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Brandenburg/Havel Wieder mehr Azubis in der Metallbranche
Lokales Brandenburg/Havel Wieder mehr Azubis in der Metallbranche
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18:53 04.09.2017
Übernahmegarantie, Fortbildungen, europaweiter Azubi-Austausch: Das Brandenburger Elektrostahlwerk wurde von der IHK für seine ausgezeichnete Ausbildung geehrt. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Für ihr Engagement bei der Ausbildung von Fachkräften wurden die Brandenburger Elektrostahlwerke am Montag geehrt. Die Industrie- und Handelskammer Potsdam verleiht das Prädikat „Top-Ausbildungsbetrieb“ jährlich an sechs Unternehmen in Westbrandenburg, die sich um besondere Bedingungen in der Ausbildung verdient machen. Bis vor drei Jahren lag die Nachwuchsarbeit der Elektrostahlwerke wegen der Weltwirtschaftskrise jedoch gänzlich auf Eis. „Inzwischen sehen wir wieder einen Bedarf, die Erstausbildung in unserem Betrieb voranzutreiben“, erklärt Geschäftsführerin Katja Rex. Mit dem Ausbildungsbeginn zum 1. September verdoppelte das Unternehmen die Anzahl von bisher 14 auf jetzt 27 Azubis.

Die Mehrheit lässt sich in den Elektrostahlwerken zum Industriemechaniker ausbilden. Hinzu kommen vier angehende Elektroniker und zum ersten Mal eine Werkstoffprüferin für Metalltechnik. „Am Arbeitsmarkt lassen sich inzwischen nicht mehr die Fachkräfte finden, die wir speziell suchen“, erklärt Rex den Entschluss, den Nachwuchs im eigenen Haus auszubilden. Diesen Trend bestätigen auch die fast 400 neuen Lehrverträge, die bis zum 31. August in der Westbrandenburger Metallbranche unterzeichnet wurden – über 30 mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der insgesamt neu geschlossen Ausbildungsverträge im Bezirk der IHK Potsdam stagniert hingegen.

Die neuen Auszubildenden beim Riva-Elektrostahlwerk können sich nach ihrem Abschluss auf eine Festanstellung in ihrem Lehrbetrieb freuen. „Wir bilden explizit für Arbeitsplätze aus, die in den nächsten Jahren frei werden“, sagt die Geschäftsführerin. Gleichzeitig arbeiten die „Neuen“ am Arbeitsplatz direkt neben und von den alteingesessenen Kollegen, in deren Fußstapfen sie einmal treten sollen. „So lernen sie von der Pike auf, was ihr Job bedeutet“, sagt Rex.

IHK-Präsidentin Beate Fernengel (3.v.l.) übergab am Montag den Pokal „Top-Ausbildungsbetrieb“ an einen der 13 neuen Azubis des Elektrostahlwerks. Quelle: Rüdiger Böhme

Angeleitet werden die Riva-Azubis von Mitarbeitern, die schon ihre eigene Ausbildung in den Elektrostahlwerken absolvierten und später die Chance zu betrieblich geförderten Weiterbildungen nutzten. Von den 213 seit 1993 ausgebildeten Fachkräften arbeiten heute noch 204 in den Brandenburger Elektrostahlwerken.

Die Übernahmegarantie ist nur eines der Kriterien, mit der das Unternehmen die IHK von seinen ausgezeichneten Ausbildungsbedingungen überzeugte. Der Betrieb nimmt am europaweiten Azubi-Austauschprogramm Erasmus teil und schickt regelmäßig ganze Jahrgänge für mehrere Wochen in das italienische Schwesterwerk. In dem Betrieb mit mehr als 800 Mitarbeitern wurde zudem eine Auszubildendenvertretung gegründet.

Ihr gehört beispielsweise Jonny Blumentritt an, der seine Lehre zum Industriemechaniker in knapp sechs Monaten beendet. „Danach möchte ich auf jeden Fall im Betrieb bleiben“, sagt er. Vor vier Jahren hatten ihm Bekannte das Unternehmen empfohlen. „Tatsächlich kommen viele Auszubildende über Mundpropaganda zu uns“, bestätigt Katja Rex. Als Familienunternehmen wolle man künftig vermehrt die Söhne und Töchter der aktuellen Mitarbeiter für die Ausbildung gewinnen. „Auf diese Weise halten wir die Leute in der Region“, erklärt Rex – ebenfalls ein Aspekt, den die IHK bei ihrer Auszeichnung bedenkt.

Weiterhin freie Lehrstellen in Industrie und Handwerk

2204 neue Ausbildungsverträge verzeichnete die IHK Potsdam bis zum 31. August. 2016 waren zu diesem Stichtag 2205 neue Lehrstellen besetzt. Knapp 400 Ausbildungsplätze in mehr als 70 Berufen sind derweil noch unbesetzt.

975 neue Ausbildungsverträge wurden bis zum 31. August bei der Potsdamer Handwerkskammer unterzeichnet. Das sind 100 mehr als im Vorjahreszeitraum. Dort gibt es noch 486 freie Lehrstellen, 26 davon in Brandenburg an der Havel.

Von Victoria Barnack

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