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Brandenburg/Havel Netzwerk: Wie „Spicken vor Ort“ neue Projekte an Schulen und Kitas ermöglicht
Lokales Brandenburg/Havel Netzwerk: Wie „Spicken vor Ort“ neue Projekte an Schulen und Kitas ermöglicht
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13:00 20.11.2019
Anna Brandl, Claudia Wernicke (Mitte) und Christina Kurzmann belesen sich zur Gründung eines Fördervereins. Quelle: André Großmann
Brandenburg/H

Gelder für eine defekte Rutsche, Kuchen für den Schulbasar und neue Chancenpatenschaften sind Gesprächsthemen bei der Veranstaltungsreihe „Spicken vor Ort.“

Pläne für neue Projekte

Beim Austauschformat sammeln Gäste in der Cafeteria der Gebrüder-Grimm-Grundschule Ideen für ihren Bildungsstandort und reden über neue Projekte. „Engagierte Menschen helfen sich gegenseitig, überwinden Hürden und versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Der Titel des Events wurde bewusst gewählt und zeigt, dass Spicken in der Schule sinnvoll sein kann“, sagt Mitorganisator Aaron Schmidt von der Stiftung Bildung.

Gäste informieren sich bei der Veranstaltungsreihe „Spicken vor Ort“ über die Mitgliedergewinnung im Ehrenamt. Quelle: André Großmann

35 Gäste aus Kitas, Stiftungen und Schulen sprechen über ihre Erfahrungen, hinterfragen, wie sie gezielt Ehrenamtler und neue Mitglieder finden, Leistungen von Helfern besser anerkennen und ihre Kommunikation verbessern.

Neuer Schulförderverein geplant

Lehrerin Christina Kurzmann und Schulleiterin Claudia Wernicke von der Oberschule Nord lernen, wie sie einen Schulförderverein gründen. „Wir verschaffen uns einen Überblick, das ist für uns komplettes Neuland. Dabei gibt es steuerliche Aspekte zu beachten, alles muss passen“, sagt Kurzmann.

Sie betont, dass ihr die Erfahrungen von anderen Bildungseinrichtungen helfen. Für Claudia Wernicke war der Austausch sinnvoll. „Der Plan für einen Förderverein ist da und wird in den nächsten Wochen und Monaten reifen“, sagt sie der MAZ.

Hoffnung auf Hilfe

Katja Pöschmann leitet den Förderverein der Gebrüder-Grimm-Grundschule. Sie hofft, dass sich Menschen vernetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen, beispielsweise für die Sanierung der defekten Schulrutsche. „Vielleicht ergibt sich ja etwas. Das wäre sehr schön“, sagt die Lehrerin.

Katja Pöschmann (links), Aaron Schmidt und Katja Hinze reden über die Bedeutung des Netzwerkens für Schulfördervereine. Quelle: André Großmann

Nach dem Erfahrungsaustausch sprechen fünf Teilnehmer Aaron Schmidt auf die Förderung von Projekten an, der 31-Jährige glaubt, dass einige Gäste noch „etwas Bedenkzeit für ihre Planung“ benötigen.

Chancen für Kinder

Damit Vorhaben eine finanzielle Unterstützung erhalten können, finden sich Menschen mit unterschiedlichen Teilhabechancen in sogenannten Tandems zusammen. Projektplaner haben dabei das Ziel, Kita-Kinder und Schüler mit und ohne sprachliche Barrieren und aus unterschiedlichen finanziellen und sozialen Hintergründen zusammenzubringen.

Der Kita- oder Schulförderverein erhält dann je nach Anzahl der zusammengestellten Tandems ein Förderbudget, über das er verfügen kann. Grundschullehrerin Katja Pöschmann schätzt, dass sie um die 4000 Euro für Reparaturarbeiten an der defekten Rutsche benötigt, Aaron Schmidt und Katja Hinze von der Stiftung Bildung halten eine Zusammenarbeit und weitere Gespräche mit der Grundschule für möglich.

Infos zur Veranstaltungsreihe „Spicken vor Ort“ und den Chancenpatenschaften per E-Mail an patenschaften@lsfb.de

Von André Großmann

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