werden etwas weniger als 200.000 Euro Mehrkosten sein, weil die restliche Summe ohnehin für Anpassungen beim Sanieren der Neustädtischen Fischerstraße anfällt. Das Geld wird ohnehin ausgegeben.“

Versenkbare Poller in Sackgasse

Auch der für die Verkehrsbehörde zuständige Beigeordnete Michael Brandt (CDU) sagt, die Behörde bereite noch keine verkehrsrechtliche Anordnung zum Ausweisen der Kleinen Münzenstraße mit Sperrung am Ende Knoten Große Münzenstraße/Hammerstraße vor. Gleichzeitig spricht er aber schon von einer „Lösung mit versenkbaren Pollern“. Zufall? Wohl ebenso wenig wie die Tatsache, dass just mit der MAZ-Recherche die bis dahin abgebauten Poller in der Augustastraße am Zugang zur Hammerstraße eilends wieder eingesetzt wurden.

SVV-Beschluss steht noch aus

Zuvor waren sie über Monate demontiert, es hatte sich bereits ein reger Zweirichtungsverkehr entwickelt, allerdings mit Einschränkungen. Offensichtlich soll nun nicht der Eindruck erweckt werden, es seien schon vollendete Tatsachen geschaffen worden. Der Ausbau muss wohl noch von den Stadtverordneten abgesegnet werden, weil bisherige Beschlusslage ist, dass über die Verkehrserschließung erst endgültig entschieden wird, wenn klar ist, was auf den Packhof kommt und wie viel Verkehr zu erwarten ist.

Geringfügige Verbreiterung

Die 130 Meter lange Augustastraße an der alten Stadtmauer zwischen Neustädtischer Fischerstraße und Hammerstraße ist 2011 gebaut worden. Sie wird überwiegend von Autofahrern genutzt, die einen der 29 rechtwinklig zur Fahrbahn angeordneten Stellplätze ansteuern. Die Fahrbahn hat eine Breite von 4,25 Metern. Das reicht zwar für den Begegnungsverkehr zweier Pkw, ist aber zu eng, wenn größere Fahrzeuge bewegt werden. Die Fahrbahn kann auf eine Breite von 5,50 Metern erweitert werden, indem man umbaut und auf einen Teil des 1,75 Meter breiten Zwischenstreifens zu den Parkplätzen verzichtet.

Umbau ist überfällig

Das Sanieren und Ausbauen der Neustädtischen Fischerstraße ist seit Jahren überfällig, wurde immer wieder verschoben, jetzt steht auf der städtischen Internetseite nur noch schwammig „Ausbau ab 2020“. Dabei wäre wohl eine separate Linksabbigerspur auf der aus Richtung Neustadt-Markt führenden Fahrbahn notwendig: In den Hauptstoßzeiten fahren auf der Neustädtischen Fischerstraße durchschnittlich 604 Autos pro Stunde. Davon biegen mindestens 66 in die Augustastraße ein, haben die Verkehrsplaner errechnet. Deshalb muss ein 20 Meter langer und drei Meter breiter Abbiegestreifen angelegt werden.

Forderung der BI Packhof

Die Verkehrserschließung allein über die Augustastraße ist seit langem auch eine Forderung der Bürgerinitiative Packhof.

Von André Wirsing

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