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Brandenburg/Havel Schnellerer Ersatzverkehr: Neuer Expressbus vom Quenz zum Hauptbahnhof
Lokales Brandenburg/Havel Schnellerer Ersatzverkehr: Neuer Expressbus vom Quenz zum Hauptbahnhof
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18:16 23.12.2019
Der Schienenersatzverkehr vom und zum Quenz macht viele Fahrgäste nicht gerade glücklich. Die Verkehrsbetriebe Brandenburg wollen im Februar bessere Verbindungen anbieten. . Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Verkehrsbetriebe Brandenburg/Havel (VBBr) wollen reagieren auf die Kritik ihrer Fahrgäste nach der Sperrung der Brücke des 20. Jahrestages.

Bekanntlich können auch Straßenbahnen und Busse die gesperrte Brücke nicht mehr passieren, sodass das städtische Unternehmen Umwege und Notlösungen anbieten muss. Von denen sind einige wenig praktikabel oder umständlich für Kunden, die es gewohnt waren, schnell von A nach B zu kommen.

Die in der Eile Anfang Dezember geänderten Linienführungen des Schienenersatzverkehres sind für sie nicht das A und O.

Drei wesentliche Beschwerden

Drei wesentliche Beschwerden von Fahrgästen nachdem sperrungsbedingten Wegfall der Straßenbahn mit der Nummer 2 sind VBBr-Geschäftsführer Jörg Vogler bekannt.

Kritikpunkt 1 ist die Dauer des Reiseweges der Ersatzbusse, die das Waldcafé ansteuern. Kunden beklagen sich darüber, dass sie ungefähr zwanzig Minuten länger unterwegs sind als vorher. Einige beschweren sich sogar über eine halbstündige Verzögerung in ihrem Tagesablauf.

Kritikpunkt 2 ist die Anbindung an den Brandenburger Hauptbahnhof. Gerade Pendler, die in Richtung Magdeburg und Potsdam/Berlin zur Arbeit fahren müssen, gelangen nicht mehr zügig genug zu den Zügen der Deutschen Bahn.

Nur staufreie Strecken sinnvoll

Kritikpunkt 3 ist die Verbindung entlang der bisherigen Straßenbahnhaltestellen an der Magdeburger Landstraße. Fahrgäste werden nicht mehr an diesen Haltestellen so wie vorher abgeholt, sondern müssen einen Kreis mitfahren, der sie sie Zeit kostet.

„Nach der Brückensperrung mussten wir binnen Ersatzlösungen anbieten“, bittet Geschäftsführer Vogler um Verständnis. Leitgedanke sei dabei gewesen, staufreie Strecken als Umleitung zu nehmen. Denn ein Bus, der im Stau steckt, nutze den Kunden wenig.

Nach Voglers Erfahrung läuft die Umleitung über die Spittastraße inzwischen gut, nachdem die Ampelschaltungen nachgeregelt worden sind.

Nach den Winterferien

Die Verkehrsbetriebe Brandenburg möchten mit Neuplanungen an zwei Stellen erhebliche Verbesserungen für ihre Fahrgäste erreichen, allerdings erst nach den Winterferien im Februar.

Zum einen ist eine Art Expressbusverbindung geplant zwischen dem Quenz und dem Neustädtischen Markt und dem Hauptbahnhof. Diese künftige Verbindung soll über die Friedrich-Engels-Straße Richtung Neustadt/Hauptbahnhof geführt werden. Sie soll „deutlich schneller“ sein als es im Moment der Fall ist.

Um die Zeit auch zu gewinnen, werden die Verkehrsbetriebe einzelne Haltestellen auslassen. Um die zusätzliche Expressverbindung aufzubauen, werden laut Vogler ein neuer Bus eingesetzt und Personal dafür eingestellt.

Zu 90 Prozent

Die Expresslinie soll sehr wahrscheinlich nach den Ferien am 10. Februar starten. „Zu 90 Prozent ist das sicher“, sagt der Geschäftsführer.

Ganz so weit sind die Planungen für die zweite Änderung noch nicht gediehen. Die Verkehrsbetriebe arbeiten aber daran, den Schienenersatzverkehr ebenfalls zum 10. Februar nicht mehr ans Waldcafé anzubinden, sondern an die Fontanestraße mit den dort besseren Umsteige-Anschlüssen zu anderen Verbindungen wie der Straßenbahn der Linie 6.

„Damit würden wir vom erweiterten Zentrum aus starten und nicht mehr von dem weiter abgelegenen Waldcafé“, sagt Vogler. Der Bus würde also nicht mehr wie bisher in der Dreifertstraße wenden.

Magdeburger Landstraße rauf und runter

Bedient werden sollen dann alle Haltestellen auf der Magdeburger Landstraße rauf und runter, was zum Beispiel Besuchern des Ärztehauses die An- und Abreise erleichtert. 70 Prozent, so hoch ist derzeit die Wahrscheinlichkeit dieser Änderung laut Vogler.

Der VBBr-Geschäftsführer äußert sich dankbar für die kritischen Hinweise der Kunden, von denen die Verkehrsplaner des Unternehmens manche aufgenommen hätten.

Bei anderen Hinweisen sei das nicht immer möglich, weil die Verkehrsbetriebe mit ihrem Bestand an Bussen und Personal planen und dabei Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer berücksichtigen müssen.

Von Jürgen Lauterbach

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