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Brandenburg/Havel Kabelkanäle aus Kirchmöser für Schleuse in Kleinmachnow
Lokales Brandenburg/Havel

Wirthwein-Kabelkanäle aus Kirchmöser für ​Schleuse in Kleinmachnow

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10:41 28.08.2020
Premiere in Kleinmachnow: An der Schleuse werden die Kabelkanäle aus Kirchmöser verbaut, die flach, wasserdurchlässig, einfach zu verlegen und stabil sind. Quelle: Wirthwein AG
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Brandenburg/H

Keine leichte Aufgabe an der Schleuse in Kleinmachnow: Dort werden Kabelkanäle benötigt, die aufgrund des hohen Grundwasserniveaus flach sind, wasserdurchlässig, leicht, einfach zu verlegen und gleichzeitig sehr stabil.

Zwei Unternehmen haben sich für dieses Projekt zusammengefunden, berichtet Daniela Pfeuffer, Marketingleiterin der Wirthwein AG.

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Die Gesellschaft Wol-Tec Automatisierungstechnik ist spezialisiert auf elektrische Anlagen an Wasserstraßen. Das Unternehmen war auf der Suche nach einem System zum sicheren Verlegen von Kabeln, das die oben genannten Ansprüche erfüllt.

Kunststoff statt Beton

Fündig wurde das Unternehmen aus dem Mecklenburg beim Kunststoffspezialisten Wirthwein in Brandenburg an der Havel. Deren Kunststoffkabelkanäle hätten sich sogar als preisgünstiger erwiesen als die Alternativen aus Betonkabelkanälen, berichtet Daniela Pfeuffer.

An der Schleuse in Kleinmachnow seien nun in Summe erstmals mehr als 250 Meter des Wirthwein Kabelkanals verlegt worden. Eine weitere Zusammenarbeit sei geplant, heißt es.

Mehr als eine Million Meter

Die ersten 250 Meter werden verlegt. Quelle: Wirthwein AG

Bisher hat die Firma Wirthwein mit ihrer Niederlassung in Kirchmöser mehr als eine Million Meter entlang von Bahnstrecken verbaut. Der Brandenburger Wirthwein-Standort ist innerhalb der Unternehmensgruppe auf die Produktion von Kabelkanälen spezialisiert.

„Inzwischen wurden über eine Million Meter für die Verlegung von Energie- und Datenleitungen im Eisenbahnoberbau, aber auch in Solarfeldern und bei Windkraftanlagen in der ganzen Welt geliefert“, teilt die Unternehmenssprecherin mit.

Normalerweise im Eisenbahnoberbau

Auf der internationalen Bahnmesse Innotrans wurde ihr zufolge 2018 die neueste Generation des Kabelkanals vorgestellt. Normalerweise wird der Kabelkanal im Eisenbahnoberbau eingesetzt, nun bewährt sich das System erstmals auch entlang von Wasserstraßen.

Wirthwein produziert in Brandenburg mit rund 60 Beschäftigten ein großes Portfolio sicherheitsrelevanter Kunststoffkomponenten für den internationalen Eisenbahn-Oberbau wie Dübel, Zwischenlagen und Isolationskomponenten zur Schienenbefestigung.

Als Beispiel nennt das Unternehmen die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Schanghai mit Zuggeschwindigkeiten von bis zu 450 Stundenkilometern.

Von MAZ