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Brandenburg/Havel Wer wohnt denn da im Schilf?
Lokales Brandenburg/Havel Wer wohnt denn da im Schilf?
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16:04 15.04.2015
Mühelos erreichte auch Mittelmarks Behindertenbeauftragter Udo Zeller im Rollstuhl den Erlebnissteg. Quelle: V. Maloszyk
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Pritzerbe

Die Natur hat den Pritzerber See mit einem verschwenderisch breiten Schilfgürtel bedacht. Im seichten Wasser wuchs das Material für die Rohrweberei, die sich nach dem Krieg im einstigen Schützenhaus an der Marzahner Chaussee ansiedelte. Heute ist die Weberei ein erst 2014 neu gestaltetes Museum mit immer noch funktionierenden Webstühlen.

Statt Schilfrohr am Seeufer zu schneiden, wird an Land das Süßgras Miscanthus angebaut. Und doch verhilft ausgerechnet das Schilfrohr dem Webereimuseum zu einer neuen Attraktion. Als eine ihrer letzten Amtshandlungen vor ihrem Wechsel in die Wildauer Stadtverwaltung übergab am Mittwch Amtsdirektorin Simone Hein einen Schilferlebnissteg an die Öffentlichkeit.

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Das rund 180.000 Euro teure Bauwerk nach einer Idee des Pritzerber Ortsbeirates Carsten Muschol ragt 42 Meter in den Schilfgürtel hinein. Trotzdem wird das offene Wasser des Pritzerber Sees noch nicht erreicht. Die auf 35 in den Seegrund eingespülten Pfählen ruhende Stahl-Holz-Konstruktion ist der ideale Platz, um das Leben in der Uferzone zu beobachten.

„Es ging bei der Planung nicht um irgendeinen Steg, wir wollten eine barrierefreie Anlage mit pädagogischem Anspruch. Diese Aufgabe wurde hervorragend umgesetzt“, sagte Vize-Landrat Christian Stein (CDU). Tiere sind vom Steg aus immer zu sehen. Dafür sorgten die Diplom-Museologin Stephanie Kroll und die Konzeptdesignerin Julia Bindseil mit einem Trick.

Info

Rohrweberei: Geöffnet Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

Sie entwarfen als Ferngläser benutzbare Kameras. Zehn Stück davon sind auf dem Steggeländer montiert. In die Linse eingearbeitet sind Bewohner des Schilfgürtels, wie man sie sonst nur mit Glück in freier Natur zu sehen bekommt. Dazu gehören Rohrammer, Bisam, Grünfrosch, Schilfhalmflieger, aber auch Hecht und Höckerschwan. Auf Tafeln werden die einzelnen Tierarten und Lebensräume beschrieben.

Originell auch die in der Höhe verstellbaren Hörrohre. Mit den vom Pritzerber Designer Franz Lorenz gebauten Trichtern können Besucher vom Steg ins Schilf lauschen. Finanziert wurde der von der Brielower Firma STRb Müller errichtete Steg mit 100.000 Euro aus dem Kreishaushalt. Der Rest wurde mit Fördermitteln aus dem Leader-Topf finanziert. Die Stadt Havelsee unterhält die Investition. In Anspielung auf einen ursprünglich geplanten Turm sagte Bürgermeister Günter Noack: „Wenn ein Turm ins Wasser fällt, wird eben ein Steg draus. Er wird unseren Museumsstandort deutlich aufwerten.“

Von Frank Bürstenbinder

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