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Brandenburg/Havel Wassermusiken am Beetzsee: So bauen die Techniker die riesige Bühne auf
Lokales Brandenburg/Havel Wassermusiken am Beetzsee: So bauen die Techniker die riesige Bühne auf
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07:03 15.08.2019
Tontechniker Clemens Decking (re.)hängt mit den Mitarbeitern des Theaters die Lautsprecher in den Galgen ein. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Deutsche Meisterschaft im Kanupolo an der Brandenburger Regattastrecke ist gerade zu Ende gegangen. Und schon rollten wieder Lastwagen auf das Gelände. Die Bühne für die Wassermusiken des Brandenburger Theaters musste aufgebaut werden.

Am Donnerstagabend beginnen die Wassermusiken am Brandenburger Beetzsee. Der Aufbau der riesigen Bühne auf dem Gelände der Regattastrecke ist eine technische Meisterleistung. Und ein Kampf gegen die Uhr. Die MAZ war beim Aufbau dabei.

Die ersten waren Sandro Roch und seine acht Mitarbeiter von der Firma „Equipment“, Bühnen- und Veranstaltungstechnik Dresden. Mit zwei 40-Tonnern und einem Siebeneinhalb-Tonner waren sie angereist, um in zwei Tagen die 170 Quadratmeter große und zehn Meter hohe Bühne aufzubauen.

Viel Ausrüstung im Gepäck

Neben Traversen, Bodenplatten und riesigen Planen hatten die Bühnenbauer auch jede Menge an Ketten, Seilen, Bändern, Schrauben und Muttern im Gepäck.

„Wir sind das zweite Mal hier und bauen die Bühne für das Event auf,“ so der Chef, dem kaum Zeit blieb, sich die Regattastrecke mal in aller Ruhe anzuschauen. Immerhin musste ein kleiner Zeitverzug aufgeholt werden und die Theaterleute standen schon in den Startlöchern.

Aufbau unter Zeitdruck

Am Mittwoch konnten dann die Techniker des Brandenburger Theaters übernehmen. Auch für sie gab es seit 8 Uhr morgens kein Ausruhen. Immerhin musste bis 16 Uhr alles fertig sein zur Abnahme durch die Feuerwehr und die Ämter.

Für die Beleuchtung zeichnet Jan Eberle verantwortlich. Mit seinen fünf Kollegen muss er für das richtige Licht sorgen. Keine einfache Sache. Rund 60 Scheinwerfer müssen angebaut, angeschlossen und ausgerichtet und hunderte Meter Kabel verlegt werden.

Rechner und Netzwerksysteme installiert

Alles muss ans Pult gestöpselt werden, Rechner und Netzwerksysteme müssen aufgebaut und installiert werden und am Ende muss alles passen. Und zwischendurch kommen noch Anrufe, mit Wünschen der Künstler, die auch berücksichtigt werden müssen.

„Der Aufbau ist das eine, aber wir müssen zum Beispiel Donnerstagnacht nach der ersten Vorstellung das Licht komplett umbauen für Keimzeit. Die haben eine Tourbeleuchtung, die an jedem Auftrittsort gleich ist, das machen wir auch,“ so Eberle.

Damit der Umbau für die Band ohne Probleme läuft, wurde die gesamte Lichtshow schon vor Tagen im Großen Haus aufgebaut und getestet. „Das erleichtert uns die Arbeit sehr. Aber wir planen immer alles vorher genau durch. Wir wissen genau, wo welcher Scheinwerfer und welches Kabel hingehört,“ erzählt der Beleuchter des Theaters.

Berliner Firma liefert Tontechnik und Scheinwerfer

Eine Besonderheit ist auch, dass die Theaterleute mit fremden Equipment arbeiten müssen. Die Scheinwerfer und die Tontechnik kommen von der Berliner Firma „Lichtblick“ mit denen man schon seit Jahren zusammen arbeitet, da die eigene Technik im Haus ja fest verbaut ist.

Einer der mit der Berliner Firma immer wieder in seine Heimatstadt Brandenburg zurück kommt, ist Clemens Decking. Er ist verantwortlich für den richtigen Ton während der Veranstaltungen an der Regattastrecke. „Wir haben ganz besondere Lautsprecher mit, dieses Hochtonsystem bringt eine ganz besonders gute die Qualität, die vor allem für das Orchester wichtig ist. Die Bändchenlautsprecher sorgen für den perfekten Genuss für die Zuhörer,“ so Decking.

Praktika im Theater absolviert

Der Tontechniker kennt sich im Übrigen im Brandenburger Theater gut aus. Während seines Studiums absolvierte er dort seine Praktika und so blieb der Kontakt bestehen. „Das ist ganz gut für beide Seiten und ich kenne ja alle und das Haus,“ sagt er.

Und wenn dann am Donnerstagabend Ingo Appelt als erster Künstler auf der Bühne am Beetzsee steht, haben Clemens Decking, Jan Eberle und dessen Kollegen ein bisschen Zeit, sich zurückzulehnen, bis sie wieder unbemerkt von allen alles umbauen und für den nächsten Programmpunkt vorbereiten.

Von Rüdiger Böhme

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