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Brandenburg/Havel Vorzeige-Nachwuchskünstlerin kommt aus Brandenburg
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18:03 07.12.2019
Künstlerin Franka Schwarz ist stolz auf den umfangreichen Katalog mit ihren Werken. Quelle: Antje Preuschoff
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Brandenburg/H

Stolz hält Franka Schwarz ihren ersten eigenen Katalog in den Händen. Druckfrisch ist das Buch mit einer Auswahl ihrer künstlerischen Werke in der Reihe „Signifikante Signaturen“ in der vergangenen Woche erschienen. Die 34-Jährige gebürtige Brandenburgerin ist damit sozusagen Vorzeige-Nachwuchskünstlerin 2019.

Die ostdeutsche Sparkassenstiftung legt die Edition „Signifikante Signaturen“ jährlich auf. Damit wird jeweils ein junger Künstler aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt in einem werkbezogen gestalteten Buch vorgestellt. Das Höchstalter liegt bei 35 Jahren.

Für Franka Schwarz ist der Katalog ein absoluter Glücksfall. So ein professionelles Werk sei normalerweise unfinanzierbar, dabei aber extrem wichtig in der Kunstszene. „Es ist ein richtiges Lebenszeichen“, meint die 34-Jährige. Nicht zuletzt, weil die Stiftung den Katalog an Kunst- und Kultureinrichtungen verschickt, die Künstlerin selbst aber auch 350 Exemplare zur Eigenwerbung erhalten hat.

Unheimlicher Katalog

In dem Buch sei ein Best-of ihres Schaffens zu finden. Allerdings habe sie dabei bewusst Werke herausgepickt, die komplizierter und extremer sind. „Es ist ein etwas unheimlicher Katalog“, gibt die Künstlerin zu.

Das Werk ist untermauert mit Betrachtungen des Berliner Kunst- und Kulturvermittlers Ilia Castellanos. Den, berichtet Schwarz, habe sie tatsächlich erst im Entstehungsprozess des Kataloges kennen gelernt. Das sei recht ungewöhnlich, weiß die junge Künstlerin. Denn sie wurde Castellanos vom bekannten Brandenburger Maler Jan Beumelburg empfohlen.

Einfluss von Natur und Technik

Im Katalog werden die vielen Techniken und Ausgangsmaterialien deutlich, derer sich Franka Schwarz bedient. „Ihr Gesamtwerk lässt sich in Objekte, Skulpturen und Malerei gliedern, wobei Letztere die Essenz ihres ungewöhnlichen Schaffens deutlich sichtbar macht“, schreibt Castellanos. „Passend zur Heimatkunst bedient sie sich häufig der Hinterglasmalerei, Fundstücke vom Flohmarkt oder Dachboden sind oft Ausgangspunkt für ihre Objekte.“

Ob eine Heugabel, ein Kronleuchter, ein Wespennest oder sogar ein Rehschädel – Franka Schwarz stolpert quasi über die Inhalte ihrer Werke. Noch verstärkter, seitdem sie ihr neues Domizil 2015 in Trechwitz auf einem Hof gefunden hat und der regelmäßige Waldspaziergang für Inspirationen sorgen kann. Oder die eigenen Hof-Hühner sie mit Zutaten für das Eitempera zum Malen versorgen.

Das Werk "Seestück" ist auf und hinter Glas entstanden. Quelle: Antje Preuschoff

Doch nicht nur die Natur, sondern auch die Technik findet Einzug in ihr Schaffen. Mit Leuchtmitteln, sogar Lasern, experimentiert Schwarz. „Ich komme aus dem Science-Fiction-Bereich“, sagt die Künstlerin dazu.

Franka Schwarz hat ganz konsequent ihre Profession verfolgt. Bereits nach dem Abitur ist sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee aufgenommen worden. Nur zehn von zirka 300 Bewerbern schaffen diesen Sprung. An ihrem Bewerbungserfolg wirkte neben Jan Beumelburg zum Beispiel auch Ana Finta mit. Entschieden hat sich Schwarz damals für den Studiengang „Freie Malerei“.

„Wir arbeiteten viel in der Bauhaustradition, haben also auch Handwerkliches gemacht“, erzählt Schwarz. „Dafür bin ich heute sehr dankbar“, sagt sie dazu. Nach ihrem Diplom bei Werner Liebmann, folgte noch die Meisterschule.

Erinnerungen werden wach

Später gründete Schwarz in Berlin-Wedding ein Gruppenatelier mit, dass die Künstler 2015 zwangsweise verlassen mussten. Der Umzug aufs Land folgte –und damit auch wieder die Rückkehr in ihre Heimatstadt Brandenburg.

Denn Franka Schwarz gibt mittlerweile diverse Kurse in der Wredow’schen Zeichenschule. Sie hat unter anderem den Mappenkurs ihrer früheren Mentorin Ana Finta übernommen. „Hier kommen Erinnerungen hoch“, sagt die junge Künstlerin.

Ihre Wirkstätte in Trechwitz hat Franka Schwarz übrigens „Frohes Schaffen“ genannt. Besucht werden kann das Gehöft zum Beispiel beim „Tag des offenen Ateliers“ im Mai 2020. Wer vorher etwas über die junge Künstlerin erfahren will, sollte sich ihren Katalog anschauen. Der kann zum Beispiel über ihre Internetseite bezogen werden.

Von Antje Preuschoff

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