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Brandenburg/Havel Weinfest auf dem Marienberg: Heiße Tipps zum Probieren
Lokales Brandenburg/Havel Weinfest auf dem Marienberg: Heiße Tipps zum Probieren
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15:01 30.06.2019
In gemütlicher Atmosphäre konnten Brandenburger Wein verköstigen und so vielleicht ihre neue Lieblingssorte finden. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Von Müller Thurgau bis Cabernet Blanc – manchmal fällt es dem geneigten Feinschmecker schwer, den Überblick in der Weinlandschaft zu behalten. Abhilfe dabei schafft das Weinfest auf dem Marienberg in Brandenburg an der Havel.

Das Weinfest unter der Friedenswarte bietet Feinschmeckern nicht nur Klassiker für Glas und Teller. Auch Premieren locken zum Probieren ein. Manche sind erst auf dem zweiten Blick ersichtlich.

Am Samstag bewies das mittlerweile dritte Fest rund um den Rebensaft auf dem höchsten Punkt der Havelstadt, dass vor allem auch regionale Sorten allemal einen Schluck wert sind. Zahlreiche Besucher kosteten in gemütlicher Atmosphäre Klassiker sowie Debütanten.

Lebenshilfe-Wein feiert Premiere

Zu den Premieren gehörte beispielsweise der Wein des Vereins der Lebenshilfe. „Wir haben zum ersten Mal soviel geerntet, dass es sich lohnt, den Wein nun endlich anzubieten“, sagt Dirk Michler, Geschäftsführer des Vereins in der Potsdamer Landstraße. „Während wir beim letzten Weinfest lediglich Kostproben anbieten konnten, haben wir nun insgesamt 980 Flaschen abgefüllt.“

Das Weinfest auf dem Marienberg legt den Fokus auf regionale Weinsorten. Quelle: Tobias Wagner

Der Verein baut den Wein in Gollwitz an, gekeltert wird er in Werder. „Drei Jahre braucht es, damit sich die Ernte lohnt“, so Michler. „Wir haben im Herbst geerntet und im Frühjahr waren wir fertig.“ Für ihn sei die Neugier der Brandenburger auf den regionalen Wein ungebrochen, obwohl die Temperaturen sicherlich viele Gäste vom Besuch des Festes unter der Friedenswarte abhielt. „Dieses Wetter ist allerdings beim Weinanbau sogar vorzuziehen, solange die Bewässerung stimmt“, so Michler.

Beste Voraussetzungen also auch für den Wein, der auf dem Marienberg wächst. Um diese Rebstöcke kümmern sich ebenfalls Mitglieder der Lebenshilfe. „Diese Arbeit erfordert viele Handgriffe“, so Eva-Maria Bittner, die drei Mal in der Woche die Pflanzen unter anderem verschneidet, entblättert und die Stämme von Kraut befreit. „Das macht total Spaß und ist etwas, das man sonst nie macht.“

Ausverkaufter Wein noch erhältlich

Neben Tropfen aus beispielsweise Baruth in Teltow-Fläming, Guben in der Niederlausitz und Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald durfte natürlich auch der Wein des Marienbergs gekostet werden. Der Weißwein mit dem Namen „Marienbergwasser“ gilt zwar offiziell bereits als vergriffen, aber der Förderverein des Bürgerparks Marienberg, neben der Lebenshilfe und der BAS Organisator des Weinfests, konnte noch 100 Flaschen der Jahrgänge 2017 und 2018 auftreiben.

„Die Nachfrage nach dem Wein ist bereits wieder so hoch wie im letzten Jahr“, sagt Margrit Spielmann, Vorsitzende des Fördervereins. Spielmann gefällt vor allem der Lounge-Charakter des Festes. „Diese Atmosphäre zieht vielleicht auch Leute an, die sonst nicht über den Marienberg gehen würden“, so die Vorsitzende.

Havelstadt-Honig feiert ebenfalls Debüt

Neben Leckereien im Glas bot das Fest auch allerhand Köstlichkeiten für den Teller. Neben Paella sowie Käse- und Wurstprodukten feierte ein süßer Brotaufstrich ebenfalls Premiere auf dem Weinfest. „Unser Honig kommt direkt vom Fuße des Marienbergs aus der Kleingartensparte Bergeshöh“, sagt Gartenspartenvorsitzender Mario Pulvermacher, dessen Schwiegermutter Imkerin in Golzow ist, stolz.

Imkerin Simone Harder Schwiegersohn Mario Pulvermacher präsentierten zum ersten Mal Honig, der am Fuß des Marienbergs entsteht. Quelle: Tobias Wagner

„Wir haben im April mit drei Bienenstöcken angefangen und sind nun das erste Mal hier dabei.“ Insgesamt 104 Gläser konnten so innerhalb von drei Monaten gewonnen werden- immerhin etwa 50 Kilo Honig. „Allerdings muss man die Besucher hier immer etwas darauf hinweisen, dass der Honig aus der Havelstadt kommt, das ist auf den ersten Blick natürlich nicht ersichtlich.“ Ein kleiner regionaler Geheimtipp also unter zahllosen Geheimtipps, die am Samstag unter der Friedenswarte gekostet werden konnten.

Von Tobias Wagner

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