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Brandenburg/Havel Die Mühsal an einer Wanderbaustelle
Lokales Brandenburg/Havel Die Mühsal an einer Wanderbaustelle
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15:37 24.11.2019
Holger Wander an seiner Wanderbaustelle an der Brielower Landstraße. Quelle: Marion von Imhoff
Brandenburg/H

Diese Baustelle kennen die Brandenburger gut: Seit dem Sommer ist Holger Wander mit einem Lastwagen des städtischen Bauhofes an der Brielower Landstraße unterwegs. Mit der Schaufel des Krans nimmt der Straßenanlagen-Instandhalter das Erdreich neben der Fahrbahn vorsichtig auf. Dabei dürfen die Wurzeln der Alleebäume nicht beschädigt werden. Teilweise muss Holger Wander dafür auch von Hand mit einem Spaten arbeiten. Es ist eine mühselige Arbeit. Jeden Tag kommt so die Wanderbaustelle ein wenig voran.

Der Grund für die Mühsal: „Das Bankett in Mulden oder Grünstreifen wird so entwässert“, sagt Susanne Wiegner von der Pressestelle der Stadtverwaltung. Das Bankett sei durch die jahrelange Mahd des Grünstreifens hoch gewachsen und liege nun höher als die Fahrbahn.

Gegen Aquaplaning und Glätte

„Das Wasser soll von der Fahrbahn wieder abfließen können, um Aquaplaning zu verhindern“, sagt Holger Wander. Auch Gefahren durch überfrierende Nässe bei Frost werden so gemindert. „Pfützenbildung ist der Verkehrssicherheit abträglich“, so Susanne Wiegner und spricht von einer Maßnahme der laufenden Unterhaltung.

Ein riskanter Job, den Holger Wander aber mit jahrelanger Erfahrung gelassen nimmt. Brenzlig ist es aber schon geworden, wenn die Autofahrer knappe Überholmanöver wagen. „Der Spiegel am Fahrzeug ist mir schon abgefahren worden.“ Natürlich hört er oft quietschende Bremsen, wenn es jemand doch nicht schafft, sich noch schnell am Lastwagen vorbeizuquetschen. „Einmal wollte ich gerade aussteigen und konnte gerade noch mein Bein wieder in den Wagen ziehen“, berichtetet Holger Wander.

Auch im weiteren Verlauf der Straßen an der Brielower Grenze wird Holger Wander die Arbeiten fortsetzen und in den nächsten Monaten auch auf der Gegenseite. Spätestens in fünf Jahren werden die Arbeiten wieder nötig sein, sagt der Bauhofmitarbeiter.

Von Marion von Imhoff

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