Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Hilfe, das Wasser fließt weg!
Lokales Brandenburg/Havel Hilfe, das Wasser fließt weg!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:21 25.07.2018
Die Plane im Ortsteil Göttin ist bereits abgelaufen und trocken gefallen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Die andauernde Hitze hat auch Auswirkungen auf die Gewässer in der Region.

Nun ist beispielsweise die Plane im Ortsteil Göttin komplett trocken gefallen, bestätigt der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Plane-Buckau, Ronald Hoffmann. „Es gibt immer mehrere Ursachen fürs Trockenfallen. Es fließt aus dem Fläming nicht mehr genug Wasser nach. In Reckahn haben wir noch Wasser, weil wir es dort teilweise zurückhalten. Hinzu kommt der Umstand, dass auf der Strecke bis Göttin die Sohle sehr grobsandig ist und deshalb eine Menge Wasser versickert.“ In normalen Zeiten mache das überhaupt nichts aus, weil immer genügend Wasser nachkommt. „Die letzten größeren Niederschläge hatten wir im März. In den vergangenen drei Monaten sind vielleicht 30 Liter Wasser auf den Quadratmeter gefallen. Wo soll es denn herkommen“, fragt Hoffmann. Das letzte Mal war die Plane in Göttin im Jahr 1999 trocken gefallen, erinnert er sich.

Noch relativ entspannt ist die Lage beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt WSA Brandenburg, sagt deren Leiterin Gerrit Riemer. „Wir haben hier im Abschnitt nach dem letzten Regen ausreichende Wassermengen, stauen sehr sensibel.“ Die Stau-Lamellen seien im oberen Bereich eingestellt, das bedeutet, dass wenig Wasser abgegeben und der so genannte Mittelwasserstand am unteren Niveau gehalten wird. „In Tieckow und in Rathenow klappt das auch noch mit dem Mittelwasser“, sagt Gerrit Riemer und nennt eine Vergleichszahl: „Geben wir normalerweise in der Stadt Brandenburg von der oberen Havel in die Niederhavel 62 Kubikmeter pro Sekunde, sind es derzeit 16 Kubikmeter pro Sekunde, also ein gutes Viertel nur noch.“ Deshalb werde es in der Fläche in Richtung Elbe „dünner“ mit dem Wasser. Während es in Brandenburg an der Havel noch keinerlei Einschränkungen an der Vorstadtschleuse der Havel und an der Sportbootschleuse im Stadtkanal beim Schleusen gibt, gelten Bahnitz und Rathenow schon seit Ende Mai diverse Restriktionen: In jede Richtung wird nur noch einmal pro Stunde geschleust – jeweils um eine halbe Stunde versetzt. Das soll verhindern, dass zu viel Wasser in Richtung Havelberg und Elbe abfließt.

In Brandenburg gibt es auf der Unteren Havelwasserstraße noch die volle „Tauchtiefe“ von mindestens 2,50 Metern bis nach Plaue, ab Bahnitz werden sowieso nur noch Sportboote durchgelassen.

Größere Freizeitschiffe haben bereits teilweise auf dem Großen Beetzsee Probleme. So ist der Wasserspiegel an der Pöhlbrücke bereits um zehn Zentimeter gefallen. Am Lünower Streng und am Päwesiner Streng – das sind kanalartige Einschnürungen zwischen den Beetzseeteilen – liegt die Fahrtiefe stellenweise nur noch bei 40 Zentimetern.

„Wir fordern die Freizeitkapitäne regelmäßig auf, die Schilder mit den Fahrtiefen genau zu beachten. Die angegebenen Tiefen beziehen sich auf das Unterwasser in Brandenburg. Das hat normal eine Höhe von 75 Zentimetern Jetzt sind es nur 67 Zentimeter, da muss man dann die acht bis zehn Zentimeter bei den angegebenen Fahrtiefen im Kopf abziehen“, rät die Behördenchefin.

An diesem Mittwoch lag der Unterpegelstand in der Havelstadt nur noch bei 64 Zentimetern. Nach unten abgegeben wurden nur noch acht Kubikmeter je Sekunde, das waren 10,2 Kubikmeter pro Sekunde weniger als noch am Dienstag.

Von André Wirsing

Offenbar monatelang haben zwei Jugendliche mit rohen Eiern auf Passanten am Mühlengraben in Brandenburg/Havel geworfen, dort wo alte Menschen im Heim leben. Am Ende wurden sie erwischt.

25.07.2018

Die Fahrt nahm ein böses Ende. Eine 34-Jährige kam zwischen Weseram und Klein Kreutz mit ihrem Daihatsu von der Fahrbahn ab. Sie erlitt schwere Verletzungen. Die Polizei geht einem Verdacht nach.

25.07.2018

Gentechnik-Anwendungen und Forschungen an toten Kleintieren sollen im neuen Labor- und Forschungstrakt von Klinikum und Medizinischer Hochschule möglich sein. Platzmangel wird es recht bald geben.

25.07.2018