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Brandenburg/Havel Weinlese auf dem Marienberg hat begonnen
Lokales Brandenburg/Havel Weinlese auf dem Marienberg hat begonnen
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17:55 27.08.2018
Die Weinlese auf dem Marienberg hat begonnen. Für die Ernteprofis von der Lebenshilfe ein alljährlicher Höhepunkt. Quelle: Jast
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Brandenburg/H

Der Termin war perfekt gewählt. Nur 17 Grad warm war es am Montagmorgen, als mehr als 50 Mitarbeiter der Lebenshilfe und Unterstützer der Brandenburger Wassertochter „Brawag“ gegen 7.30 Uhr auf dem Marienberg-Weinberg mit der diesjährigen Weinlese begannen. Es war also kühl genug, dass die Trauben nicht schon mit der Gärung auf dem Weg nach Werder begannen. Der Prachtsommer hatte zuvor mit schier endlosen Sonnenstunden dafür gesorgt, dass die Ernte gut drei Wochen früher als in den Jahren zuvor begonnen werden konnte.

Rekordernte nach Super-Sommer

Etwa sieben Tonnen Trauben sind gestern vom Marienberg geerntet worden. Damit müsste sich eine Rekordernte von über 5000 Flaschen des beliebten Marienberg-Wassers herstellen lassen. Quelle: JACQUELINE STEINER

Etwa sieben Tonnen wurden am Montag geerntet. Soviel, wie nie zuvor. Wegen der Reife der Trauben wurden beide Traubensorten Solaris und Johanniter zeitgleich geerntet. Die Helfer von der Lebenshilfe sind längst erfahrene Profis: Dennoch gab es für die Arbeit mit den scharfen Scheren eine kurze Einweisung. Dann ging es für die einen an die Reben mit Schere und Eimer, während andere die vollen Behälter zur Sammelstelle brachten.

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Die Schlechten bleiben auf dem Berg

Wie Uwe Müller, Brawag-Chef und Ideengeber für den Weinberg zur Bundesgartenschau, der MAZ sagt, sei es wichtig, dass keine faule Frucht in den Eimer gerät.

Bei der Weinlese auf dem Marienberg wird jede Traube genau unter die Lupe genommen. Nur die guten Beeren kommen in den Eimer. Quelle: Jast

„Das ist quasi eine Selektion aller Trauben“, erklärt er. Nachdem die reife Traube abgeschnitten sei, würden alle unrechten Früchte herausgeschnitten und auf den Boden geworfen, wo wieder Humus daraus gebildet werde. In diesem Jahr hatten die Wespen sich bereits häufig an den supersüßen Trauben gütlich getan. Auch diese angeknabberten Trauben wurden abgeschnitten.

Hoher Zuckergehalt

Auch wenn unklar ist, wie der in Werder gekelterte Wein schmeckt: Genug Zucker für einen hohen Alkoholanteil und verbleibende Restsüße ist in den Trauben. Bei ersten Proben konnte Müller bei der Solaris-Traube sehr starke 118 Öchsle messen. Bei einer Johannitertraube zeigte das Messgerät sogar sensationelle 125 Öchsle an. Der Zuckergehalt liegt deutlich über den Erwartungen. Es spricht viel dafür, dass sich die Havelstädter 2019 wieder auf einen ausgezeichneten Jahrgang freuen können.

Über 5000 Flaschen sind möglich

Anders als 2017, als der Frost im Frühjahr die Ernte schmälerte und nur 2800 Flaschen vom Marienberg abgefüllt werden konnten, rechnet Uwe Müller 2018 mit 5000 Flaschen. Abgefüllt werden sie in den gleichen Flaschen wie in den Vorjahren. Nur die Kappe wird anders sein. Nachdem sie 2018 orange leuchtete, will Müller passend zum Brawag-Logo nun ein dunkles Blau nehmen.

Von Benno Rougk

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