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Brandenburg/Havel Naturschutzzentrum: Buntes Summen beim Waldfasching
Lokales Brandenburg/Havel Naturschutzzentrum: Buntes Summen beim Waldfasching
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15:26 24.02.2019
Anke Seelhoff und Enkelin Lynn bastelten beim Waldfasching im Krugpark eine Miniaturlandschaft. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Bienen, Schmetterlinge und Marienkäfer: Der Krugpark ist bekannt für seine Insektenvielfalt. Dass diese Bienen und Käfer allerdings Tim oder Klara heißen, am liebsten Schokolade essen und ein Fahrrad anstelle der Flügelkraft zur Fortbewegung nutzen, das passiert normalerweise nur einmal im Jahr. Am Samstag war es wieder soweit: Das Naturschutzzentrum Krugpark in Brandenburg und der Förderverein luden zum Waldfasching.

Am Samstag herrschte ein buntes Summen im Naturschutzzentrum

Da dieser Fasching jedoch nicht nur zum Feiern ist, sondern die Besucher der Umweltbegegnungsstätte möglichst auch etwas über die Natur lernen sollen, bestimmte das Motto „Brandenburg summt“ das diesjährige bunte Treiben. Ziel war es, Eltern und Kinder für das Thema „Hilfe für Bienen und andere Insekten“ zu sensibilisieren.

„Wir möchten die Bienen- und Insektenthematik etwas mehr in den Vordergrund rücken“, sagt Krugpark-Leiterin Andrea Kausmann. So sei unter anderem nach Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen die Biomasse der Fluginsekten seit 1989 um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.

Entdeckerspiele für die Familie

Verhindert man dieses Artensterben nicht, könnte dies verheerende Auswirkungen nicht nur auf andere Tier- und Pflanzenarten, sondern auch auf den Menschen haben. „Bei uns können die Kinder das selbst erfahren“, so Kausmann.

So bot der Waldfasching seinen zahlreichen Besuchern neben Bewegungs- und Geschicklichkeitsspielen auch eine Familienrallye an. Bei der Rallye mussten die Kinder Fragen zur Feldlerche, dem Vogel des Jahres, und dem Reh als Wildtier des Jahres beantworten – und natürlich zur Biene.

Bienenstachel aus der Nähe

Dazu standen den Teilnehmern Informationsstände im Naturkunderaum zur Verfügung, an denen sie unter anderem einen Bienenstachel unter dem Mikroskop betrachten konnten. Zudem erfuhren die Eltern und Kinder, wie jeder selbst zu Hause mithelfen kann, Insekten zu schützen, die am Anfang der Nahrungskette stehen und wichtige Bestäuber von Obstbäumen und Blumen sind.

Im Naturschutzzentrum konnten die kleinen und großen Gäste außerdem Vogelhäuser und Nistkästen bauen. Wer sein Kostüm vergessen hatte, dem wurde beim Kinderschminken geholfen. Neben der Nahrung für das Gehirn sorgten Kuchen, Kaffee und Stockbrot am Lagerfeuer sowie noch viele andere Naschereien zusätzlich für einen vollen Magen.

Eine Mini-Landschaft basteln

„Das Team des Krugparks gibt sich sehr viel Mühe“, sagt Anke Seehoff. Die Rentnerin half ihrer Enkelin Lynn beim Herstellen einer Miniaturlandschaft im Bastelraum des Naturschutzzentrums.

„Wir sind das zwar das erste Mal beim Waldfasching, aber ansonsten sehr gerne hier im Park.“ Sie selbst habe von der Problematik des Insektensterbens gehört. „Meine Enkelin ist dafür aber noch etwas zu jung, um das zu verstehen.“

Von Tobias Wagner

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