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Brandenburg/Havel Welchen Star die Präsidenten-Kandidaten gern an der THB hätten
Lokales Brandenburg/Havel Welchen Star die Präsidenten-Kandidaten gern an der THB hätten
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14:31 02.11.2018
Burghilde Wieneke-Toutaoui ist amtierende Präsidentin der TH Brandenburg. Quelle: THB
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Brandenburg/H

Am nächsten Mittwoch entscheiden 22 aktuelle und ehemalige Senatoren der TH Brandenburg, wer von April 2019 an für sechs Jahre die Präsidentschagft der Hochschule übernehmen soll. Einzige Bewerber sind Amtsinhaberin Burghilde Wieneke-Toutaoui (59) und Vizepräsident Andreas Wilms (40). Die MAZ-Redaktion hat beiden die folgende Frage gestellt:

Welchen Wissenschaftler oder welche Wissenschaftlerin würden Sie – selbst wenn das unrealistisch ist – am liebsten nach Brandenburg/Havel an die Technische Hochschule holen und aus welchem Grund?

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Andreas Wilms ist Vizepräsident der TH Brandenburg und verantwortlich für die Lehre. Quelle: Johannes Rascher

Andreas Wilms: „Ich würde Russ Altman an die THB holen. Als Bioingenieur und Informatiker passt er hervorragend zu unserem Profil, und er arbeitet an einem der großen Zukunftsthemen im Zusammenhang mit der Digitalisierung, der Künstlichen Intelligenz. An der Stanford University koordiniert er die „One Hundred Year Study on Artificial Intelligence“; im Rahmen dieser groß angelegten Studie werden gesellschaftliche und ökonomische Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz untersucht und Perspektiven diskutiert.

An der THB könnte Russ Altman die interdisziplinäre Forschung unterstützen und Impulse für die Weiterentwicklung des Studienprogramms und der Lehre geben. Eine öffentliche Veranstaltungsreihe mit Russ Altman zu den grundlegenden Veränderungen unseres Alltags durch die Digitalisierung – eigentlich in allen Bereichen, darunter Gesundheit, Beschäftigung und Transport – und welche Möglichkeiten sich hieraus ergeben, würde sicher auch bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt auf großes Interesse stoßen.“

Burghilfe Wieneke-Toutaoui: „Yuval Noah Harari, ein junger israelischer Historiker. Er hat das herausragende Werk „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ geschrieben. Kürzlich kam sein Buch „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“ in die Buchhandlungen. Darin sind viele Anregungen enthalten dafür, wie bestehende Studieninhalte „zukunftssicher“ gemacht werden könnten. Zudem wären seine Vorlesungen für die Hochschule und die Stadt „ein Renner“.

Professor Harari würde ich dann gern mit Günter M. Ziegler, Mathematik-Professor und Präsident der FU Berlin zusammenbringen. Denn Professor Ziegler kann jeden und jede für Mathematik begeistern; das ist an einer Hochschule mit unserem Angebot sehr wichtig. Die beiden zusammen wären wohl ein Dream Team.“

Von Jürgen Lauterbach